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stao — stehe, zum Theil durch die Verwandlung eines
Consonanten, der sich im Supinum wiederfndet, in einen Pocal
und dann freilich auch dureh Zusammenziehung in einzelnen
Forrhen, so (in jvenio — (in)vent (erfinden,
doleo dot dulden,
deleo delet, (ver)tilge.
10) Beim Deutschen ist zu bedenken, dass mar die Stemmeylbe,
nicht aber die Vorschlags- oder Anhängesylben in
Betracht kommen. So wird z. B. unsere Vorschlagssylbe ge in
vielen deutschen Volksdialeeten, dem Scandinavischen und
in-der englischen Sprache weggelassen; s6 heisst Schwedisch
und Dänisch Gesund sund, Gewalt zuelda. Oft ist
das e beim& im Deutschen herausgefallen, so dass man es
kaum als Vorschlag erkennt, wie bei Glied — statt Gelied.
'Schwed. und auch im Schlesischen lit. Gnade Daenisch
Naade und Nüel. Glück: Friesisch Lock, Nieders. Luck.
Ob Wörter aus dem Latein ins Deutsche oder aus dem
Deutschen ins Latein gegangen sind, lässt sich an mancherlei
erkennen.
1) An der Aussprache, besonders des ©. Zentner, Zelle,
Zieder, Zins, Karzer stammen von cdentenarius, cella, cedrus,
census, carcer, was dürch die später entstandene
Aussprache sich ergiebt: Dagegen sind cella und carcer
selbst aus Keller und Kerker entstanden, und waren auch
früher so ausgesprochen worden. Ebenso cent, was yei-_
ter unten erklärt werden wird.
2) Aug dem Tone. Wörter, die den Ton auf der Stammsylbe
haben, können wir als ächt deutsche betrachten.
‚Die es nicht sind, verrathen, auch wenn sie noch so verbreitet
sind; derch den Ton, ihre fremde Abkunft, so Mu-.
eik und Natur, denn ohnerachtet das letztere Wort von
einer germanischen Wurzel stammt, ist diese Form uns
doeh durch die Lateiner gegeben worden.