XIV. Brandstiftung. 175
geworfen. Sie haben es aber nicht ganz löschen
können. Gegen 6 Uhr habe sich Ackermann vom
Orte wegbegeben, weil er das von den Mägden zu-
sammengerechte Grummet habe aufladen sollen. Bei
seinem Weggehen habe das Feuer noch geglimmt, aber
nicht mehr sehr geraucht. Der Fleck, auf welchem der
Rasen gebrannt habe, sei damals nur etwa 80 cm
lang und ebenso breit gewesen. Er habe gedacht,
es werde nichts weiter passieren. An jenem Tage
habe nur wenig Wind geherrscht, er sei von Süd-
westen aus der Richtung von Bühlau gekommen,
Daß der Brand einen solchen Umfang annehmen
sollte, habe er natürlich nicht gewollt und auch nicht
erwartet. Am Sonntag, als dann der Brand sich
ausgebreitet, sei er in Malschendorf gewesen, er sei
nach seiner Rückkehr noch zum Retten geeilt. Obwohl
er bereits früher ein Stück der Wiese aufgehackt habe,
habe er nicht geglaubt, daß sie Moorboden habe.
Erst darnach habe er sich davon überzeugt.
Die Mägde Ufer und Renner haben die Dar-
stellung Ackermanns im allgemeinen als richtig bestätigt.
Als sie aber vom Grummetrechen zu Ackermann zu-
rückgekommen seien, habe das Feuer nicht nur
geglimmt, sondern hell gebrannt. Sie hätten ihn
beide bei ihrem Weggehen ermahnt, er solle, nachdem
er das Grummet aufgeladen, nochmals hierher zurück-
kehren und dafür sorgen, daß das Feuer völlig
verlösche. Er habe erwidert, das Feuer gehe schon
aus. Der Wind sei von Bühlau hergekommen und
ziemlich heftig gewesen.
Hennig hat erklärt, er habe Ackermann keinerlei
Auftrag gegeben, den Moorboden anzuzünden. Er
könne sich überhaupt nicht erklären, weshalb durch
das Feuer der Boden lockerer werden sollte. Daß
der Boden Moorboden sei, habe Ackermann sofort
beim Hacken an der Farbe des Bodens erkennen
müssen. Im übrigen kann Hennig dem Ackermann
kein schlechtes Zeugnis geben. Hingegen erklärte der
Gutsbesitzer Jenicke, es sei richtig, daß sich Wiesen-
boden besser aufhacken lasse, wenn das Gras, welches
das Eindringen der Hacke in die Erde hindere,
weg sei.
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