Metadata : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1868. (34)

Thalpbographie

künstlern  der  alten  Welt.  w.  21,  316,  vielmehr  eine
durch  frühe  Bearbeitung  des  Eisens  berühmte
Völkerschaft  in  Kleinasien  (vgl.  Aleppo),  wonach
der  Stahl  (gr.,  lat.  chalybs)  den  Namen  erhielt,
  vgl.  weiss  Kost.  1,  426;  460.  -bographlé,
f.;  —ernn:  Kunst  des  Stahlstichs;  Stahlstich.
Ubf'onans  [8  24,  3,  n.,  4ánutis):  ein  Tonwerkzeug
aus  Stahl  u.  Glasstäben.  —  Cham  (hebr.),  m.:
s.  Ham  2.  —  Chamäde  (frz.  sch  ꝛc.),  f.;  0:  Zeichen,
  das  Belagerte  durch  Rufen  (vgl.  Chiamata),
bes.  aber  mit  Trommeln  u.  Trompeten  geben,  wenn
sie  parlamentieren  wollen:  Die  Trommel  schlägt
Ch.,  ergeben  muß  die  Festung  sich  auf  Gnade.  West
Diana  3,  5  rc.,  allch:  Schamade  schlagen.  /ISchröder
Samml.  4,  1,  3  2c.  —  Cham-aizelos  (gr.),  m.,
uv.;  Eloi:  Art  niedriger  Sitzbank  2c.,  vgl.  (wohl
nur  Drckf.):  Chamauhälos.  Weiss  Kost.  1,  889.

lanke,  vgl.  Trogloryt).  —  Chamäle-on  (gr.
Kam  2c.),  m.,  n.;  —s;  —,  öne:  „Erdlöwe“,  eine
Schuppeneidechse,  bes.  merkwürdig  durch  ihren
Farbenwechsel  u.  danach  auch  übrtr.:  Der  Cb.
Brockes  9,  294;  1,  542;  lSie  wandelt]  Cb-e,  wie  sie
will.  B.  57b;  Zwel  lebendige  Ch-e.  .  Das  Ch.  hondler
KltAs.  1,  80;  Bald  dunkel  u.  bald  helle,  wie  der  Ch.
G.  2,  207;  Welch  ein  wandelbarer  Ch.  bist  du!  6,
341;  9,  53;  Aus  der  Quassia  das  weiße,  flussige  Ch.
darzustellen.  40,  28,  die  den  Farbenwechsel  darstellende
  Substanz;  Das  mineralische  Ch.,  welches  eig.
ein  Braunstetnoryd  enthält.  ..  Streut  man  es  in  Wasser,
so  zelgt  sich  .  dje  grüne  Farbe;  aber  sie  verwandelt  sich
sogleich  in  .  Purpurfarbe.  37,  181  (vgl.  Mitscherlich
2,  213);  Ein  luftiger  Ch.  lebt  er  von  der  Luft.  H.  8,
380;  Man  nennt  daher  einen  Menschen,  welcher  seine
Meinung  beliebig  nach  seinem  Vortheil  ändert,  ein  Ch.
Oken  6,  645;  Daß  der  Ch.  die  Farbe  des  Ggstdes  annehme,
  der  ihm  der  nächste  ist.  w.  3,  89;  25,  175  2c.;
Seine  wechselvolle  Ch.-Natur.  Ring  Verl.  Sschl.  2,
91  2c.  önisch,  a.:  chamäleonartig.  Wolimann
Mem.  2,  30  ꝛe.,  häufiger:  Die  chamäleöntische
Stadt  (Parisl.  Schwegler  (17)  555  c.  —  Chamär
(ar.),  m.,  —#;  —:  Wein.  —  Chamärt)-e  (fri.
scham  2e.),  f.;  —n:  verbrämter  poln.  Rock  (vgl.
Samarie,  Simarre).  -keren,  tr.:  verbrämen:  Von
„  schamarirten“  Kleidern.  Prutz  Holb.  138  rc.;  In  gruner,
  mit  Gold  u.  Silber  verchamarierter  Kleidung.
CRutz  Nat.  163  2c.  -Ure,  f.;  —n:  Verbrämung.
—  Chambellan  (frz.  schangbelläng),  m.,  —8;  —:
Kämmerling.  —  Chamber  (engl.  tschember),  f.;
—6  :  Kammer,  z.  B.:  Ein  Theefervice,  das  seinen
Platz  in  der  berühmten  Schreckenskammer,  der  Ch.  of
lowl  hörrors,  verdient  hätte,  welche  bei  der  ersten  Grünrung
  des  Londoner  Industriemussums  zum  Schrecken  der
Fabrikanten  elngerichtet  wurde.  Nat  3.  20,  435  2c.
lain  (□—lin),  m.,  —s;  —s:  Kämmerling,  z.  B.
als  hohe  Würde  in  England  (vor  den  Dukes):
Der  Lord  Ch.  of  her  Majesty's  lmädshestis)  household
lhönsehold]  rc.  —  Thambertin  (frz.  schangberteng),
m.,  —6;  —#:  Art  rother  Burgunder  (nach  dem
gleichnamigen  Ort).  Sousbl.  (66)  4,  180;  Temme

Thampagner  195

KrN.  8,  82  2c.  —  Chambira,  f.;  —#:  Art  Palme:
Die  dortige  Ch.,  aus  deren  Blättern  harte  Fäden  gezogen
  werden,  um  sehr  dauerhafte  Hängematten  daraus
zu  bereiten.  Ausld.  30,  1235a.  —  Chambree  (iz.
schängbr),  f.;  —#:  Kammer  (3.  B.  auch  der  Volksvertreter);
  Zimmer:  Ch.  ardente  lardängt'],  ein
Gerichtshof,  der  zum  Feuertod  verurtheilte  2c.;
Ch.  garnis,  möbliertes  Zimmer,  zum  Vermiethen
(l.  u.);  Sie  wohnt  Ch.  garnie.  Spielhagen  Pr.  8,  10;
Da  ich  Ch—s  garnies  genommen.  66  re.;  Ch.  introuvable
  ss.  d.,  engtruwäb'l!,  Spottname  der  1815—16
in  Frankreich  tagenden  Kammer.  Uat  3#.  21,  60  2c.;
Femme  (s.  d.)  de  ch.;  Pot  (s.  d.)  de  ch.  ꝛt.
hgarnist,  m.,  -en,  —;  -—en:  Bewohner  einer
Chambre  garnie  (s.  o.),  Zimmerherr  (in  Ostreich).
-iee  □□är),  f.—n;  —s:  Kammermädchen:  Abricht-Peilsche
  der  Bereiter  ꝛe.  -#######  intr.  (haben):
Stubenkameraden  sein.  —  Chamdest  (türk.),  m.,
—6  :  —#,  —e:  Pfuscher.  Hommer  10,  312.  —  TChamille:
  s.  Kamille.  —  Thamiss  (türk.),  f.;  uv.:
Heeresabtheilung  aus  „funf“  Theilen  (s.  Cbemsin),
aus  Centrum,  beiden  Flügeln,  Vor=  u.  Nachtrab
—  Harar.  —  Thamit:  1)  (gr.)m.,  -en,  —;  -eln):
versteinerte  Gienmuschel.  —  2)  s.  Ham  2,  auch:
ch-isch.  —  Chamois  (fsrz.  schameä),  a.:  „gemsfarben“,
  hellgelb  (s.  sämisch).  —  Chamoliöiĩt  (gr.),
n.,  —en;  —en:  Herodot  nennt  sie  Kekryrber  od.  Ch-en
(Verborgne  u.  in  der  Erde  Wohnende).  Kohl  Südr.  1,
159  (s.  Semlanka).  —  Chamör  (hebr.),  m.,  uv.;
—im:  Esel,  vgl.  Hammar;  Himar.  —  Chamos:
s.  Kamos.  —  Thamötte,  Charmötte  (frz.  Sch-),
f.;  —:  -:  ein  Pulver,  das  durch  äußerst  scharfes
Brennen  u.  nachheriges  Stampfen  von  Thon  erhalten
  wird,  zu  feuerfesten  Ggsten  2c.:  Cement  von
gebranntem  Lenner  Thon  (.  Scharmotte").  Karmarsch  3,
130;  Der  Zufatz  von  hartgebranntem  u.  nachher  gestampftem
  Thon  (.  Schamotte").  508;  Mit  Zufatz  von
„Charmotte"“.  M.  2,  912;  Fenerfesten  Thon  („Charmotte").
  Milscherlich  22,  59;  Winrofen  aus  Eisenblech,
welchen  man  inwendig  stark  mit  „Charmotte"  ausfüttert.
323;  Mit  gerulverten  Porcellankapselscherben  (.  Chamotte").
  Prechil  10,  113;  Das  Ausfüllen  der  Fundamente
  mit  „Chamotten“.  Uat#3#.  19,  138,  vgl.
(Drckf.):  Die  Pfeiler  aus  Kalksteinen  aufgeführt,  inwendig
  mit  „Clamotten"“  (kleinen  Steinen)  ausgefüllt.
136  (auch  Volksz.  14,  69);  „Chamotte“,  eine  zusammengesetzte
  Masse  .,  aus  welcher  Ziegel  für  solche
Ofen  angefertigt  werden,  die  elnen  fehr  hohen  Hitzegrad
anshalten  müssen,  ohne  zu  schmelzen  („„Chamotte-Ziegel').
  Scheuchensturl  50;  Feuerfeste  Manersteine,
„Charmottesteine".  Karmarsch  M.  2,  912.  —  Champ
(frz.  sching),  n.,  —s;  —s:  Feld:  Ch.  de  bateille
(batäljI,  Schlachtfeld;  Ch.  de  fédération  (federaßjöng!,
Bundesfeld;  Ch.  de  mai  lmäl,  Mai-Feld;  Ch.  de
Märs,  Mars=  (s.  d.)  Feld  u.  Ch.  de  mars  lmärl,
März=  (s.  d.)  Feld  2c.;  Ch—s  élysées  lschang  selisek,
elysäische  (s.  d.)  Gefilde,  auch:  eine  Gegend  in
Paris;  Ch.  levé  (s.  d.)  2c.  —  Champagner
(schampänjer),  m.,  —6;  uv.:  (urspr.)  Wein  aus  der
Champagne  in  Frankreich,  nam.  der  moussierende,
u.  so  verallgemeint  für  Schaumwein  (vgl.  Sekt).
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