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52. Vom Spinnlein und Mücklein ein trauriges
Stücklein.
1. Die Spinne hat gesponnen
den Silberfaden zart und fein.
Du Mücklein in der Sonnen,
nimm wohl in acht die Flügelein!
2. Die Spinne hat gewebet
ihr seidnes Netz mit kluger Hand.
Wer weiß, wie lang noch lebet
fein Mücklein, das die Flügel spannt!
3. Fein Mücklein, horch, wie denkt es?
Durchs Netz zu fliegen ist ein Spiel. —
Frau Spinne aber fängt es
und speist es auf mit Stumpf und Stiel.
53. Der Bienenstich.
Karl und Fritz spielten einst in einem Garten. Der
Gärtner sagte, sie möchten ja den Bienenstöcken nicht zu
nahe kommen; sonst könnten sie leicht gestochen werden.
„Mich hat noch niemals eine Biene gestochen“, sagte
Karl und ging dreist hinzu. Aber ehe er's sich versah, bekam
er einen Stich auf die Backe. Das Gesicht schwoll ihm
heftig an, und er mußte mehrere Tage große Schmerzen
leiden.
54. Der Sperling und das Pferd.
Sperling: Pferdchen, du hast die Krippe voll,
gibst mir wohl auch einen kleinen Zoll,
ein einziges Körnlein oder zwei;
du wirst noch immer satt dabei.
Pferd: Nimm, kecker Vogel, nur immer hin,
genug ist für mich und dich darin!