Der Ost-Friede
an deren Sitzungen die Vorsitzenden der einzelnen Delegationen
persönlich teilnahmen, ein hartnäckiger Zweikampf
Kühlmann-Trotzki um die Fragen der Räumung
und des Selbstbestimmungsrechts der besetzten Gebiete.
Die Diskussion wurde von Herrn Trotzki in einer unverkennbar
für die Außenwelt bestimmten aufreizendagitatorischen
Weise, dabei dialektisch sehr gewandt und
in vollendeter Rabulistik geführt. Die innere Unaufrichtigkeit
seines Eintretens für die reine und unverfälschte,
vor jeder Beeinflussung und jedem Druck zu behütende,
nur in freier und allgemeiner Volksabstimmung zu verwirklichende
Selbstbestimmung der Nationalitäten der
besetzten Gebiete wurde in das hellste Licht gesetzt durch
das Verhalten des bolschewistischen Rußland gegenüber
den dem Bolschewismus abgeneigten eigenen Landesund
Bevölkerungsteilen. Während Herr Trotzki in Brest-Litowsk
den in freier Abstimmung sich bekundenden
Volkswillen als die höchste Norm im Völkerleben proklamierte,
jagte seine Regierung in Petersburg die aus
freien Volkswahlen hervorgegangene verfassunggebende
Nationalversammlung mit bewaffneter Hand am Tage
nach ihrem Zusammentritt auseinander (20. Januar 1918).
Abgesehen von dem unerhörten Terror, den die bolschewistischen
Machthaber im Sowjetrußland selbst ausübten,
versuchten sie in denjenigen Gebieten, die — wie die
russische Regierung selbst anerkennen mußte — auf Grund
einwandfreier Ausübung des Selbstbestimmungsrechts
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