316 Festungen.
erbaut und armiert werden. Man bringt soviel Artillerie in
Stellung, dass eine möglichst. grosse Feuerüberlegenheit über die
gegenüberstehende Verteidigungsartillerie erreicht wird. Alsdann
geht man während der Nächte in zicekzackförmig geführten Lauf-
gräben bis auf wirksame Gewehrschussweite an die Festung heran
und bebt die erste Infanteriestellung (Parallele) aus.
Von der ersten Infanteriestellung aus gebt man nach und nach
in derselben Weise mit Laufgräben weiter vor und hebt eine
zweite und dritte Infanteriestellung aus. Von der dritten, nahe
am Glacis liegenden Stellung (Sturmstellung) bricht man dann
zum Sturm vor. Vor dem Sturme werden — soweit dies nıcht
PT
Aufstellung der Belageru ngsarlillerie
968. Angriff auf die Fortiinie einer Festung. & — Annäherungswege.
schon durch das Steilfeuer der Artillerie erreicht ist, die Graben-
mauern, Hindernisse und Flankierungsanlagen durch Sprengungen
niedergelegt, ferner Übergänge über den Graben hergestellt und
die von dem Artilleriefeuer bis dahin gelegten Breschen durch
Sprengungen u. s. w. erweitert und gangbar gemacht. Auch sind
die vom Verteidiger angelegten Minen durch Gegenminen un-
schädlich zu machen.
Die Artillerie unterhält das Feuer auf die Angriffsstelle bie
kurz vor dem Sturme und nimmt dann das Gelände hinter den