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§. 14. Es ist zu wünschen und soll Einleitung getroffen
werden, daß in jedem protestantischen Bezirke Oberfrankens
ein Beamter, Dekan oder Schulinspektor, ein Bürgermeister
oder Ortsvorsteher um die Förderung dieses wohlthätigen
Zweckes sich besonders annehme und namentlich der Empfangnahme
der vorerwähnten Beiträge, sowie der Uebersendung
derselben an den Verein sich unterziehe.
In der Stadt Bayreuth kann diese Empfangnahme unmittelbar
geschehen.
Seine Königliche Majestät haben ferner geruht,
5) allerhuldvollst zu gestatten, daß zu Gunsten der Taubstummen-Anstalt
zu Bamberg in sämmtlichen katholischen Kirchen
Oberfrankens an jenem Sonntage, an welchem das Evangelium
von der Heilung des Taubstummen verkündet wird,
auf so lange Allerhöchstdieselben nicht anders verfügen, eine
Sammlung milder Gaben veranstaltet, die Frage aber ob und
in welcher Weise auch für die Taubstummenschule zu Bayrenth
eine Sammlung freiwilliger Gaben stattzufinden habe, vorerst
weiterer Instruktion und Antragestellung vorbehalten werde,
endlich
6) allergnädigst zu genehmigen, daß den Vorständen des
Bamberger Vereines insbesondere aber dem um dieses wohlthätige
Unternehmen vorzugsweise verdienten Domprobste Freiherrn
von Lerchenfeld, ferner dem provisorischen Ausschusse des
neu zu bildenden Bayreuther Vereines das Allerhöchste Wohlgefallen
hierüber zu erkennen gegeben werde.
Die k. Regierung hat demgemäß unter Rückempfang der
Acten und Beilagen ihrer Berichte vom 22. Mai v. und vom
20. April l. J. das Weitere zu verfügen und ein Exemplar
der hienach bereinigten Vereins-Satzungen seiner Zeit in Vorlage
zu bringen.
München, den 28. November 1845.
Ministerium des Innern.
An die k. Regierung von Oberfranken, Kammer des Innern, also ergangen.