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jedoch vom Landgerichte Hirschberg abgewiesen wurde. Die Vogtei über den
Liebenstein übertrug das Kloster (1347, 11. Juli) den beiden Ruprechten von
der Pfalz. Kurz vor dasselbe unter pfälzische Administration kam, hatte es diese
Veste den Hertenbergern gegen eine beträchtliche Summe in Pflege gegeben,
woran diese (1532, 3. Nov.) 936 Gulden rheinisch quittirten.)
Auch das Dorf Wondreb, hoch im Norden unseres Gerichtes, war
ehemals Sitz eines Waldsassen'schen Richteramtes. K. Heinrich hatte (1227,
15. März) an dies Stift das Patronatsrecht der Pfarrei Wondreb geschenkt
und König Konradin vermachte ebendahin (1259, 15. Juni) die Dörfer Wondreb
und Beidel, welche Schenkung Rudolph von Habsburg (1283, 15. Juli)
bestätigte. Erzbischof Heinrich von Mainz gab (1286, 2. Nov.) seinen Willebrief
zu Verleihung des oben berührten Patronatsrechtes, worauf die Pfarrei
dem Stifte incorporirt wurde. Einen reichslehenbaren Hof daselbst erwarb
dieses von Claus zum Störnstein (1390, 6. März) und den Zehenten
(1394, 25. Mai) von Peter Schuler, Bürger zu Tirschenreuth, und dessen
Freunden.)
1) Die Vogtei über Stein und die dazu gehörigen Dörfer batte Konrad von Neiperch
den Vögten von Plauen aufgesendet, die sie dem Kloster Waldsassen eigneten
(1301, 28. Ang.). Später (1341, 22. Juli) verzichteten die Vögte auch auf
das Halsgericht und den Wildbann daselbst. Die Kirche in Hohenstein (S. 568)
gab Bischof Kuno von Regensburg (1183, 11. Juni) dem Kloster Reichenbach
als Ersatz für das von Diebold von Vohburg an Waldsassen geschenkte Frauenreuth;
Papst Gregor IX. trennte sie (1238, 2. Mai) gänzlich von der Pfarrei
Wondreb. Der Zehent daselbst wurde (1259) durch die Vögte von Straßberg an
Waldsassen überlassen. Die Vegtei erhielt (1129) Wilhelm Paulsdorfer auf sechs
Jahre und (14112) verkaufte Neichenbach, wie wir schon berichtet haben, die
Probstei Hohenstein mit den Dörfern Kenreutb, Diebersreuth, Frauenreuth und
Brunn, dem Fidelhef u. s. w. an Waldsassen um 1800 Gulden. Durch Vergleich
vom 1. Angust 1516 wurde der Kurpfalz hierauf das Halsgericht zuerkannt
und der Pflege Bernan zugetheilt. In Konrenth „nächst dem Teich bei
Tirschenreuth“, (Kleinkonreuth) erhielt Waldsassen (1302) durch Landrath
Ulrich von Leuchtenberg den Zehent über 2 Höfe, auf den schon 1273 eine edle
Frau Bertha verzichtet hatte, dann von den Gebrüdern von Kunigswartb (1305)
und von Johann Grille Bürger in Eger (1333) einige Güter, endlich (1355)
von Jakob Gleißentlaler anderthalb Höfe, eine Herberge und die Müble nebst
der Erbvogtei darüber.
2) In den angezogenen Schriften von Wittmann und Brenner finden sich über die
einzelnen Orte der Gerichte Tirschenreuth, Vobenstrauß und Waldsassen die
schätzenswerthesten Nachrichten, weßhalb wir auf sie verweisen.