53
rodot 1,1, sagt, dass der Perser Wörter sich auf us endigten.
Dass das Schluss s nicht stark gehört worden sei,
sieht man daraus, dass es von Dichtern oft: weggelassen
wird. Es enden daher viel Wörter auf s, die bei yns eine
andere Endung haben; 80 (y)Fis, Wer? — valid-us, walt-ig,
(g)Yakis welch-er? gleichsam za} — talis— ta — solch-er.
Schwed: tolik. Aus lenit-as, sanit-udo sieht man, dass
lenis, lenit, lind, sanus, sanut- (ge) sund heissen musste.
8) Bei Wörtern wachsender Declination muss nicht der Noninativ,
soudern der Genitiv als Stamm angesehen werden:
Die Lateiner behielten nicht den Reichthum germenischer
Sprachen in den Endungen des Nöminutivs, sondern
warfen meist die Consonanten fort. So ist der Stamm
von homo, ho — min, von veritas — vers — tal; von
virtus — vir — tut, von mens, ment, von dens, dent,
von ordo — ordinj — ording. Das g@ hatte man äufgelöst
in i, wie es die Italiener heut mit. vielen. Uonsonanten
machen, die piucere schreiben statt placere, pi
'statt plus, So wurden also Consenanten am Ende weggelassen
und in Focale ‘oder s verwandelt. Weg wat. via,
doch in der röm. Bauernsprache blieb es teka. Varrd de
R. R.1, 2.14. Tag wer dies.
D) Als Stamm des verbi ist nicht. sowohl das Praesens, als
das Perfeetum und Supinum, (eine durch Anhängung entstandene
Infinitivform) zu betrachten. Im Praesens ist oft
Mm,Nn,T eingeschoben; so statt Dresso, presme: —..preino:
Von sterne — strav. (streue), von frang — frag — (fract )
— breche, von pango — pag — ( pnet), — füge, von
dero — sad — sad — sis — Säet — dard — Tri —
trete — zermalme,; von haurio — haust. —
Bei der Isten, 2ien und den Cormjugutiön ist das
lange a, e, i wie im Griechischen bei den verbis perispomenis
durch eine Zusammenziehung entstanden. Sio. von
3