Volltext : Das Civil Medizinal Wesen im Königreich Bayern. Erster Band. Die private Medizin. (1)

IV

werden,  welchen  der  mit  den  betreffenden  Verhältnissen
weniger  befreundete  Nicht-Arzt  kaum  abzuhelfen  im
Stande  sein  dürfte."

Die  amtliche  Stellung  des  Verfassers  hat  demselben
nur  zu  oft  das  Bedürfniß  einer  Sammlung  sämmtlicher
im  Königreiche  Bayern  geltenden  Medizinal-Verordnungen
für  die  Polizeibeamten,  Gerichtsärzte,  praktischen  Aerzte,
Medizinstudirenden,  Apotheker,  Thierärzte  u.  s.  w.  fühlen
lassen,  und  die  Aufforderung  des  Dr.  Oettinger  sowie
der  Wunsch  der  Verlagshandlung  ihn  veranlaßt,  eine
solche  Sammlung  zu  bearbeiten.

Um  die  Verordnungen  zweckmäßig  miteinander  zu
verbinden,  wurde  den  einzelnen  Abtheilungen  eine  kurze
Darstellung  der  betreffenden  Medizinalverhältnisse  in
Bayern  in  ihrem  gegenwärtigen  Zustande  und  ihrer
Entwicklung  vorausgeschickt.

Der  Verfasser  glaubt  durch  diese  kurzen  Darstellungen
ausführlichen  dem  gegenwärtigen  Stande  des  bayerischen
Medizinalwesens  angemessenen  Instruktionen  für  die  praktischen
  Aerzte,  die  Gerichtsärzte,  die  Polizeibeamten  u.  s.  w.
einigermassen  vorgearbeitet  zu  haben.

Ueber  die  zweckmäßigste  Anordnung  des  Stoffs
können  verschiedene  Ansichten  bestehen,  der  Verfasser  hat
diejenige  gewählt,  welche  ihm  eine  langjährige  Erfahrung
als  die  brauchbarste  erwiesen  hat.

Dem  zweiten  Bande,  welcher  die  Medizinalpolizei
und  die  gerichtliche  Medizin  umfaßt,  wird  ein  ausführliches
chronologisches  Register  sämmtlicher  in  beiden  Bänden
enthaltenen  Verordnungen  beigegeben  werden.

Aus  dem  Ganzen  aber  möge  man  entnehmen,  welch'
große  Sorgfalt  die  bayerische  Staatsregierung  von  jeher
und  besonders  in  der  neueren  Zeit  dem  Civil-Medizinalwesen

  zugewendet  hat.
Der  Verfasser.