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herigen Generalkommandos in Brandenburg und Pommern. Zu
seinem Sitz war Stettin bestimmt, wohin es aber erst 1838 verlegt
wurde.
Über die Dienstverhältnisse und Befugnisse der kommandierenden
Generale sowie auch der Gouverneure und Kommandanten, der
Brigadechefs, Landwehrinspekteure usw. erging am 13. März 1816
eine ausführliche Instruktion. Jedes Generalkommando hatte laut
A. K. O. vom 15. August 1820 einen Chef des Generalstabes, 2 Generalstabsoffiziere
und 2 Adjutanten. Jede Division hatte einen
Generalstabsoffizier und 2 Adjutanten. Die Stellen der Generalstabsoffiziere
bei den Divisionen wurden aber aus Sparsamkeitsgründen
für das Friedensverhältnis am 11. November 1824 aufgehoben
und erst 1853 wiederhergestellt. Die Adjutantur war ein
besonderes Korps mit eigener Uniform (grünen Kragen und Aufschlägen)
und umfaßte die Adjutanten aller höheren Stäbe und Behörden,
nach dem Etat vom 11. November 1824 zusammen 12 Stabsoffiziere
und 32 Kapitains. Zu jedem Generalkommando gehörte
ferner zufolge A. K. O. vom 1. November 1820, endgültig 2. Juli 1822,
eine Intendantur als Provinzialbehörde der Heeresverwaltung.
An der Spitze stand ein persönlich verantwortlicher Intendant, unter
dem 3 Intendanturräte arbeiteten. Das bisherige Kriegskommissariat
ging ein, namentlich wurden die Kriegskommissare bei den Divisionen
(früher Truppenbrigaden) abgeschafft, was das in Blüte stehende
Schreibwesen etwas vereinfachte. Die Intendantur führte die Aufsicht
über die Proviantämter, Traindepots, Lazarette, Bekleidungsdepots,
über das Kassen= und Rechnungswesen der Truppen. Die
laut A. K. O. vom 13. September 1820 alljährlich stattfindenden
ökonomischen Musterungen der Truppen, wobei die Bekleidung, das
Lederzeug, das Reitzeug, das Feldgerät, die Waffen, die Buchführung
genau geprüft wurden, erfolgten unter Zuziehung von
Intendanturbeamten. Jedes Regiment hatte seit dem 29. April 1821
eine Okonomiekommission für die Besorgung der großen Bekleidung
und des Lederzeugs, die alle Materialien mit Ausnahme des von den
Montierungsdepots zu empfangenden Tuchs selbst beschaffte 20).
Im mobilen Verhältnis sollte jede Division eine Intendanturabteilung
erhalten 228). Nachdem auf A. K. O. vom 12. Februar 1820 das
bisher zum Etat des Ministeriums des Inneren gehörige Einquartierungs=
und Serviswesen auf den Etat der Militärverwaltung übergegangen
war, übernahmen infolge eines Beschlusses des Staatsministeriums
vom 21. Dezember 1823 die Intendanturen statt der
Provinzialregierungen die Aufsicht über die gesamten Garnisoneinrichtungen.
Die bei der Garnison-, Lazarett-= und Fourageverwaltung
angestellten Beamten wurden sog. Zivilbeamte der Militärverwal-227)
Es bestanden 4 Montierungsdepots in Berlin, Graudenz, Breslau und
Düsseldorf.
?) Ständige Divisionsintendanturen wurden erst 1861—1865 errichtet.