Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

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Dover  von  einem  Unterseeboot
beschossen.

1!.  WIB.  London,  16.  2.  (Amtlich.)  Ein
feinbliches  Tauchboot  eröffnete  heute  morgens
um  12.10  Uhr  das  Feuer  auf  Dover  and  verschoh
  ungefähr  30  Granaten  in  3  bis  4
Minuten.  Ein  Kind  wurde  getötet.  drei  Männer,
  eine  Frau  und  drei  Kinder  wurden  verwundet.
  „Einige  Häuser  wurden  nicht  ernstlich
beschädin

Waos  Fo.  englische  Aomiralitä!t
berichtel.
London,  15.  Die  Admiralilät  teilt
mit:  Ein  schneller  Srr  wurde  von  ciner
Flottille  von  großen  feindlichen  Jerstörern
heute  früh  auf  unere  Patronillenktreitträste  in
der  Straße  von  Dover  unternommen.  Ein
Fischdampfer  (Trawler)  und  sieben  andere  Fischerfahrzeuxe
  (Drifter),  die  auf  ein  UBorSt
Jagd  machten,  wurden  versenl:.  Die  feindiichen
  Zerstörer  kehrten  sehnell  nr  6  Norden  z#urück,
  bevor  unsere  Kräfte  den  Kampf  mit  ih.
nen  raufuehmen  konnten.
(Das  war  noch  immer  so:
L  Bull  etwas  unsanft  r*

Jedesmal,  wenn
chverüttell  wurde,

des  Papfles,  ein  Gold-  und  Mosaikmedaillon,

aus  kostbaren  Steinen,  das  ein  Marienbild  darstellt;
  sodann  brachte  Migr.  Parelli  dem  Königspaar
  in  einer  Ansprach:  die  Glückwünsche

des  diplomatischen  Korps  zum  Ausdruck.  Hilr#

schimpfte  er  gewaltig  über  sch  Ruleestörer,  die  s

nicht  abwarten  wollten,  bis  er  sich  den*  Schlef
aus  den  Augen  gerieben  hatte.  An  dieser  sfnstematischen
  Gewohnheit  haben  weder  die  em
pörten  Neden  im  en  Uischen  Unterhaus,  noch
die  „iungen  Männer“  in  der  britischen  Admiralität
  und  im  W-  etwas  zu  ändern
  vermocht.  D.  ed

Wgemeines  vom  Krieg.

Geheime  Verhandlungen
in  der  Schwei  35
Bern.  16.  2.  Die  „Sentinelle“
ernsthafter  Qucile  ersalbren,  daß  im  Belleouc-Palace
  in  Vern  zwischen  zwei  Gruppen
von  Kriep  führ  enden,  die  das  Blatt  augenblicklich
  nichl  nennen  will,  geheime  Verhan
  dlungen  stattfinden.

Voliäische  Annoschan.

Die  preußische  Wahlresoim.
Beilin.  17.  2.  Wie  das  „Verliner  Taheblalt“
  btt.  ha#  der  AM#z-lant:  Fg  von  Paner
in  den  Veisrech,nn  t  den  Varteiführern

 

 

der  Linken  die  Kusich  rung  *  olt.  alles
daransetze:  zu  mr  ollen,  ur  n  2  *  eiche

Wallrech:  in
verlautet,  dan
Nerfaliunase:
zwar  sollen
und  eini  „
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ierert#r  den

erireter  im
(Grohben  Hauptquartier.
Am  Don  nerstag  wutde  dem  Verbandssekretär
Dr.  Fleiicher  und  Reichetaasabg.  Koßmann
als  Verireter  des  Verdandes  der  latk.  Arbestervereine
  Sin  Berlin)  Gelngen#  zu  einer
eingehenden  Aussprache  p##t  der  Obersten
Seere?  rltung  im  Groben  H#nuntanarti2#  gebo

 

will  ous

:  Tollkirschenwurzel.
der  Transport  ein:s  D#ienmannes  am

—

auf  übergaben  die  übrigen  erschienenen  Geandten
  dem  Königspaar  Glückwunschschreiben
und  Geschenke  ihrer  Herrscher.  Nach  diesem
Empfang,  dem  auch  der  Slaateminister  des
Kal.  Hauses  und  des  Acußern  von  Dandk  beiwohnte,
  wurden  die  Kgl.  Palastdamen,  die
Derite  Hoschargen,  der  Generalintendant  der

Theater,  die  Generaladjutanten  des  Kö-.
  der  Chef  des  Geheimkabinctts  Graf  von
Spreti,  Generalleutnant  Frhr.  von  Keßling
mit  den  Oberoifi  zieren  der  Leibgarde  der  Harkschiere,
  sowie  die  Flügeladj##tanten  des  Könt  95
vom  Königspaar  zur  Entgegennahme  ihrer
Glückwünsche  empfangen.  Sodann  brachten  die
sämtlichen  Staatsminister  ihre  Glückwunsche  dar,
webei  Staatemmister  von  Dandl  die  Anspra:
che  an  das  Königspaar  hielt  und  namens  z#ller
  Stagateminister  sowie  des  gesamten  roßen
Hofdienftes  eine  Stiftun.  Fsurkunde  zu  einem
Stein#runnen  für  den  Schloßgarten  in  Leutstetten
  überreichte.

Eintragung  in  die  Abelsmatrikel.
In  die  Adelsmatrikel  wurden  eingetragen  für
ibre  Person  als  Nitter  des  Kgl.  Militär-Mar-Joseph-Ordens
  bei  der  Ritterklasse  am  12.
Februar  1918  der  Oberleutnant  der  Reserve
eines  Res.-Feld-Art.-Regts.  Otlmar  Rüiter  von
Reich  und  der  Maor  und  Bataillonsführer  in
einem  Res.  Inf-  Ren.  Albdert  Ritter  v.  Bedh.

muncheuer  Neuigleiten
München.  17.  Februar.

Brand.  Am  16.  Februar  nachm.  ist  das
große  Sägewert  von  Karl  Heller  an  der
Schäftlarn  Straße  zum  größten  Teile  niedergebrannt.
  Der  Brandschaden  dürste  ctwa  Mark
100  000  betragen.  Die  Entstehungsurfache  des
Brandes  ist  unbekannt.
Eisenbahnunfälle.  Bei  einem  Rangeermanörer
  des  Güterzuges  2331  in  der  Station
Olching  wurde  vorgestern  nacht  vom  Schnellzug
  d3  der  Aurhil'sbremser,  Soldat  Mar
aus  Auesburg  übersalren  und  sofert  getötet.
Am  Seometaß  aben?"  nach  8  Uhr  srieß  der
um  8.05  Uhr  jällige  Nahpersonenzug  von
Dachau  unmeiit  der  Donnersbergerbrücke  auf
einen  sileckengeblielenen  Leerwagengüter  siuck
auf.  Die  letzten  lieben  Wagen  wurden  aufeinander
  gewe#rsen  und  stark  beschädigt.  Beide
(Gleise  der  Dpelbahn  waren  gesperrt.  Vom
Mahpersonenn:)  hat  n#ur  die  Lekomotive  vorne
Zchaden  genommen.  Zwei  Nall:  nde  erlitten  gewna#ügige
  Verl  gungen.  Ter  Verkehr  wurde

 
 
 

 
 

 

   

durch  Umparkiere  n  öbei  de  E  Donnersbergerbrücke
Gufrechterhalten.  Doppelbahnbetrieb  ist  heute
wieder  durch3  Ffübtn.  Untersuchung  ist  eingeleitet.



 

Grenzlande.

I(UFstein,  16.  2.  Vargiftung  durch
Dieser  Tage  erregt:
Unteren
Da  der  Mann  über  und

Die

Stadtplatz  Aufsehen.  1

über  mit  Schmutz  bedeckt  wir  und  von  dem  Siten.

  Sie  üersichren  (Heuer#!  Ludenderff  der

se  und  der  gewissenhaften
tu  r-  amisierten  Arbeiter
zum  Auedruck.
*  2  urn  nde  Veri  fländuhegrun
  id  0  F.  25i
—  Oknnnlleld

Inpcstplioslzk
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und  En:-  Jßonrolinen  inte  be-  22
derungen  rrbe'temen  #0

  

 

  
  
 

marschal  ron  Oimde#n#ur:  —  igt;  sig,  ihre

E  5  zuni  ei

le  des  bedrouten  Viter-  undes  'raitroll  fortzusetzen.


Flugblatter  äbereein

meuen  Streil.
**  Rerlin,  iy.  rinat.)  Oer  Deutsche
  Metollarbeiterrere##  berof-  entlichn  im
„  Vorwärte“  nachnehenden  Aufrat:  „In  den
letzten  Tagen  wurden  wede  ".  Flugylfatter
in  den  Beireben  der  Mot  lliend#:  #ie  Verlins

vertleill,  in  donen  vom  uein  ri-  Rede  iis.
Auch  werden  iu  ker  bekannten  Weise  die  Gewerkschafteleitunn-
  angepbrl.  Wir  ersuchen

unsere  Mutglieder,  diesen  Klugblärtern  feine
Beachtung  zu  schenken  und  sich  auch  von  jeder
Verteilung  dicsr  Flugblalter  sernzhalten.
Diese  Flunblatier  komm'#n  von  unbelannter
und  unverantwerticher  Stelle  uno  sind  geeignet,
  uns  Hroln  T  ,1d-n  3-z«n«1(n«

Sols  nnd  hersonalnnchrichter.

ünchen.  17.  Februar.
Die  Feier  der  goldenen  Hochzeit
des  Königoepaares  hat  gestern  mit  der
Erôffnung  der  Empfänge  begonmen.  Von  -  10
Uhr  ab  erscht  enen  ner  pänuliche  Nuntius  Migr.
Pocelli,  sowmie  di  Gesandten  von  Preufen,
Wäürttember  3,  Sasfen  und  Baven  und  Oeterreich-Ungern
  mit  ilren  Gemahlinnen  und  dem
Gesandtschafte  personal  in  der  Residenz,  wo  sie
durch  den  Lberszeremonienmeister  Grafen  Moy
zu  den  Mejefläten  g  lzitet  wierden.  Oer  päp##tliche
  Nuntius,  als  Dayen  des  diplomanschen
Korps,  übermttelte  zunächit  die  Glückwüncche
und  den  Segen  des  Papstes  und  überreichte

der  Friedenabotscheit  aus

 

Ckwillian
Tochler.

derbeitswachmann  fön:  lich  getragen  werden
muß:e,  weil  er  sich  icht  auf  Keu  Beinen  zu  ihalleu
  vermocht#.  gleant  *l  man.  er  hätte  sich  amäßlich
Nafl.  nd  einen  Friedensrausch
  angetrunten.  In  Wirklichkeit  lag  uber
eine  Veraistung  der?n  den  Genuß  von  gedörrten
Tolllirschemw#m#.  Lar,  die  der  Monn  unmissenllich
  el-  „an.  aleisatz“  verwendele.  Bald  darmuich
  eiam  er  Wutansälle,  so  daß  man  die  (Peb
  zeizief.  de  ihn  ins  st  lädtiich:  Kranienhaus  schaifie
  Dort  lonnte  er  nach  ofpriige  Jer  ärztlicher  Belandlung
  bea  nch'ten  Tage  wieder  entlasien
  werden.

ven  der  Grenze,  16.  2.  Staublawinec.
Iu  St.  Ulrich  am  Pillerĩee  zogen  die  beiden

Nauern  von  Jagoler  #n5  Schartinial  aus
dem  Tal  *  herab.  Plötlich  überraschte  sie
eine  furchtdere  Staublawine.  Ein  Begleiter  ent
lam  noch.  Abends  wurden  beide  Bauern  tet
ausgegraben.  der  eine  lag  drei  Meter,  der  andere
  sieben  Meter  unter  dem  Schnee.  Georg
Mrlllinger  ist.  Giilsenoater  von  16  Kindern,
davon  12  am  Leden,  das  17.  in  Erwartung.
Obvaller  hinterläßt  3  erwachsene

Bmwerisches  Oberland.

Vad  Aibling,  16.  2.  Besitzwechsel.  Das
Höhel  Anwesen  nächst  dem  Marmorwerk  wurde
durch  Kauf  Eigentum  von  Frau  Frieda  Greiner

 

hier

palling.  16.  2.  Die  raufenden  Bundesbrüder.
  Beim  Bekanntwerden  des  Friedensschlusses
  mit  der  Ukraine  und  der  Been.
digung  des  Kriegezustandes  mit  Rußland  ge
rieten  die  hies.  russ.  Kriegsgesangenen  in  große
Freude,  was  den  Aerger  der  franz.  Gefanzenen
erregt:,  worauf  schlienlich  die  Friedensfeier  mit
einer  regelrechten  Prüzelei  zwischen  den  „Ver-Lündeten“
  endete.

Allesbach,  16.  2.  Riesige  Biehpreise.
Beim  letzten  Zuchtoiehmarkt  dahier  wurden  von
179  zugetriebenen  Zuchtstieren  59  prämiert  und

Wit  einem  Handschreiben  zugleich  ein  Geschenk  mit  hohen  Geldpreilen  broachti  Ha  wurden  per- 



kauft,  darunter  der  wertvollste  Stier  des  bekannten
  Viehzüchters  Josef  Hengler,  Bauer  in
Hinteröd,  Gemeinde  Reichersdorf.  Dieser  pach.
stier  ist  13  Monat;  alt  und  Lostete  2500  |Mark.
Herr  Hencler  verraufte  uech  zwei  s.  Ibst  aezuchtete
Zuchtstiere  um  über  3300  Nrre  scdaß  dieser  belanmte
  Biehzüchter  von  Neicher  dorf  rund  6000
Mark  vereimahmte.  Insgesamt  dürfte  die
Summe  von  130  000  Mark  sfür  die  82  verkauften
Juchtitiere  von  den  Viehzüchtern  im  Miesbacher
Landl  vereinnahmt  worden  sein.

Lokalnachrichten.
Rosenheim,  18.  Febr.

Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Oberlolomotir
  führer  Robert  Troidl  vön  hier,  in  einem
  Masch.-Amt  im  Westen,  wurde  mit  dem
bayer.  Mllitärrerdien#ekrenz  3.  Kl.  mit  Schwertern
  und  Krone  ausaez#ichnet.  —  Der  Maschinensabrikanten-sohn
  Franz  Konrad  ir.  von  hier,
weicher  seit  über  einem  Jahre  lei  einem  Matrosenregiment
  diet  und  dem  Stobtrupo  zug:-=kri
  I#t  ist,  hat  für  besondere  Leistung  kei  elner

Kampspatronille  das  Eiserne  Kreuz  2.  Kl.
erhalten  und  ist  gleichzeitig  zum  Obermatrofen
und  Offizierespiranten  befaordert  worden.  —
Mit  dem  Eisenen  Krenz  2.  Kl.  wurde  ausgegeichnet
  der  Felohilfsarzt  Jakob  Haas.  Der  Militärverdienn#orden
  wurde  ihm  früher  schu  verliehen.
  Er  ist  der  Sohn  der  Steinmetzmeisterswitme
  Therese  Haas.  Ihr  ällester  Sohn  ist
schon  bt  August  1914  in  französischer  Gesangen


Förverung.  Der  Unterokffizier  Kenrad
  Killer  bei  einer  Schei  nwerferableilung,
Sohn  der  Gasthe  ufbesitzerewitu##e  Killer  von  hier,
wurde  wegen  seines  tapseren  und  umsichtigen
Verhalten=  vor  dem  Feinde  zum  Vizewachtmeister
  besördert.  Das  E  serne  Kreuz  2.  Klasse  e  hat
sich  derselbe  schon  srũher  erworben.

Justizdienst.  Vom  K.  Staateministerium
der  Juftiz  wuroe  der  Gerichtsassiftent  bei  dem
Landgerichte  Tiaunein.  Militäranwärter  Heinrich
  Rotkh.  zum  Expediter  der  Staatsanwaltschaft
  bei  dem  Wesich  e  Fürth  in  etatsmäßiger
  Weise  besördert.

Finanzdiecust.  Der  Rentamtmann  Karl
Lucas  von  ebersberg.  wurde  seinem  Ansuchen
entsprechend  auf  die  Siell:  des  Rontamtmanns
und  Kassenabteilun  isvorstandes  bei  dem  Stadt.
#emamne  München  1  in  ctatemäkider  Weise  ver.
elt

Oberbayer.  Schuldienst.  Neu  ernannt
wurde  zur  Helfslehrerin  die  Volksschulamtsbewerberin
  Hedwig  Schweinberzer  von  Traunstein
  in  Groöhartpemm  ug,  BA.  Miesbach.  Versetzt:
  die  Schulverweserin  Anng  Heimöucher  in
Grofhertpenn-  n,  BA.  Mieskach,  di:  Hilfelehrerin
  Viktoria  Müller  in  Kirchasch,  Bez.-A.
Erding,  nach  Gricsstätt,  B.  Wasserdurg:  auf
Ansuchen  entlassen:  die  Hilfelehrerin  Nosa  Riedl
von  Griesstätt.  BA.  Wasserourg;  die  Schulverweserin
  Maria  Jocher  von  Föchmmz,  BA.  Miesach


 

Po  litischer  Feiertag  am  Mittwoch.
Der  König  hat  angerrduit,  daß  der  Tag  seines
  goldenen  Hochziitsfestes,  der  20.  Februar,
als  politischer  Feiertag  gefeiert  werde.

Ehrung.  Eine  besondere  Ehrung  wurde
Herrn  Privetier  Simon  Haas  dah'er  anläsflch
seines  30.  Geburtefestes  zuteil.  Der  Ausschuß
des  Kampfacnossen,  und  Beteranenvereins
überbrachte  gestern  nachmittags  dem  Jubilar
in  seiner  Wohnung  eine  vom  Herrn  Mulermeister
  Zierer  kunstroll  verfsertigte  Ehrentasel.
Der  Odberrfä  #zeroereen  Rosenheim  einmute
Hrn.  H#as  als  Senior  des  Nereins  zum  Ehrenmit#liede
  und  überreichte  ihm  eine  künstlerisch,

cgefül  rte  Ehrenurtunde  nebst  einem  schönen
Blumentt  rauf.  Die  Feldzugesoldaten  ließen
durch  ihren  1.  Vorstand  die  herzlichste  Gratula-  



tion  ülerbr-  ingen.  Auch  andere  Freunde  und
Gönner  fanden  sich  ein,  den  Jubilar  zu  diesem
  seltenen  Feste  zu  begläckwünschen.  Herr

Haas,  der  durch  dies:  A:  Ifmerlsamteiten  rdin

überrascht  war,  dankie  den  Ersch'enenen  und  ein
fams  liäres  Beisamme:  nsein  beschoß  diese  seltene
  Feier.

Professor  August  Bauer  F.  Aus
Würzkurg  wird  uns  mitgcteilt,  daß  der  mehrere
Jahre  in  Rosenheim  tätige  Professor  August
Bauer  im  Main  ertrunken  ist.  Bald  nach  seiner
Versetzung  in  die  Pfalz.  die  vor  einlpaar!Jahren
erfolgte,  zeigten  sich  bei  ihm  Spuren  von  rübsinn.
  In  einem  solchen  Anfall  scheint  Professor
Bauer  in  Würzburg,  wo  er  sich  in  Eörzllicher  Behandlung
  besand,  den  Tod  im  Mainfluß  gesucht
und  gefunden  zu  haben.  Das  Bedauern  um  das
Hinscheiden  des  tüchtigen  Pädagogen  und  liebenswürdigen
  Menschen  ift  hier  grohß  und  allgemein.


Lebens  mittelversorgung.  Ab  Mon
tag  ist  gegen  Bezugsmarle  2  Malzlaffee  und
Kaffee-Ersatz  erhältlich.  Bis  einschließlich  Mittwoch
  können  mit  Bestellmarke  3  Suppeneinlagen
  bellellt  werden.  Dienstag  und  Mittwoch

wird  im  Keller  der  Thallerbrauerei  Weißlohlsauerkraut

  abgegeben.  In  den  Feinlostgeschästen
  Huber.  Rauscher  und  Kronberger
  ist  geraucherter  Aal  erhältlich.  Vorbehalt.

lich  rechlzeitigen  Eintressens  unterwegs  besindlicher

  Sendungen  lommt  am  Donnerslag  nachmittag
  und  Freitag  Li  imburge  erläse  zur  Atgabe.
Eiec=  und  Fetlabgabe  wie  in  der  woch.,
Städt.  Verkaufsstelle  im  Sa.
lade#n.  Die  Abgabe  von  Spezereiwaren  an  die

 

Anstalten  und  Gastwirte  fn  n  morgen,  2
tag,  von  2  bis  3  Uhr,  statt.

Kriegstenerungsbeihs  fen.  *'  ch
dem  11.  Februar  eingewiesenen  Kriegsteuerungsbeihilfen
  der  Witwen  und  Waisen  des
Bahnpersonals  können  nunmehr  lei  De#  Stationslasse
  Resenheim  auf  Grund  der  Zahharten
  abgehoben  werden.

Franz  Bugos  Erperimentalvor—
trag.  Daß  den  Nosenheimern  nach  langer  Jeit
wieder  einmal  Gelegenheit  geboten  war,  einem

Zauber=  und  Erpersimentalvortrag  beizuwohnen,

wurde  allgemein  begrüstt.  Der  Vorführende.
Herr  Franz  Hugo  kann  sich  31  seinem  Erfein:
beolückwünschen,  dern  ein  ausversanftes  Haus
war  ihm  beschieden  .  Anfangend  bei  scheinbar
leichteren  Tricks  wie  Li  cht  und  Tuch  auf  Meisen.
dem  sensationellen  Sdui,  Woobei  durch  einemn
solchen  ein  Becher  Grieß  sich  in  llares  Wasseumwandelte,
  dem  Tackwunder  und  dem  geheim
niorollen  Würfel.  gin  Herr  Higo  auf  sein  ###
eigenstes  Gebiet,  darv  Gedankewesen,  ürer.  Wa-,
der  Künftler  un#  in  diesen  Exper  menten  ronsübrte,
  ift  in  unerreichbarer  Vollendung.  Hug
fühlt  die  Gedanken  und  läßt  sich  pen  den  Gedan
len  anderer  leiten.  Im  drikten  Teil  konnlen  wir
Einblick  tun  in  die  dunslen  Gedankengänge  de:
Spiritismus  mit  aleinen  geheimnisrorlen  Wir
lungen.  Großen  Veifall  brachte  die  letzte  .
mer  „die  elektrist-  erenden  Kergen  und  Slü
Wie  sie  wackelten,  dicse  beiden'“  sungen  Medium,
als  ste  die  Kerzen  festhalten  oder  sich  auf  sdi-Stülle
  sehen.  wollten,  diewell  Ou  0  den  Str-  omn
einschaltete.  Es  war  einfach  köhlich.  alles  w#a
kelte,  selbst  die  Lachmuskeln  der  Zushaner.  j.
Deffentliche  Versammlung  des  so
dialdemofratischen  AUereins  Rosenhe
  im.  Der  frz.  Verein  hieit  gestern  nachmittag
3  Uhr  im  Sterngarlen  eine  offenisiche  Versammlung
  ab.  in  der  der  Landtandabg#o#u
Timm  aus  München  über  die  nenen  Jieie  der
S-Fialdemokratie  jetzt  und  nach  dem  Kreegr
sprach.  Der  Redner  rerbreitet:  sich  in  lämeren
Waftorungen  über  die  polit'schen  Vewerungen
der  einzeilnen  Parteien;  daber  vorurt.  i#lte  cr  schari
die  Treibereien  der  Allden  ischen  und  der  Voter.
landspartei,  deren  Ziel  es  sei,  zersplitterung
in  die  Reihen  der  Arbeiterf  chaft  31  tragen.  Aed
ner  streifte  dann  die  Frage  der  preun  sa  n  Wal#
rechtereform,  dabei  b#tonend,  daß  diese  jetzt  einr
deutsche  Frage  geworden  sei.  Ferner  irat  Redner
für  Abschaffung  der  Gehzim#dipiomatie  und  da-Mitkestimmungerechts
  der  Vollsveriret:  na,  ũber
Krieg  und  Frieden  ein.  Redner  sprach  sich  Lann
noch  über  einen  Verständiaun  gefrieden  aus,  le
rülrte  die  wirischastiichen  #icle  nach  dem  Kriege.
wie  Verserguna  der  Kriegeinraiden.  Schuß
zollpolitik.  Wol  nungöfinsorge,  Arbeitslosenun
lerstütung,  Aufnahme  der  Handeloberehungen
mit  dem  Auslande,  Verteilung  der  Rohltoffe
Bei  der  Deckung  der  Staateschulden  sei  es  Aus
gabe  der  Sozialdemokratie,  dahn  31  wirlen.
daß  auch  die  Kreise,  die  am  Krieg  ungel#ure
Summen  verdient  hälten,  zur  Tragung  der
Schulden  herangezogen  werden  durch  Einfüb
rung  der  Vermögenesteuer,  Monopolisierung  der
Riesenbetriele  wie  Bergbau,  Rüfstungeindustrie
und  Versicherungswesen.  Neduer  trat  zum
Schlusse  für  einen  Verständigungofri  eden  ohne
Amexrionen  und  Entschädigunden  en  und  fand
lebhaften  Beifall.
Zur  Festvorstellung  nächsten  Mittwoch,.
  Mehr  als  in  gesegneten  Fricdenszeiten
erlemit  im  4.  Kriegswinter  das  deutsche  Volk  die
Notwendigkeit  und  die  hohe  Kulturensgabe  des
Theaters;  hat  doch  unser  glorreicher  Kaiser  selbit
t  einer  seiner  berühmten  Reden  jedem  Monar
chen  zur  Pflicht  gemacht,  sich  die  Pflege  des  Theaters
  besonders  angeoeihen  zu  laßfen.  Gleich  der
Kirche  und  Schule  sei  auch  bas  Theater  ein
Bildungs  faktor  des  Valkes,  der  leine  Ideale
heben  und  fördern  muß.  (Hiebei  ist  natürlch
nicht  an  das  Geschäfts=  oder  seichte  Possemheater
  gedacht!)  NRach  harter  Tagevarbett  durch  die
Worte  des  Dichters  aus  dem  Munde  des  Künst#
lers  eimmal  für  einige  Stunden  alle  Sorge  und
(Kümmernis  vergessen,  in  einer  höheren  Wn
leben  oder  durch  urwüchsigen  gesunden  Hun
alle  Grillen  verschzuchen  ist  dem  Kulturmenschen
Bedürfnis  geworden.  Freilich  werden  nicht  alle
Künftler  dieser  idealen  Forderung  gerecht.  Mara-Feldern-Förster
  aber  gehört  zu  den  idealsten
Priesterinnen  der  Kunst  am  deutschen  Theaterhimmel.
  Die  Wucht  ihrer  dramatischen  Gestal.
tung  wirkt  erschütternd;  aber  auch  unverfälschler
Humor  aus  dem  Füllhorn  ihres  reichen  Geniemacht
  selbst  die  Griesgrämigsten  lachen.  —  Der
Vorverkauf  für  das  Gastspiel  dieser  Künstlerin
anläßlich  der  Festvonstellung  nächsten  Mittwoch
hat  Herr  Kaufmam  Mulzer  übernommen.
Altpapiersammlung.  Morgen,  Dienstag,
  den  19.  ommen  von  früh  8  Ullr#  dic  kungen
  Sammler  der  höheren  Klassen  der  Knabenschule
  in  die  Hänser,  um  das  bereitgelegte  Al.
papier  abzuholen.  Da  die  Sammiung  ven  Huus
zu  Haus  geht  ist  es  nicht  möglich.  ieselbe  an
einent  Tage  abzuschließen.  Das  Ortssammelkamitee
  ersucht  daher  alle  die  jeui  zen  Familien.
die  Altpapier  abgeben  wollen,  und  bei  denen  soie
Sammler  am  ersten  Tage  nicht  mehr  vorspre
chen  konnten,  das  Papier  #  zu  den  folgenden
Sammeltagen,  die  w#ch  in  dieser,  eventuell  in
nächster  Woche  statlfinden,  kanin  aufzuhebs).
Sollte  ader  irgend  jemand  bei  der  Sammlung
Übersehen  worden  sein,  so  wird  gebeten,  das  klllpapier
  beim  Roten  Kreuz,  Sedauftr.  9.1  zir