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lich anderen Kurs in der Außenpolitik wohl
nicht einschlagen. Die Hauptsache ist, daß Venizelos
selbst nach wie vor ausgeschaltet bleibt.
die wirtschafkiiche Verdinduns mil
dem Baillau.
Es ist bemerkenswert, zu hören, wie die wertschaftlichen
Aussichten, die sich Deutschland und
seinen Waffenbrüdern durch die neu geschaffene
Verbindung mit dem Osmanenreich eröffnet haben,
von der Presse in nentralen Ländern beurteilt
werden. Die „3. Jüricher Itg.“ äußert
sich hierüber in folgendem Sinne:
Der Vorstoß nach Westen gab den Deutschen
eine Art Kohlenmonopol, während er England
die Versorgung der Verbündeten aufbürdete.
Der nach Osten löste des Getreideproblem durch
die Umgestaltung des russischen Bodens hinter
der Front zur Kornkammer für 1916. Der
Stoß gegen den Orient aber eröffuet verschlossene
Produktionsgebiete. Militärisch war die
Möglichkeit der Munitionszufuhr nach der Türkei
von Bedeutung, wirtschaftlich gestattet die
fast vollendete Bahnverbindung die Heranholung
der aufgestapelten Kupfererze des Taurus,
der Baumwollvorräte Ziziliens, der Wolle
Syriens, Anatoliens, Mesopotamiens, die seit
Jahresfrift nicht verkauft werden konnten. Auch
dürfte Bulgariens bisher nicht genügend herangezogener
Schafreichtum eine Rolle für die Ernährung
Oesterreichs spielen. Er ist so groh,
daß man gerade vor dem Krieg Anlagen größten
Stils für die Herstellung von Gefrieffleisch
in Warna herstellen wollte.
Größer sind noch die wirtschaftlichen Aussichten
fü- die Zulunft. Bulgarien bedarf des
territorialen Anschlusies an Oesterreich für seine
Entwicklung. Es ist dann ein wichtiger Teil in
dem Europa der Mittelmächte, zu dem der
Orient und über kurz oder lang auch Rußland
gehören wird, und dem ein anderes Europa, das
der Westmächte, gegenüberstehen wlird. Die Eröffnung
der Straße nach dem Orient kann
den Mittelmächten Ersatz für die Stellen bieten,
wo eiwa England, u#ie es droht, ihnen die Absatzgeriete
rerbauen wird.
Die Aussichten für die Zukunft werden noch
großartiger, wenn man in Betracht zieht, daß.
ein wirtschaftlicher Zusammenschluß der Mittelund
Balkanmächte berorsteht. Rimmt man gar
als äußerstes erreichbares Ziel ein Ende der
Herrschaft Englands am Suezkanal an, so würde
aus dem Valkanseldzug sich eine ganz neue
Orientierung des Weltrerkehrs ergeben.
Die deutsche Reichs Enkaufslommission in
Sofia steht in eifrigen Verhandlungen mit der
bulgarischen Regierung, die dald einen gunstigen
Abschluß erreichen werden. Die Regierung
wird von den großen bulgarischen Vorräten
an Futtermitteln und Hülsenfrüchten beträchtliche
Mengen abgeden.
Zusammenleitlt es Neichslons.
Berlin, 7. Nov. Die nächsie S'zung des
Reichstages sindet am Dienstag, den 30. Novemder,
nachmittags 2 Uhr statt. Wie man
hört, wird sich der Reichstag vermutlich noch
am Tage des Zusammentritts wieder auf eine
Woche vertagen, um den Ausschüssen Gelegenheit
zu ihrer Tätigkeit zu geben. Trotzdem hofft:
man, daß der Reichstag sein Arbeitspensum noch
vor Weihnachten erledigen kann, so daß er sich
dann erst wieder im Februar oder März zu
versammeln braucht. (.3.
Gegen den Leben'millelwucher.
München, 7. Nov. Von der Zentrumsfraktion
ist in der Abgeordnetenkammer folgender
Antrag eingebracht worden: Die Kammer wolle
leschließen: Es sei die K. Staatsregierung zu
ersuchen, beim Bundesrate dahin zu wirken,
daß 1. die Preisprüfungsstellen beauftragt werden,
in den Konseroenfabriken und Handelslagern
die Konserren nach Beschaffenheit, Ge-Nnichtsmenge
und Preislage zu prüfen und jedes
unreelle Gebaren auf diesem Gebiete sofort zur
Anzeige zu bringen; 2. die gleichen Stellen angewiesen
werden, die Geschäftsbücher und Geschäftsabschlüsse
der Betriebe, die einen gewerbemähigen
Handel mit Rohstoffen, Futtermitteln,
Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen des
täglichen Lebens treiben, nachzuprüsen und unsachgemäße,
übertriebene Abschreibungen für
nichtig zu erklären; 3. die Kriegsgewinne steuerlich
noch erfaßt werden, bevor sie durch ungebührliche
Abschreibungen oder sonstige Gepflogenheiten
dem Zugriffe des Fislus entogen
sind; 4. die bestehenden, mit Hilfe des
Reiches ins Leben gerufenen und organisierten
Krlegsgesellschaften verpflichtet werden, den Abnehmern
der re nuch mehr anzurechnen als
die wirklichen Bezugskosten und Betriebsausgaden
und einen der Natur und dem Umfange
des Geschäfts angemessenen Prozentsatz an Reserven;
die Kontrolle soll durch die zentrale
Reichsprüsungsstelle ausgellbt werden.
Berlin, 7. Nov. Der Vorstand und Ausschuß
der sozialdemokratischen Partei Deutschlands
veröffentlicht gegen die Teuerung im
„Vorwärts“ eine lange Erklärung, der wer Folhendes
entnehmen: „Die Lebensmtttelteuerung
ist unerträglich geworden.
Die Preise aller
wichtigen Nahrungsmittel und der sonstigen Artikel
des täglichen Bedarfs, me Brennmaterial,
Kleidung, Schubzeug usw. haben eine unerschwingliche
Höhe erreicht. Mit bangen Sorgen
sieht man in Arbeiterkreisen und bis weit in
die Kreise des Mittelstandes hinein dem herannahenden
Minter entgegen. jetzt
in rielen Familken bittere Not. dem so
sein? Muß im ungezügelten freien Spiel der
Kräfte selbstsüchtige Gewinnsucht und empörende
Profitgier zum Schaden des Bolksganzen sich
austoben? Müssen Millionen entbehren, damit
jene schamlosen Produzenten und Händler, die
die Kriegskonjunktur kalt rechnend ausnutzen
auf Kosten des Bolkes sich bereichern konnen
Nein, das muh nicht so sein! Die zur Verfügung
stehenden Nahrungsmittel reichen zur aährung
unseres Volles aus. Sie müssen nur richtig
rerteilt werden. Es darf nicht länger geduldet
werden, daß unsere Borräte Gegenstand gewissenloser
Spekulation sind.“ Das nmird dann
im einzelnen näher dargelegt und weiter nachzuweisen
rersucht, daß die bisherigen Regierungsmaßregeln
unzulänglich sind. Ihnen gegenüber
wird ferner rerlangt: „Wie die Verpflegung
des Heeres, so ist auch die Versorgung
des gesamten Bolkes mit Lebensmitteln unter
allen Umständen sicherzustellen. Für alle wichtigen
Lebensmittel müssen Höchstrreise festgesett
werden, die so zu bemessen sind, daßb jeder
Kriegslonjunkturgewinn beim Produzenien, wie
beim Groß= und Kleinhandel ausgeschlossen ist.
Auch die Aermsten müssen in die Lage versetzt
werden, die zu ihrer Ernährung notwendigen
Lelensmittel sich zu beschaffen. Durch allgememe
Beschlagnahme und Verkaufszwang muß das
spelulative Fernhalten der Waren vom Markt
rereitelt werden. Um eine Berorzugung der
Reichen und Zahlungsfähigen zu vermeiden,
müssen die rorhandenen Lebenswmiltel, gleich der
Brotrerteilung, auf alle Einwolmer des Reiches
in gleichen Rationen verteilt werden. Den Familien
der Kriegsteilnehmer, die bedürftig sind,
müssen für die Wintermonate ohne Anrechnung
auf ihre der Erhöhung dringend bedürftige Unterstützung
Kartosseln und Brennmaterial auf
Kosten des Reiches unentgeltlich gelieseri werden.
Die Straflestimmungen der Verordnung
gegen den Lebensmittelmucher müßten die
schärfste Anwendung finden.“ (3.)
Mänchener Uenlglellen.
München. 7. Nov. Das slellrertretende Generalkommando
gilt belannt: In der Presse
wurde berichtet, daß sich eine Versammlung von
Kassechausbesitzern gegenüber dem Verbote der
Veralfolgung von Milch in den öffentlichen
Lolalen miü dem Gedanlen getragen habe, das
Pullilum auszusordern, es solle sich die Milch
ins Kasseehaus selbst mitbringen. Eine solche
Umgehung des Verbotes könnte unter keinen
Umständen geduldret werden. Das stellv. Generallommando
müßte vielmehr gegen RKasffeehausbesiger,
welche die Mitnahme von Milch
zum Genusse in ihren Räumen dulden sollten,
mit aller Strenge vorgehen. Zur Einsicht der
Bevölkerung darf vertrant werden, daß sie sich
an diesen Umgehungen nicht beteiligt.
München. 7. Nov. Die Münchener Hausbesitzer-Organisation
hat die große Münchner
Straßenreinigungsanstalt mit ihrem gesamten
Inventar und allen Verträgen ab 1. Januar
1916 übernommen. Vom Münchner Grund= und
Hausbesitzerverein wird der Betrieb unverändert
weiter geführt. Die Münchner Straßenreinigungsanstalt
ist einer der größten und bestorganisierten
Betriebe dieser Art in Deutschland.
B##erche Kach#ien.
Vom Lande, 7. Nov. In herzerfreuender
Frische steht überall die Wintersaat. Gleich grünen
Matten breiten sich die sprossenden Felder
über Tal und Höhen und das Auge hastet
beruhigt und erquickt auf ihnen. Zunächst verdanken
wir die gute Entuecklung dem guten Samenkorn
der rergangenen Ernte und dann der
günstigen Herbstwitterung, die, nicht zu naß
und nicht zu trocken, gerade so sich gestaltete,
wie das keimende Getreidekorn in der Er
Schoß es nötig hatte. Mit besonderer Genugtuung
ist auch festzustellen, daß die Fluren in
diesem Herbste ron der Mäuseplage ganz verschont
sind. Während im Frühjahr wegen des
Schnedensraßes ganze Partien Wintergetreide
umgebaut werden mußten, hat der Landmann
in diesem Herbste auch über dieses Uebel nicht
u Uagen. Wenn unsere Weidmänner den heuer
besonders zahlreichen Nachwuchs der Fasanen
etwas kräftiger aufs Korn nehmen, dann hat
das Wintergetreide zu seiner Entwicklung die
besten Grundbedingungen, und auch im kommenn
Jahre würden die schamlosen feindlichen
Kämpfer gegen Frauen und Kinder wieder
schlechte Aussichten haben.
Bamberg, 7. Nov. In Hallerndorf im
Aischgrund kam eine Zigeunerin zu einer Witwe
und machte ihr vor, ihr skrophulöses Kind zu
heilen, zu welchem Zmecle sie sich ein dichtgesülltes
Federbett, das eine „Reise ins gelobte
Land“ machen werde, 35 Mk. zum Tesen von
heiligen Messen und einen Hundertmarsschein
erbat, der nach neun Tagen der Besttzerin mieder
zugestellt werden wchrde. Unter allerlel Ho-
kuspokus schüttete dann die Zigeunerin den Inhalt
eines rohen Eies über den Kopf des Kindes,
nahm der Frau ein hochfeierliches Schweigererbot
ab und verschwand auf Nimmeruiedersehen.
Die Frau belam später Zweisel u
erzählte der Gendarmerie m Willersdorf ron
der Geschichte. Die Zigeunerin aber ist verschwunden.
Merlant
Halsing, 7. RNov. Der 20 Jahre alte Alois
Danzer war am 4. November 1915 beim Klaus
in Mühldorf, Gde. Halfing, beim Dreschen beschäftigt.
glitt ams, gertet mit dem rechten
Fuß mn die Dreschmoschine und kam dabei in
den Zylinder, so daß ihm der Fuß gegquetscht
wurde und abgenommen werden mußte.
rien, 7. v. Vor Kurzem rollzogen 2
Landwirte, Gcorg Wörndl in Ernsdorf und
Joseph Wallner in Siggenham einen größeren
Grundtausch. aendl erhielt einen Kompler
von rund 22 Tagwerk dicht am See bei Harraß,
dessen Wert als Bauplätze mit Seezufahrt
in absehbarer zeit sich wesentlich steigern wird.
Wollner dagegen wurde Eigentümer eines Wiesengrundstückes
in Eglwies, ca. 3 Tagmerl umfassend,
welches er sofort zu günstigem Preise
weiter veräußern konnte.
LCehrlings - Främliernug
in Aosenhelm.
Am Sonntag, nachmitiags 4 Uhr, sand im Postgartensalon
die von 32 Ausstellern beschickte Ausstellung
von Lehrlingsarbeiten und Gesellenstücken, sowie Sehlußfeier
stall. War die Aueslellung schon am Samstag gut
besucht, umso zahlreicher war der Besuch am Sonntag,
insbesonders bei der Schluhfeier. Eltern und Lehrberren
waren sehr zahlreich anwesend, sodaß bei der Erössnung
der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins seiner Fteude
Auodruck verleihen konnte für die allseits dekundele
Anteilnahme. Hr. Architekt Schreltenseger äuheerte in seiner
Begraßung den Dank des Allgemeinen Gewerbevereins
dem Breisstistungsrate und Stadlmagistrat für die jährlich
dem Gewerbeverein zugewendeten Mittel, durch die
ßs ermöglicht ist, den ausstellenden Lehrlingen außer
dem Diplom auch Geldprömien geben zu können. Er
dankle Herrn K. Hofrat Burgermeister Wüst, wie Heren
Hosschlossermeister Peter Wols, als Milgliedern des
suift tes, jur das slets belundele Wohlwollen,
ferner Setrn Studienrat Reltor Jalob sür seine
stets väterliche Fürsorge als Leiter der gewerblichen Fortbildungs
Schule, wie den Lehrern derselben und den
Lehrmeistern.
Nach diesen einleiltenden Worten ersuchte er den städt.
Kommissar, Herrn Hosschlossermeister Peter Wolf, die
Prämienverteilung vorzunehmen. Heir Wolf hielt zur
Einleitung solgende Ansprache:
Vom verehrlichen Stadtmagistrat zur heutigen Schlußseier
der Vehrlingsarbeiten= und Gesellenstück, Ausstellung
abgeordnet, nahm ich mit großer Freude und Besriedigung
Einsicht von den durchwegs schönen, zum Teil
musterhaften Arbeiten der jungen angehenden Handwerker.
Unter den ausgestellten Gegenständen befinden sich viele,
die ein beredles Zeugnis von dem Fleiße und dem einsten
Szreben der Verfertiger geben. Diese Arbeilen und
nicht minder die aufgelegten Zeichnungen sind Dokumente
Curer tuchtigen Auobiidung in Schule und Werlitatt,
aber auch ein Beweis, wie vielen, großen Dank Jor
Euren Lehrherren und Meistern schuldet. Betatigt gerade
Ihr, die Ihr Gesellen geworden und mehr Freiheit in
Eurem Tun und Handeln erlangt hadt, Euren Dank dadurch,
dah Ihr auf den Euch von Euren Lehrherre und
Meistern beigebrachten Grundsatzen weiler bauet. In
unserer arohen Jeit isl es mehr denn je notwendig, daß
jeder Einzelne und besonders Ihr Junge, alle Krast
einsetzet, um Tuchtiges zu leisten in dem Beruse, der
das Feld Eurer lunftigen Tätigkeil sein soll. Der Riesenkampf,
den unser teures Vaterland zurzeil, hauptlachlich
infolge des Reides unserer Gegner uber den industriellen
Vorrang Deutschlands, über die Vevorzugung deutschen
Erzeugnisse auf dem Weltmarkie zu beslehen hat
und siegreich bestehen wird, ersorderte auch rieslge
Opler aus den Reihen unserer tüchtigsten, besten Handwerler.
Eine Unsumme von Sleiß, Renmuissen, Totkraft.
und Tuchligleit brachte das Handwerk in seinen zur Fahne
geeilten Söhnen auf den Schlachtseldern dem Valer.
lande zum Opser. Doch, aus dieser blutigen Soat soll
neue, reiche Ernte erstehen; Ihr, die Nachkommenden,
sollt Ersatz sein. Ihr. seid berufen, durch die schmerzenden
Lücken, die der uns aufgezwungene Verteidigungskrieg
in die Reihen unserer schafsenden Handwerker gerilsen,
einzutreten in den friedlichen Wettkampf der Arbeit und
Fortbildung. Wahrlich, eln erbärmlicher Wicht, dar jeder
edlen Regung ist derjenige, der vor dem unfahbar
Großen, das sich in der Weltgeschichte dank der Tapserkeit
und des Opfermutes auch so Meler aus Eurem
Stande und Verufe auch zu Eurem späteren Nutzen gegenwärtig
ablpielt, sich nicht zu dem festen Vorsatze zu dem
energischen Entschlusse aufrafst, nach Krästen weiter zu
lernen und fortzuarbeiten an selner Ausbildung, arbber
zu werden an Tüchtigkelt und Flelß. Dann wird
auch in Zukunft dem deutschen Handwerke allseltig
Achtung und Anerkennung gezollt werden und der Ansturm
unserer Feinde und Neider im kommenden Wettbewerb
der Industrie, auf dem Weltmarkt wird zerschellen
an deutscher Arbeitskraft und deutschem Flelbe, om
tächtigen Können und ernslen gesitteien Wollen unsere
schaffenden Volles. Das walte Gott!
Es folgte nun dle Prämilerung, die abermals ein sehr
gutes Ergebnis zeitigte. Zunächst konnte die Lellung
der gewerblichen Fortbildungsschule 10 Schüler wegen
ihrer hervorragenden Qualisikationen in der Schule (erste
RNote für Fleit, Betragen und Leistungen) zu einer Auszelchnung
in Vorschlag beringen. Sie erhlelten se ein
Dienstag, 0. Kovember 1015
Sparkassebuch über 10 Mark. Es sind solgende Schüler:
1. Huppmonn Theodor, Maschinenschlosser bei Stumbes:
2. Kreuzer Ollo, Kunst- und Vauschlosserlehrling, bei Pet.
Wolf; 3. Windisch Karl, Elektrotechniker, bei Stern:
4. Spiegl Joseph, Schriftsetzer bei M. Niedermayt; 5.
Schweizer Anton, Maschinenschlosser, bei Konrad; 6.
Schmitt Johann, Steinmehlehrling, bel Heiserer; 7.
Barth Thimotheus, Bäclerlehrling, dei Schütz; 8. Breitenstein
Emil, Kausmannslehrling, bei Jacobi; 9. Vauer
Mar, Kaufmannslehrling, bei Veilhack; 10. Kaltenmariner
J., Kaufmannslehrling bei Niedermayr.
Es folgte weiter die Prämiierung der Lehrlinge, die bei-Milgliedern
des Gewerbevereins stehen. Sie erhielte
Diplome und Geldprämien. Es sind: 11
Mit Note 1:
Daurer Georg, Büchsenmacher; Knarr Ella, Photograohin;
Kreuzer Olto, Schlosser; Guggenbichler Wolsgang,
Schreiner; Bauer Johonn, Spängler; Pfaffinger Joses,
Schuhmacher.
Mit Note 1—2:
Heckmann Josef, Schlosser; Wundersich Friedr., Schlolserc;
Moser Jakob, Schmied: Schneider Anton,
Schneider; Marchselder Alois, Schreiner; Nobens Alois,
BRuchdrucker; Rösch Georg, Buchdrucker; Steinwender
Franz, Spängler; Feichtmayr August, Spängler; JZehetuber
Ludwig, Bäcker; Holl Joseph, Schreiner;
Mayer Emmeran, Schreiner; Stetiner Wolsgang, Schneider;
Matt Wilhelm, Spängler.
Mit Note 2:
Weber Ludwig, Maler; Muhlthaler Alfons, Schlosser;
Bruckbauer Wishelm, Schreiner; Rottmoser Fr., Buchdrucker;
Märll Barth., Buchdrucker; Huber Eugen, Tapezierer.
Diplom ohne Geldprämie erhielten solgende Lehrlinge,
die bei Lehrherren stehen, die nicht Mitglied des
Gewerbevcreins sind: Mit Note 1: Rosa Schutz, Damenschneiderin.
Mit Note 1 2: Peter Kratzwohl, Böl.
er; Therese Allhammer, Damenschneiderin; Anna Bayec
ter, Damenschneiderin; Julie Schreyer „Damenschneidetin;
Julie Darchinger, Damenschneiderin.
Wlitl Dankesworten an die sreundlichen Gönner, wie
an alle Besucher der Ausslellun, insbesondere noch an
Herrn Oosschlossermeister P. Woli, wie Heern Siudienrat
Jalob schloß der 1. Vorsitzende die Ausstellung mit einem
Hoch auf den Forderer des Handwerls, König
Ludwig.
3
3
LIH#
Rosenheim, 3. Nov.
Fürdiegesallenen Kriegeraus Rosenheim
fand heute in der Stadtpfarrlirche
seierlicher Gedächtnisgottesdienst statt. Ueberaus
viele Andächtige hatten sich dazu eingesfunden.
Die Kirche war gedrängt voll. Nelen den
Sxitzen der Behörden uso. waren viele Angehörige
der Gefallenen zum Gotlesdienst erschienen.
Das Militär hatie Kirchenparade mit
Musik. Auch die Verwundeten aus dem Lazarelt
im Kaiserbad beteiligten sich daran. H.
H. Geißl. Rat Gesil hielt eine ergreifende Gedächtnisrede,
worauf dann ein feierliches Reguiem
zelebriert wurde. Sowolll vom Veteranen-
und Krieger= als auch vom Kampfsgenossenund
Veteranenverein hatten sich riele Mitglieder
zur Teilnahme an dieser hehren Feier eingefunden.
Auszeichnungen im Felde. Der Bauerssohn
Georg Grünwald in Antermoosen, Soldat
im 1. Res.-Jnf.-Reg., wurde mit dem Eisernen
Kreuz ausgezeichnet.
Einberufung. Herr Rechtsanwalt Schener
in Rosenheim ist in die Zivilr erwaltung Polens
berusen worden. Er wird kaiserl. Justizkommissär
in Lodz. Die Reise dorthin hat er bereils
heute angelreten. Unsere besten Wünsche
legleiten ihn. Die Kanzlei des Hrn. Rechtsanwalts
Scheuer in Rosenheim bleibt indessen
bestehen, da für Vertretung gesorgt ist.
Die Eroberung von Nißsch führte zu
Siegesseiern auch in Rasenheim. Die Straßen
der Stadt sind reich beflaggt. Auch viele bulgarische
Fahnen sind jetzt zu sehen. In den
Schulen fanden heute Siegesseiern statt, worauf
dann der Unterricht aussiel. Am Sonntag in
der Mittagsstunde veranstaltete die Militärkapelle
Standmusik vor dem Kriegerdenkmal mit
patriotischem Einschlag.
Auszeichnung. Der Nentatmsdiener Dominikus
Krug in Rosenheim ist mit der Ehren---
M######eohmane 10 M##u,
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