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Anhang.
Kennzeichen des Todes.
Die wichtigsten Lebensäußerungen — Atmen, Herzschlag und Gefühl — haben auf-
gehört: Von Atemholen, Herzschlag und Puls (beim Lebenden am Halse, an den Schläfen
und an der Innenseite der Vorderarme dicht oberhalb der Handgelenke fühlbar) kann
keine Spur mehr wahrgenommen werden und der Körper ist gegen jede Berührung
unempfindlich. Auch wird durch Anrufen oder eine sonstige Anregung eine Änderung in
den Gesichtszügen oder irgend eine andere Bewegung des Körpers nicht veranlaßt.
Kurze Zeit nach dem Tode sind die Glieder schlaff, das Gesicht wie auch der übrige
Körper erscheinen bleich, die Wangen und Schläfen eingefallen, die Nase und das Kinn
spitz. Die Haut fühlt sich kalt an, und zwar erkalten in der Regel zuerst Gesicht, Hals
und Glieder und danach Brust und Unterleib.
Die auseinander gezogenen Augenlider schließen sich nicht wieder, die Augen selbst
sind gebrochen, zurückgesunken.
Der Mund steht offen und der Unterkiefer sinkt, wenn er an den Oberkiefer angedrückt
wird, wieder herab.
Die fleischigen Teile, mit denen der Körper aufliegt, namentlich die Hinterbacken
und die obere Rückengegend, zeigen sich platt gedrückt.
An verschiedenen Stellen des Körpers, insbesondere am Rücken, Gesäß und der hinteren
Fläche der Oberschenkel werden verwaschene blaurote Flecken (Totenflecken) sichtbar.
Einige Stunden nach erfolgtem Tode beginnen die Augen sich zu trüben und glanzlos
zu werden und tritt die sogenannte Leichenstarre ein; der Körper wird dann steif, starr,
die Glieder lassen sich in den Gelenken nicht oder nur wenig biegen, und die Muskeln
fühlen sich derb und fest an.
Von diesen Erscheinungen ist jedoch keine für sich allein ein sicheres Zeichen des
Todes, sondern nur dann, wenn sie sämtlich oder wenigstens die meisten derselben vor-
handen sind, kann mit größter Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß der Tod ein-
getreten ist und es sich nicht um Scheintod handelt.
Die einzig sicheren Zeichen des wirklich erfolgten Todes sind die Zeichen der Fäulnis,
welche je nach der Körperbeschaffenheit des Verstorbenen, der Art der dem Tode voraus-
gegangenen Krankheit, den Witterungsverhältnissen usw. früher oder später, in der Regel