284 Die einzelnen technischen Hochschulen.
Praktikantengeldern schwanken zwischen 5000 M. und 60W) M. Die
Räume für das physikalische Praktikum werden nach Fertigstellung
des oben genannten Anbaues im Jahre 1904 um 2 große Säle vermehrt
werden.
2. Das elektrotechnische Institut nebst Werkstätte und
der elektrotechnischen Sammlung (Vorstand: Professor Kittler).
Das Institut, Ende 1882 gegründet, wurde zuerst 1894, dann 1890/97
und zuletzt 1902/03 umgebaut und bedeutend erweitert. Der Gesamtaufwand
für die Gebäude und die innere Einrichtung beziffert sich
auf ca. 80 WO M. Hiervon wurden verausgabt
in den Jahren 1892/94 . . 350000 M.
non » 1890/97. . IMO000 „
[22 [2 » 1901/03 . . 350 MO »
Der ältere Hörsaal reicht für etwa 200 Zuhörer, während der
neue, im modernen Stil gehaltene und im Herbst 1903 eröffnete über
300 Zuhörer faßt. Zu diesen Hörsälen kommen als wesentliche
Bestandteile noch: 20 Laboratorien für das Praktikum I, darunter
2 Photometersäle und 2 Eichzimmer, 5 Laboratorien für Praktikum II,
2 Hochspannlaboratorien, 6 Akkumulatorenräume, 1 Gasmotorenraum,
1 Turm mit cinem elektrischen Scheinwerfer und Einrichtungen für
drahtlose Telegraphie, I große Werkstätte, Verwaltungs-, Arbeitsund
Bibliothekzimmer für das Institutspersonal, Wohnung für den
\Werkmeister u. dergl.
Im Praktikum I werden folgende Aufgaben gelöst: Übungen
im Messen elektrischer Größen, Eichung von Instrumenten, Untersuchung
galvanischer Elemente und Akkumulatoren, magnetische
‚Arbeiten, Prüfung von F.isensorten, Untersuchung von Kabeln, photometrische
Arbeiten. Im ganzen stehen für diese Zwecke 80 Arbeitsplätze
für je 2 Praktikanten zur Verfügung.
Im Praktıkum IL handelt es sich um Übungen im Gebrauch
von Bremsen und Riemendynamometern, Untersuchungen an Glühund
Bogenlampen, Behandlung von Dynamomaschinen, umfangreichere
Untersuchungen an Gleich- und \Wechselstrommaschinen,
Elektromotoren und Umformern. Im ganzen sind es hier 18 Arbeitsplätze,
an denen die Studierenden in Gruppen von 4-5 Praktikanten
arbeiten.
Hiernach können 250 Praktikanten gleichzeitig im Institut beschäftigt
werden. Um jedoch die Überwachung zu erleichtern, werden
gleichzeitig höchstens etwa 180 Studierende beschäftigt.