Contents : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt. Vierundsiebzigster Jahrgang. 1913. (74)

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geschriebene  Zahl  von  Bewerbern,  so  werden  die  Vorgeschlagenen  gestrichen,  deren
Namen  den  in  zulässiger  Zahl  vor  ihnen  Genaunten  folgen.  Enthält  eine  Vorschlagsliste
  weniger  als  die  vorgeschriebene  Zahl  von  Bewerbern,  so  wird  sie  dadurch
  nicht  ungültig.

11.  Die  Anstände  sollen  bis  zum  Ablaufe  des  zehnten  Tages  vor  dem  Wahltage
  beseitigt  sein.

Frühestens  9  und  spätestens  5  volle  Tage  vor  dem  Wahltage  sind  die  gültigen
Vorschlagslisten  von  dem  Wahlleiter  gleichzeitig  mit  ihrer  Bezeichnung  (Nr.  7)
in  den  für  amtliche  Bekanntmachungen  des  Oberversicherungsamts  bestimmten
Blättern  zu  veröffentlichen  oder  den  Wahlberechtigten  zu  übersenden.

12.  Wird  bis  zu  dem  in  Nr.  5  bestimmten  Termine  nur  eine  Vorschlagsliste
eingereicht,  so  findet  keine  Wahl  statt.  Die  in  der  Vorschlagslisic  gültig  verzeichneten
Personen  gelten  in  der  erforderlichen  Zahl  in  der  Reihenfolge  des  Vorschlags  als
gewählt.

III.  Die  Wahl.

13.  Zum  Wahlraume  haben  nur  die  Wahlberechtigten  Zutritt.

14.  Die  Wähler  haben  sich  auf  Verlangen  des  Wahlleiters  über  ihre  Wahlberechtigung
  auszuweisen.  Als  Ausweis  genügt  in  der  Regel  die  Vorlage  der  den
Wahlberechtigten  übersandten  Aufforderung  (Nr.  5).

15.  Das  Wahlrecht  wird  in  Person  und  durch  Abgabe  eines  Stimmzettels
ausgeübt.  Die  Stimmzettel  dürfen  nicht  unterschrieben  sein  und  keinen  Widerspruch
  oder  Vorbehalt  enthalten.  Sie  sind  außerhalb  des  Wahlraums  haudschriftlich
  oder  durch  Vervielfältigung  herzustellen.  Die  Stimmabgabe  erfolgt  bei  dem
Versicherungsamte,  bei  dem  der  Wahlberechtigte  als  Versicherungsvertreter  gewählt  ist.

Es  darf  nur  für  unveränderte  Vorschlagslisten  gestimmt  werden.
Als  verändert  gelten  auch  solche  Vorschlagslisten,  in  welchen  die  Reihenfolge  der
Vorgeschlagenen  geändert  ist.  Es  genügt  aber,  daß  der  Stimmzettel  die  Bezeichnung
der  Liste  (Nr.  7)  enthält,  für  die  der  Wähler  sich  entscheidet.  Im  übrigen  sind
Stimmzettel,  die  von  den  Vorschlagslisten  abweichen,  ungültig.

16.  Die  zur  Ausübung  ihres  Wahlrechts  Erschienenen  sind  in  eine  Liste  einzutragen.
  In  der  Liste  ist  die  fortlaufende  Nummer,  der  Name,  Beruf  und
Wohnort  der  Erschienenen  sowie  der  Name  des  Arbeitgebers,  bei  dem  der  Wähler
beschäftigt  ist,  anzugeben.