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von 51 Kriegsmonaten. Seither haben 8 Revolutionomonate
genügt, um unsere schwebende Schuld auf 72 Milliarden
(I!) zu erhöhen. Acht Revolutionsmonate haben
also die Ausgabe von 24 Milliarden Reichsschatzan
weisungen nötig gemacht! Genau halb
soviel als 51 Kriegsmonate! Wo ist da die
„Leichtfertigkeit“ Bei unserer Kriegsfinanzpolitik oder bei unserer
Revolutions-Finanz-Anarchie?
Oder meint schließlich Herr Erzberger mit dem Vorwurf der
Leichtfertigkeit, daß unter dem „alten Regime"“ die Steuerschraube
nicht rechtzeitig genug und nicht stark genug angezogen
worden wäre? — Darüber läßt sich reden! Von jedem,
außer von — Herrn Erzberger! Herr Erzberger bespiegelt sich
zwar in dem billigen Ruhm, heute soviel klüger zu sein, als wir
alle damals in der ersten Zeit des Krieges waren. Aber gerade
Herr Erzberger zeichnete sich damals dadurch aus, daß er
noch weniger blug und vorausschauend war als andere. Erhat
sich damals meinen Absichten, die Anleihepolitik
durch Steuern zu ergänzen, bis zum
letzten Augenblick entgegengestemmt. Er wird
das, getreu seinen Gewohnheiten, wieder einmal ableugnen
wollen. Deshalb möchte ich im voraus sein Gedächtnis schärfen:
Kurz vor der Befassung des Reichstages mit meinen Steuervorlagen,
die ich gegen starke Widerstände aus dem Kreise meiner
Kollegen, des Bundesrats und der führenden Reichstagsabgeordneten
durchsetzen mußte, kam am Abend des 17. Januar 1916 der
damalige Vorsitzende des Zentrums, Herr Dr. Spahn, zu mir
nach dem Reichsschatzamt, und zwar direkt aus einer Sitzung
seiner Fraktion, um mir auf das dringlichste nahezulegen, die
Steuervorlagen zurückzuziehen. Auf meine kategorische
Ablehnung richtete er an mich die Frage, ob ich denn
der Rückendeckung durch den Kanzler sicher sei. Auf meine etwas
erstaunte Bejahung erzählt er mir unter bedenklichem Kopfschütteln,
in der Fraktionssitzung habe ein Abgeordneter, den er
nicht nennen könne, berichtet, er habe an einer Konferenz beim
Kanzler teilgenommen, in der die Frage der Kriegssteuern besprochen
worden sei mit dem Ergebnis, daß der Kanzler schließlich
anerkannt habe, eine Gefährdung des Burgfriedens durch die
neuen Steuern müsse vermieden werden. Ich antwortete: „Der
Abgeordnete heißt natürlich Erzberger, und