Thalpbographie
künstlern der alten Welt. w. 21, 316, vielmehr eine
durch frühe Bearbeitung des Eisens berühmte
Völkerschaft in Kleinasien (vgl. Aleppo), wonach
der Stahl (gr., lat. chalybs) den Namen erhielt,
vgl. weiss Kost. 1, 426; 460. -bographlé,
f.; —ernn: Kunst des Stahlstichs; Stahlstich.
Ubf'onans [8 24, 3, n., 4ánutis): ein Tonwerkzeug
aus Stahl u. Glasstäben. — Cham (hebr.), m.:
s. Ham 2. — Chamäde (frz. sch ꝛc.), f.; 0: Zeichen,
das Belagerte durch Rufen (vgl. Chiamata),
bes. aber mit Trommeln u. Trompeten geben, wenn
sie parlamentieren wollen: Die Trommel schlägt
Ch., ergeben muß die Festung sich auf Gnade. West
Diana 3, 5 rc., allch: Schamade schlagen. /ISchröder
Samml. 4, 1, 3 2c. — Cham-aizelos (gr.), m.,
uv.; Eloi: Art niedriger Sitzbank 2c., vgl. (wohl
nur Drckf.): Chamauhälos. Weiss Kost. 1, 889.
lanke, vgl. Trogloryt). — Chamäle-on (gr.
Kam 2c.), m., n.; —s; —, öne: „Erdlöwe“, eine
Schuppeneidechse, bes. merkwürdig durch ihren
Farbenwechsel u. danach auch übrtr.: Der Cb.
Brockes 9, 294; 1, 542; lSie wandelt] Cb-e, wie sie
will. B. 57b; Zwel lebendige Ch-e. . Das Ch. hondler
KltAs. 1, 80; Bald dunkel u. bald helle, wie der Ch.
G. 2, 207; Welch ein wandelbarer Ch. bist du! 6,
341; 9, 53; Aus der Quassia das weiße, flussige Ch.
darzustellen. 40, 28, die den Farbenwechsel darstellende
Substanz; Das mineralische Ch., welches eig.
ein Braunstetnoryd enthält. .. Streut man es in Wasser,
so zelgt sich . dje grüne Farbe; aber sie verwandelt sich
sogleich in . Purpurfarbe. 37, 181 (vgl. Mitscherlich
2, 213); Ein luftiger Ch. lebt er von der Luft. H. 8,
380; Man nennt daher einen Menschen, welcher seine
Meinung beliebig nach seinem Vortheil ändert, ein Ch.
Oken 6, 645; Daß der Ch. die Farbe des Ggstdes annehme,
der ihm der nächste ist. w. 3, 89; 25, 175 2c.;
Seine wechselvolle Ch.-Natur. Ring Verl. Sschl. 2,
91 2c. önisch, a.: chamäleonartig. Wolimann
Mem. 2, 30 ꝛe., häufiger: Die chamäleöntische
Stadt (Parisl. Schwegler (17) 555 c. — Chamär
(ar.), m., —#; —: Wein. — Chamärt)-e (fri.
scham 2e.), f.; —n: verbrämter poln. Rock (vgl.
Samarie, Simarre). -keren, tr.: verbrämen: Von
„ schamarirten“ Kleidern. Prutz Holb. 138 rc.; In gruner,
mit Gold u. Silber verchamarierter Kleidung.
CRutz Nat. 163 2c. -Ure, f.; —n: Verbrämung.
— Chambellan (frz. schangbelläng), m., —8; —:
Kämmerling. — Chamber (engl. tschember), f.;
—6 : Kammer, z. B.: Ein Theefervice, das seinen
Platz in der berühmten Schreckenskammer, der Ch. of
lowl hörrors, verdient hätte, welche bei der ersten Grünrung
des Londoner Industriemussums zum Schrecken der
Fabrikanten elngerichtet wurde. Nat 3. 20, 435 2c.
lain (□—lin), m., —s; —s: Kämmerling, z. B.
als hohe Würde in England (vor den Dukes):
Der Lord Ch. of her Majesty's lmädshestis) household
lhönsehold] rc. — Thambertin (frz. schangberteng),
m., —6; —#: Art rother Burgunder (nach dem
gleichnamigen Ort). Sousbl. (66) 4, 180; Temme
Thampagner 195
KrN. 8, 82 2c. — Chambira, f.; —#: Art Palme:
Die dortige Ch., aus deren Blättern harte Fäden gezogen
werden, um sehr dauerhafte Hängematten daraus
zu bereiten. Ausld. 30, 1235a. — Chambree (iz.
schängbr), f.; —#: Kammer (3. B. auch der Volksvertreter);
Zimmer: Ch. ardente lardängt'], ein
Gerichtshof, der zum Feuertod verurtheilte 2c.;
Ch. garnis, möbliertes Zimmer, zum Vermiethen
(l. u.); Sie wohnt Ch. garnie. Spielhagen Pr. 8, 10;
Da ich Ch—s garnies genommen. 66 re.; Ch. introuvable
ss. d., engtruwäb'l!, Spottname der 1815—16
in Frankreich tagenden Kammer. Uat 3#. 21, 60 2c.;
Femme (s. d.) de ch.; Pot (s. d.) de ch. ꝛt.
hgarnist, m., -en, —; -—en: Bewohner einer
Chambre garnie (s. o.), Zimmerherr (in Ostreich).
-iee □□är), f.—n; —s: Kammermädchen: Abricht-Peilsche
der Bereiter ꝛe. -####### intr. (haben):
Stubenkameraden sein. — Chamdest (türk.), m.,
—6 : —#, —e: Pfuscher. Hommer 10, 312. — TChamille:
s. Kamille. — Thamiss (türk.), f.; uv.:
Heeresabtheilung aus „funf“ Theilen (s. Cbemsin),
aus Centrum, beiden Flügeln, Vor= u. Nachtrab
— Harar. — Thamit: 1) (gr.)m., -en, —; -eln):
versteinerte Gienmuschel. — 2) s. Ham 2, auch:
ch-isch. — Chamois (fsrz. schameä), a.: „gemsfarben“,
hellgelb (s. sämisch). — Chamoliöiĩt (gr.),
n., —en; —en: Herodot nennt sie Kekryrber od. Ch-en
(Verborgne u. in der Erde Wohnende). Kohl Südr. 1,
159 (s. Semlanka). — Chamör (hebr.), m., uv.;
—im: Esel, vgl. Hammar; Himar. — Chamos:
s. Kamos. — Thamötte, Charmötte (frz. Sch-),
f.; —: -: ein Pulver, das durch äußerst scharfes
Brennen u. nachheriges Stampfen von Thon erhalten
wird, zu feuerfesten Ggsten 2c.: Cement von
gebranntem Lenner Thon (. Scharmotte"). Karmarsch 3,
130; Der Zufatz von hartgebranntem u. nachher gestampftem
Thon (. Schamotte"). 508; Mit Zufatz von
„Charmotte"“. M. 2, 912; Fenerfesten Thon („Charmotte").
Milscherlich 22, 59; Winrofen aus Eisenblech,
welchen man inwendig stark mit „Charmotte" ausfüttert.
323; Mit gerulverten Porcellankapselscherben (. Chamotte").
Prechil 10, 113; Das Ausfüllen der Fundamente
mit „Chamotten“. Uat#3#. 19, 138, vgl.
(Drckf.): Die Pfeiler aus Kalksteinen aufgeführt, inwendig
mit „Clamotten"“ (kleinen Steinen) ausgefüllt.
136 (auch Volksz. 14, 69); „Chamotte“, eine zusammengesetzte
Masse ., aus welcher Ziegel für solche
Ofen angefertigt werden, die elnen fehr hohen Hitzegrad
anshalten müssen, ohne zu schmelzen („„Chamotte-Ziegel').
Scheuchensturl 50; Feuerfeste Manersteine,
„Charmottesteine". Karmarsch M. 2, 912. — Champ
(frz. sching), n., —s; —s: Feld: Ch. de bateille
(batäljI, Schlachtfeld; Ch. de fédération (federaßjöng!,
Bundesfeld; Ch. de mai lmäl, Mai-Feld; Ch. de
Märs, Mars= (s. d.) Feld u. Ch. de mars lmärl,
März= (s. d.) Feld 2c.; Ch—s élysées lschang selisek,
elysäische (s. d.) Gefilde, auch: eine Gegend in
Paris; Ch. levé (s. d.) 2c. — Champagner
(schampänjer), m., —6; uv.: (urspr.) Wein aus der
Champagne in Frankreich, nam. der moussierende,
u. so verallgemeint für Schaumwein (vgl. Sekt).
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