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Formularbuch.
orientierte mich, daß ich ohne Schwierigkeit über
die Gartenmauer klettern konnte. Ich beabsichtigte
deshalb zu warten, bis der Unbekannte auf der
Höhe der Leiter stehe, um seiner so mit Sicherheit
habhaft zu werden, und stellte mich an eine ge-
eignete Stelle zum Uebersteigen da, wo ich auch
die Leiter übersehen konnte, auf. Ehe nun noch der
Mann einen Fuß auf die Leiter gesetzt hatte, kam
aber ein anderer Mann aus dem Hauptgebäude
herausgelaufen und rief laut: „Georg, Georg!“
Der Mann mit der Leiter duckte sich schnell im
Dunkeln, blieb aber an seinem Platze am Hause
stehen. Als der zweite Mann näher kam, trat
der erstere Mann hervor und sagte scheinbar gleich-
giltig: „Was willst Du denn, Vater?'“ „Was
willst Du denn?“ erwiderte ihm aber der angeredete
Vater, „Mausen willst Du, einsteigen.“ Der Sohn
erwiderte nichts und beide, der Vater die Leiter
ergreifend, schickten sich zum Gehen an.
Nunmehr gab ich mich zu erkennen und ver-
langte Einlaß zur Feststellung des Tatbestandes.
Der Aeltere von beiden, in welchen ich den Maurer
und Hausmann Max Holst, Burgstraße 6 wohnhaft,
feststellte, erklärte mir nach einigem Zögern ganz frei-
mütig, er habe in seiner Schlafstube gemerkt, wie sein
am 16. Mai 1888 in Hamburg geborener Sohn
Fritz Georg Holst
heimlich aufgestanden sei und durch die Hintertüre das
Haus verlassen habe. Nichts gutes ahnend, sei er
ihm gefolgt, habe sofort gemerkt, daß die Leiter
nicht am gewohnten Orte an der Hintertüre stehe,
und vermutet, daß der Junge, der durch schlechten
Umgang verdorben sei, bei der im Gartengebäude
wohnhaften Privata Ella Meyer, die wegen der
großen Wärme in der jetzigen Jahreszeit während
der Nacht immer ein oder mehrere Fenster offen
lasse, einsteigen und stehlen wolle. Die Meyer hörc
schwer und solle viel Geld im Hause haben.
Fritz Georg Holst erklärte auf die Be-
schuldigungen seines Vaters nichts und blieb auch
mir die Antwort über den Zweck seines Tuns
schuldig. Der Vater meinte, es sei ganz gut, daß