Metadaten : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1831. (8)

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Wohnsitz  in  einem  der  Orte  haben,  außerdem  aber  diejenigen,  die  sich  freiwillig
  dazu  erbieten,  und  in  deren  Ermanglung  die  zunaͤchstwohnenden,
vorausgesetzt,  daß  sie  nicht  durch  ein  Wartgeld  an  ihren  bisherigen  Wohnsitz  gebunden
seyen.  Im  Falle  des  Beduͤrfnisses  koͤnnen  auch  Wundaͤrzte  erster  Abtheilung
oder  erster  Elasse,  welche  gute  wissenschaftliche  Bildung  mit  Erfahrung  an  Krankenbetten
  verbinden,  hiefür  in  Anspruch  genommen  werden.

&.  42.

Aehnliche  Hülfs-Aerzte  sind  in  zusammengesehten  Gemeinden  und  größeren
Ortschaften  je  nach  der  Oertlichkeit  für  einzelne  Parzellen  oder  Unterbezirke  aufzustellen,
  unter  der  Weisung,  von  Zeit  zu  Zeit  unter  sich  und  mit  dem  Amts-Arzte
zusammenzutreten,  und  ihre  Beobachtungen  und  Ansichten  gegenseitig  auszutauschen.

S.  45.

Die  Bestellung  dieser  Hülfs-Aerzte  geschieht  auf  den  Antrag  der  Bezirks-Behörde
  durch  die  höhere  Behörde,  unbeschadet  des  Rechts  der  Bezirks-Behbrde,
in  cilenden  Fällen  eine  provisorische  Verfügung  debhalb  bis  zu  Einlangung  der
En:schließung  der  höheren  Behörde  zu  treffen.  Für  ihre  Widmung  haben  sie,
neben  einer  besonderen  Entschädigung  för  die  etwaige  vorübergehende
Veränderung  ihres  Wohnsibes,  eine  ihrer  Wirksamkeit  entsprechende  Berücksichtigung
  bei  künftigen  Anstellungen  zu  erwarten.

K.  344.

Der  an  Orten  oder  in  Unterbezirken,  wo  der  Amts=  oder  Hülfs-Arzt  seinen
Wohynsit  nicht  hat,  für  die  Zeit  seiner  Abwesenheir  zu  Berathung  der  Kranken  aufzustellende
  Wundarzt  aus  einer  der  niederern  Abtheilungen  muß  entweder  im
Orte,  beziehungsweise  im  Unterbezirke  anf  Aßzig  seyn,  oder,  wenn  er  aus  der  Nachbarschaft
  berufen  wird,  für  die  Dauer  der  Krankheit  gegen  entsprechende  Entschädigung
seinen  bleibenden  Aufenthalt  daselbst  nehmen.  Itt  daher  ein  solcher  Wundarzt
  aus  der  Rachbarschaft  zu  berufen,  so  ist  darauf  zu  sehen,  daß  er  nicht  einem
Orte  oder  einem  Unterbezirke  entzogen  werde,  welche  seiner  selbst  bedürfen,  und  daß  die
Gemeinde,  von  der  er  etwa  ein  Wartgeld  bezieht,  ihre  Zustimmung  hiezu  ertheile.

§.  45.
Wenn  an  dem  Orte,  wo  die  Krankheit  ausgebrochen  ist,  keine  Apotheke  sich  be-