Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

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Nummer  3

–Fä%  =  ––#...  .

will,  hat  seine  Fomilien  und  Kartossellarten
witzubringen  und  bekonmunt  auf  je  1  Kartoffelkarte
  1  Zentuer  Lagerkartoffeln  zum  Preise  vo#n
7.75  Mk.  angewiesen.

Wo  bleibt  die  Marmelade?  Zu  der
Sprechsaal-Notiz  in  Nr.  299  vom  30.  Dezember
wird  uns  von  zuständiger  Stelle  mitgeteilt:
„Es  sei  erwidert,  daß  der  Kommunal-Verband
Rosenbeim-Stadt  ich  bereits  im  Oltober  zur
Abnahme  größerer  Mengen  Marmelode  verpflichtet
  hat  und  daß  ihm  bestimmte  monatliche
Mengen  von  der  Verteilungszentrale  zugewiek

  sen  wurden.  Infolge  der  schwierigen  Verkehrsverhältnisse

  und  Mangel  an  entsprechenden  Gebinden
  lonnte  trotz  wiederholler  Mahnung  bio
vor  kurzem  von  der  uns  zu  beliesernden  Fabrik
die  Sendung  nicht  auf  den  Weg  gebracht  werden,
  auch  ist  es  ja  erklärlich,  daß  nicht  alle  Kom-Guimal--Verbinde
  auf  einmal  bedient  werden
iönnen.  Zur  Beruhigung  sei  jedoch  mitgeteilt,
dah  heute  1  Waggon  Marmelade  eingetroffen
ist.  die  in  lürzester  Zel  zur  Verleilung  kommt.“

Kaln#bliiker  Fi#ucubursd  No-[seucheim.
  (Hausfrauenabteitjung.)  Für  die
Mitglieder  die  wegen  Jeilmangel  den  Schuh.
lurs  vor  Weihnackten  nicht  iu:  tnach  en  lonalen,
wird  belannt  gemachi,  de  in  7.  Januar  ein  2.
dreitägiger  Kurs  ..  von  1  5  Uhr
im  Vereinslokale  stair  indet.  Anmeldungen  und
nähere  Anslunft  e  Frau  Weinberger.  Münchener#straße
  3

Schuhfürsorge  im  Kriege.  Kein  Kapitel
  macht  der  vielgeplaglen  Hausfrau  augenblicklich
  soviel  Kopfzerbrechen  wie  die  Beschaffung
des  Schuhreuges  besonders  für  die  ingendiichen
Familienglieder.  Zur  rechten  Siunde  hat  des-!
  alb  der  Katholische  Frauenbund  Deutschlandeine
  „Anleilung  zur  Anfertigrug  von  Hausund
  Straßenschulen“  (Kriegeschuhe),  sowie  en:
sprechende  Schniltmunerbogen  für  Pantoffeln
(Nr.  13,  Schnallenschuhe  Nr.  2),  Spangenschuhe
(Nr.  J)  und  Schnürschuhe  (Nr.  4)  herausgegeben,
  welche  das  pralti  sche  Ergebnis  mehrerer  an
der  Zentral#telle  des  KFD#  abgehaltener  Schuhkurse
  darstellen.  Cu##i#e  einigermaßen  geschickte
Hauofrau  kann  unter  Verwendung  von  allerhand
Allmaterial  auf  Grund  der  in  den  Schriften  gevgebenen
  Erklärungen  dauerhafte  Kriegsschtehe
für  sich  und  illre  Familie  selbii  anfertigen.  Die
Sckriften  sind  durch  den  Buchhandel  oder  direkt
von  der  Zemtralstelle  des  KFD#.  Köln,  Noonstraße
  36  zu  bezlehen.  (Die  „Anleitung“  20
Pfg.,  die  Schnitimusterbogen  je  25  Pmieg.,  dazu
das  entsprechende  Porlo).  Wie  groß  gegenwärtig
das  Bedürfnio  anf  dem  Gebiete  der  Schuhfürsorge
  ist,  geigie  der  flarke  Erfolg  der  oben  erwähnten
  Lusbildungskurse  pür  Wanderlehrerinnen.
  Die  Kurse  mußten  3  mal  wiederholi  werden.
  Die  ausgebildeten  70  Kursistinnen  haben
inzwisczen  ihr  Können  in  zahtreichen  Lehrgängen
an  Tausende  von  Frauen  m  Segen  der  Allgemeinheit
  weitergegeben.  hier  wurde  belanntlich
  ein  Kurs  abgeb  14
Füur  die  Flüchtlinge  aus  dem  Pusturtal
  sind  weitere  3  Mi.  unter  der  Anschrift
äesilene  Krieger“  eingegangen,  so  daß  gid
der  bisher  abgelieferte  Barbetrag  auf  39  H.
erhöht.
Torspreise.  Auf  Grund  von  Verhandlungen
  des  Kriegswucheramtes  mit  den  beteiligten
  Torswerken  und  den  Münchner  Kohlengraßhandlungen
  haben  sich  diese  bereit  erllärt,
mit  NRäcksicht  auf  die  teilweise  erzielle  Verbt  lliaung
  der  Einkaufspreise  trotz  der  ab  1.  Januar
1918  eintretenden  Erhöhung  der  Fuhrlöhne  den
ortsüblichen  Preis  ven  3.65  Mk.  für  1  Zentner
Preftorf  im  Kleinhandel  auf  3.50  Mk.  herabzusehen.

Die  Förderung  der  Schafzucht  in
Bayern  läßt  man  sich  an  maßgebender  Stello

So  saßen  sie  noch  beisammen,  als  schon  im
Westen  der  Feuerball  hinter  den  Bergen  hinab.
jank,  die  Dämmerschatten  über  Stadt  und  Tal
sich  ausbreiteten,  während  an  den  prallen  Felswänden
  der  „Brenta“  der  lez#  Glutschein  der
sinkenden  Sonne  verglomm.  Die  Glocke  im  Dom
läutete  den  Tag  zur  Nuhe.  Friede  sprach  ihre
eherne  Junge  —  Friede!  Und  vom  Süden
herauf,  unsichtbar  noch,  zogen  unheimliche  Weitenwolken
  —  ahnungsles  den  Meisten,  ahnungelos
  für  Balmer,  über  dessen  Haupt  bereits  das
Veherben,  el  zusammenzog,  da  das  Schicksal

Spinne  d  egen  Fäden  wob,  um  ihn  in  ihr
fimmerndes  etz  zu  locken.
IV.

Im  Zimmer  des  Hotels  „Treuto“,  dem  Ab-[#igecnartier
  des  —  4  Ling
Livia  erregt  auf  und  ab.  Ihr  Vater  sab  in  einem
Klubsessel,  rauchte  eine  Zigarelte  und  machte  ein
vergnügtes  Gesi
„Jetzt  möchte  4  aber  doch  wissen,  Vater,  wa
das  alles  zu  bedeuten  hat.  zugh  bringst  du  Mich
m  das  m  Sneisesaal  sehen  zu
lalten  dam,  als  im  ia  XV
sant  zu  drücktest  du  meinen  Arm  und
zr  jst  di  hinaus.  Wozu  all  das?  Habe  i  #en
E#adL  heüte  die  neue  Silete  angelegt,  die  du
smir  aus  Rom  hast  kom  lassen  nur  um
der  „  wie  du  it  und  ein  Gesicht
t,  als  vom  du  Mirlionen  zu  verschenken
bahektes

Hab  ich  auch;  das  war  setzt  das  richige  Wart.

 

Rosenhelmer

rechl  angelegen  sein.  So  sond  Ende  Dezember
auf  Anregung  des  Ministeriums  des  Inner'
unter  dem  Vorsitz  des  Ministerialrates  Dr.
iA  Uinger  eine  wichtige  Vorbefprechung  über
Maßnahmen  zur  Förderung  der  Schafuucht  in
Bayern  statt.  Das  Ergebnis  der  Beratung  ist
dabin  zusammenzufassen,  daß  Mitte  Januar
eine  Versammbung  sämtlicher  banerischen  Schafgüchter
  und  Interesienten  nach  München  einberusen
  wicd,  um  die  Gründung  eines  Landesverbandes
  bayerischer  Schofzüchter  und  daran
anschließend  die  Schaffung  von  Kreisverbänden
üuer  ganz  Bayern  in  die  Wege  zu  leiten.

As  dem  Gerichtssas“.

##ebensmittelkarten  Diebstähle  u.
Schiebungen.

Der  Packer  (Joies  Bauer)  einer  Münchener
Buchdruckerei,  die  nutt  der  Herstellung  von  Le
tensmitlellarten  für  verschiedene  bayerische  Kom
munalverlände  betraut  ist,  ließ  sich  durch  den
Tapetierer  Ouo  Arnolo  aus  Halle  a.  d.  —.,  der
unter  dem  „jalschen  Namen  Orland  bei  einer
Münd  der  Firma  in  Stellung  war,  verleiten,
Lebensmittellarten  aus  den  angeferligten  Vor-S



 

 

räten  zu  entwenden  und  sie  dem  Arnold  gegen
Bejahlung  einiger  Mark  zu  geben.  Arnold  fuhr
inil  diesen  Marlen  all-  vierzehn  Tage  nal  Neu-UAlm.

  kaufte  dori  verichiedene  Lebensmittel,  meist

»  Me-  .,VutlxrundElcrundfubtdmsnwpdcr

.(rMunch-ntnruckspchanllcocr
malte  er  teils  zu  gewõöhnlicken  Preisen  an  die
ihm  unterstellten  Arbeiler,  zum  Teil  zu  Ueberreisan
  an  andere  Abnehmer,  auch  der  Baden  der
von  April  bis  November  6.  bis  8  mal  #  Lebens-Mi
  tiellarten  brziehungeweise  Marlen  301
is  200  Slü  sicz  angeeinnet  hatte.  erhieli
Uiters  einen  lleinen  Teil  der  von  Arnold  eingetauften
  Waren.  Um  Ko###en  zu  sparen,  benützte
  Arnold  zweimal  Milärurlaube  erscheine
die  er  von  Soldaten  gelauft  und  dann  gesalicht
lLiatle.  Auch  Nehfaden  u.  a.  kanste  Arnold  ein
und  schichte  sie  unter  falscher  Bezeichnung  nach
Müncien.  Arnold  wurde  vom  Landgericht  wegen
eines  fortgesetzten  Vergehens  der  Hehlerei  und
der  Urkundenfälschung  zu  9  Monaten  Gefängnis,
der  bis  jent  noch  nicht  bestrafte  Packer  31  4  Monaten
  e  Gefängts  verurteilt.

 

(ehie  (eiie  nacrihen.

WITB.  Großes  Hauptquartier,  den

3.  1.  Amtlich.  (Drahtbericht.)
Westlicher  Kriegsschauplatz.

An  verschiedenen  Stellen  der  Front  Ariilleriekampf.
  Nahe  der  Küste  wurden  bei  gelungener
Unternehmung  Gefangene  gemacht.

Französische  Vorstöße  in  der  Champagne.
nördlich  von  Prosnes  und  nördlich  von  Le  Mesnis
  scheiterten  in  unserem  Feuer.

An  der  mazedonischen  u.  italienischen  Front
ist  die  Lage  unverändert.

Der  erste  Generalquaxtiermeister:
Ludendorff.

Der  amtliche  ssterreichische  Vericht.

WIEB.  Wien,
wird  verlautbart:

Oestlicher  Kriegsschanplat

Waffenstillstand.

Italienischer  Kriegsscha#p#l##n

Keine  besonderen  kues=*Der

  Chef  des  Generalstabs.

.

Komm.  setz  dich  her  zu  mir
garette  und  höre  zu:

Seit  mehreren  Jahren  schon  bin  ich  einer  sehr
interessanten  Sach-  auf  der  Spur.  Du  weistt,
daß  alles,  was  in  den  Bereie  daer  Kriegsbereitschaft
  und  der  Kriegsrüstungen  schlägt,  seit  langer
Zeit  unfere  vollfte  Aufmerksamkeit  in  Ansprus
nimmt  und  daß  unsere  Niederlasfung  bei  Salurn
mit  diesen  Angelecgenheiten  in  engstem  Zusammenhonge-
  steht.  Ich  erfuhr  durch  einen  unserer

Brüder,  einen  Bantier  in  Wien,  daß  ein  Physiker
und  Chemiker  an  der  dortigen  Universität  ein
dußerst  geistreicher  und  ohantasievoller  Gelehrter,
  sich  seit  Jahren  mit  einer  Erkindung  befaßt,
die  in  Bezug  auf  Kriegsmaterial,  Strategie  und
Taltik  eine  ungeahnte  Rolle  spielen  soll.  Dieser
Professor  hatte  sich  in  einem  vertraulichen  Gespräche
  zu  bestimmten  Andeutungen  hinreifen
lassen,  die  mir  unser  Genosse  sofort  meldete.  Es
98  kein  Grund  vor,  an  dem  Ernst  und  an  der

Wichtigkeit  der  Sache  zu  zweifeln,  denn  der  Betreffende
  gilt  als  Frundeholicher  Charakter  und
geuießt.  in  Fackkreisen  den  Narf  eines  unermüdlin

  Forschers.  Die  Erfindung  schien  einem  jener
*sn  Gedankenblitze  *  entspringen,  wie  sie
alle  tausend  Jahre  rium,  aus  den  unendlichen
Geistesbewegungen  der-  Lell  n  ein  mensch
liches  Gehirn  einschlage  be  sofort  vermir
  Puheit  zu  t  Unlert  ganze

so,  nimm  eine  Ji

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nis.  von  dem,  trotz  asler

Ge
ihen.  1

 

schieden,

 

1.  (Drahtbericht.)  Amtiich  15

 

Anzeiger

 

Neue  ——
WiB.  Berlin,  (Amtlich.)  Durch  unsere
  U-Boole#  n  .  in  engüischen  Kanal  und
im  Atlantischen  Ozean  neuerdings  4  Dampser,
Segler  und  2  Fischerfahrzeuge  versenkt.
Der  Chef  des  Admiralitabes  der  Marine.

Beralungen  beim  Kaiser.
Beriin,  3.  1.  Ueber  die  gestrigen  Bera.)
lungen  beim  Kaiser  sagt  die  „Täglicke
Runrschau“:  Der  Kaiser  hat  erst  die  Gesamtvor
*  Hindenburgs  und  Kühlmanns  gehört  u.]
iiehlich  gemeinsame  Vorträge,  die  sich  zu  einein
  leinen  Kronrat  gestaltet  haben  mögen.  Zu
einem  Kromate  im  üblichen  Sime  gehört  die
Versammlung  des  gesamten  Staatsministe
riums.  Aber  je  kleiner  der  Kreis  der  Ratgeber
des  Kaisers,  desto  größer  der  Augenblck,  in
welchem  er  sich  versammelte.  Der  Augenblick  vor
der  Wiederaufnahme  der  Friedensverhandlungen
  mit  Rußtand  war  so  grohß,  wie  lei
ner,  seitdem  wir  den  Beschluß  gefaßt  haben,  in
den  Krieg  zu  ziehen.

In  der  „Deutschen  Tageszeitung“  heißt  es:
Hindenburg  und  Ludendorff  lommen  nicht  aus
dem  Großen  Hauptquartier,  menn  es  sich  um
Fragen  alltäglicher  Bedeutung  handelt.  In
Brest-Litowsk  ist  bie  zu  einem  gewisten  Grade
Arbeit  der  Soldalen  getan.  Auf  ihren  sachmi#mnischen
  Rat  aber  wird  man  nicht  verzichten  könmien;
  und  dieser  Rat  wird  gewichtig  sein  und
gewichtig  sein  müssen.  Unsere  Lage  an  den
Fronten  ist  beisviellos  günstig.  Der  deutiche
Sieg  ist  sicher.  Aber  die  engiische  Diplomalie
iit  am  Werte,  den  Sieg  an  der  Fromt  in  eine
Miederlage  zu  verwandeln.

Die  Entente  und  Brest-Litowol.

#Haag,  3.  1.  Die  „Times“  meldet  aus
Wasbingvon:  Zwischen  London,  Paris  und
Wastiington  findet  ein  Gedankenaus.
tausch  über  die  Form  der  Antwor##
auf  die  deutsch-österreichischen  Friedensbedingungen
  statn  „die  durch  die  Bolschewiki  den  Alli#er
ten  übermittelt  wurden.  Es  ist  noch  nicht  entob
  Wilson,  Lloyd  George  und  Clemenceau
  antworten  werden;  im  bejahenden  Falle
wird  die  Antwort  mit  den  Erklärungen  Wisons
übereinstimmen  und  wahrscheinlich  eine  wiederholte
  Darlegung  der  Kriegsziele  in  der  Form
eines  Aufrufes  an  die  feindlichen
Bölker  über  den  Kopf  ihrer  Herrscher  hinweg
enthalten.

Baldiger  Friede.

**  Bern,  3.  1.  Laut  „Berner  Tageblatt“
Latte  Pichons  Kriegsrede  ein  weiteres  AnsKeigen
  der  Wechselkurse  der  Zentralmächte
  in  der  Schweiz  zur  Folge,  während

  die  Kurse  der  Allülerten  sanken.  Heute  sleht

die  Mark  auf  86.50,  die  Krone  auf  53,  der  Ru-Aauf
  90.,  der  Francs  auf  76.  In  Genf  betärlte
  Pichons  gerde  die  Meinung  auf  balviges

  Frieden.
Zu  den  Verhandlungen  in

Brest--Litowesk.
*  Berlin,  3.  1.  Staatssekretär  v.  Kühlmann

  ist  in  dieser  Nacht  zwischen  12,  und  1  Uhr

lice  Allgemeinheiten  festgestellt  uerden  konnten.
Da  wandte  ich  mich  an  meinen  englischen  Kollegen,
  den  Endigsten  und  mächtigsten  Mam  unseres
  Faches.  Ich  tat  es  nur  mit  Widerstreben,
denn  in  diesem  Manne  siecken  alle  Teufel  der
Klugheit,  der  Geriebenheit  und  Rüclsichtslosigkeit
und  in  seinen  Händen  vereinigen  sich  alle  Fãden
der  europäischen  Intriguen.  Ich  mußte  befürchten,
  daft  er  mich  keinfach  beiseite  schiebt  und  die

in  den  Sack  steckt.  Es  blieb  mir  aber  kein
anderer  #wes.  Als  ich  ihn  in  seinem  Bureau
in  London  in  der  Angelegenheit  sprach,  wollte  er
von  dem  Märchen,  wie  er  h  ana  nichts
wiissen  versprach  mir  aber  schlie  Schritte
der  Mfllerung  zu  —J  N  iode  lange
ohne  Nachricht.  Vor  einigen  Monaten  berief
er  mich  piödlich  nach  Paris.  Seine  Untersuchung
war  abgeschlossen,  er  besaß  die  Germt  5
die  Erfindung  von  ganz  außerordentlichem  Werte
sei  und  teilie  mir  einen  bis  ins  lleinste  Detail  aus-Hearbeiteten
  Plan  miit,  demzufolge  nun  vorge-Kangen
  wer  muß.  Die  en  dieses
Planes  kann  und  dark  ich  dir  noch  micht  verraten.
Ich  mußte  aber  von  alledem  mit  din  sprechen,
du  bilt  berufen,  zum  Gelingen  unseres  Unternchmens
  in  hervorragendstem  Mahe  beizutragen.“


—*“

4

(Fortsetzung  folgt.)

—  —

 

Derantworilih:  Far  den

Freitag,  4.  Januar  7918
mil  seiner  Begleitung,  vom  Bahnhof  Friedrichstraße
  wieder  nach  Brest-Litowel  abgereist.  Mit
dem  gleichen  Sonderzuge  haben  sich  die  türkischen

 

und  bulgarischen  Delegierten  nach  dem  Orte  der

eriedensverhandlungen  begeben.

*  Berlin,  3.  1.  Wie  die  „(bermania“  hört,
wird  der  Hauptausichuß  sich  mindestens  mit  starbwer
  Mebrheit  hinter  die  Reichsregierung  stellen,
die  ihrem  Friedensprogramm  die  Richlinien
  verfolge,  wilche  die  Reichstagsmajoritäl
verlündet  hal.  Freiherr  von  Gainy  fagt  im  roten
  „Tag“,  nach  den  offiziösen  Veroffentlichungen
  Uatten  die  Verhandlungen  in  Bren  Lilowök
ein  die  deutschen  Interessen  im  allgemesnen  befriedigendes
  Ergebnis  gehabt.  Bei  naherer  Prüfung
  ließen  sich  jedoch  manche  und  zwur  nicht  unneienlische
  Bedenken  nicht  unterdrücken.

erin.  Z.  1.  Nach  der  „Vos.  Itg.“
und  #e  Lokalanzeiger  dürne  der  ionaldemo=Iratiscke
  Ant#ag,  möljlichst  sofort  d  Reichstag
zusammenzurufen,  leine  Mehrheit  finden.  Vielmehr
  merdde  mit  einer  ermeiterten  Tagung  des
Hauptautidusses  zu  rechnen  sein.  Der  eben'o
wie  der  Hauplaussckuß  des  Reichstages  heute
a##ununfirine  Neileten-Nusschun  Jurfie
in  dieiem  SEinne  formeil  berchließen.

n

Kleine  Tagcschronik.

Aus  englischen  Regierungskreien  leilen  verschiedene
  Bläiter  mit,  die  Aklteretn  wureen
demnäft  eine  neue  amtt  iche  Ertlärung  ürer  die
Kriegsziele  veröffenllichen.

Der  englische  Lebensmittellomrolienr  be
schlagnalmi  vom  Neujahr  ab  alle  Oele  und
D

Fette  im  Vereinigien  Köni  greick.  Der  Veriau?
von  Mehl,  fur  welches,  ebenso  wie  für  Tee,  die
Preise  geitiegen  sind,  wurde  eingeschrantt.

—.

Eine  Mine  rse  in  der  Togwel  .ei  ii  Mischen
  Deal  und  Namsgate  ans  Land  gpült.
Sie  explodierte,  als  man  sie  aus  dem  Wasser
loite.  Sieben  Persenen  w  urden  dabei  geiölet
und  25  vermundet;  auch  einige  Häuser  wurden
zersiörk.

Auksemiew,  einer  der  Orgamsatoren  der
Junkererhebung,  der  sich  in  Petersburn  verkorgen
  hielt,  wurde  in  seiner  Mivatwohning
verhaftet.

nqlus  Petersburg  wird  beme  eldel,  daß  der  Ma

ge  Eremjee  zeitweilig  u#n  Oberommandie
10P  en  ün  Militärbezirk  vetc  „urg  ernanni
worden  ist.

Die  japaniiche  Regierung  beschloft,  de  diplomatischen
  Beziehungen  zur  neuen  rus#ischen  Re
gierung  im  roilen  Umsae  353  aufzunn;
uien.  XX

Der  ilaien'sche  Minitter  e  Innern  zn  streuge
  Vorschrifie  u  für  die  Interni  erung  aller  noch
in  Italien  befindlichen  Denischen.  Oesterreicher
und  Ungarn  erlassen.  «

Um  11000½  Mark  bestohlen.  Ein
böses  Abemener,  das  ihn  110  0C0)  Mark  koitete,
  iil  lier  einem  Berliner  Kaufmann  wiber
fabren.  Nach  Abschluß  eines  guren  Geschaites
wollte  er  41  Mark  bei  einer  Bank  binlerlegen
  a  diese  aber  bereits  geschlosen  war,
suchle  er  ein  Nachtlolal  in  der  Mehrenstraße  a#em.
Hier  geriet  er  mit  anderen  Gästen  in  Streit.
wobet  es  zu  Tätlichkeiten  kam.  im  Verlause  der
Rauferei  wurde  ihm  die  Brieftasche,  in  der  silhb
110  Taufendmarkscheine  u.  200  Fün'markscheine
befanden,  entwendet.  Er  sent  nun  eine  Belolrung
  von  10  0000  Mark  fur  die  Wiederbeschaflung
  der  Summe  aus.  Einem  Mädchen,  dar
ebenfalls  in  den  Strein  vermickelt  wurde.  staht
man  seinen  Pompadour  und  Peiz  sowic  auch
die  Schubc,  sadaß  es  barfuß  nach  Hause  geheint
mutte.

 

Seisaiet  drr  lut  —

 

 

Maltstite  Poftahein

Gn##scheindüchlein  mit  je  10  Gutschinen,
siad  zum  Preise  von  Mk.  1.50  bei  der

Aunfrien  Derwaltung  kes  „Mosernh.  Anheiker“
erhälllic.

    

IIIIIEAIIEIILIIILIIII

 

Wetterbericht  für  Freitag,  den  4.  Januar:
Wechselnde  Bewölkung,  stellenweise,  insbesondere
  Südbayern,  Schneefälle.

 

Tel  Saus  Mittl.
für  die  Inserate  Ernst  Err  Rotattonsdruck  u.

Verlag  M.  Niedermayr,  sämtliche  in  Nosenheim.