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Formularbuch.
Die Heider gab folgendes an. Sie habe an
Kulickes Tisch neben diesem gesessen, als der Matrose
Weigel, wahrscheinlich auf Anlaß des Maurich, zu
ihnen herübergerufen habe: „Was macht denn die
Schneppe da?“ Kulicke habe sich diese Worte ver-
beten, worauf sofort Maurich und Weigel aufgestanden
und herangetreten seien. Kulicke sei auch aufgesprungen
und habe Weigeln eine schallende Ohrfeige gegeben.
Sofort seien Spitzner, Maurich und Weigel gemein-
schaftlich auf Kulicke eingedrungen und hätten ihn
mit Fäusten bearbeitet. Kulicke, der ein sehr starker
Mensch ist, sei aber nicht zu Falle gekommen, sondern
habe auch Maurich zwei Ohrfeigen gegeben, sodaß
Maurich aus der Nase geblutet habe. In diesem
Augenblicke auch habe sie in Weigels Händen etwas
Blickendes gesehen, Kulicke habe einen Schlag von
Weigel auf seine linke Backe bekommen und habe
dann sofort an der Backe geblutet.
Da seien Solfers und Künsmann über Weigel
hergefallen, um ihm das Messer zu entreißen. Sie
wären aber seiner nicht Herr, sondern selber von
ihm gestochen worden. Kurlicke habe sich sein Taschen-
tuch an den Backen gehalten, sein Bierglas ergriffen
und sei damit auf Maurich und Weigel, denen sich
auch noch Spitzner angeschlossen haben müsse., ein-
gedrungen. Plötzlich habe er fast gleichzeitig von
hinten und von vorn einen Schlag bekommen, von
wem und ob mit einem Messer, könne sie nicht
sagen, weil ihr vor Schreck ganz schwarz vor den
Augen geworden sei, und sei zusammengebrochen.
Solfers und Künsmann bestätigten die Dar-
stellung der Heider. Solfers hat einen Stich in
den linken Oberarm bekommen, der aber nicht tief
gegangen ist; Solfers behauptet von Weigel gestochen
worden zu sein. Künsmann hat einen Stich in der
rechten Hand und will ihn von Maurich erhalten
haben.
Schmulowitz hat sich seiner Darstellung nach
überhaupt nicht an der Schlägerei beteiligt, sondern
ist sofort retiriert und erst nach Beendigung der
Rauferei wieder hinzugekommen, hat also auch keine
genauen Wahrnehmungen gemacht. Er bestätigt aber,