Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

266  Diastolik

f.;  —:  Dehnung,  z.  B.  einer  v.  Natur  kurzen  —
wie  Spystole  Kürzung  einer  v.  Natur  langen  —
Silbe;  ferner:  Bei  der  Zusammenziehung  (Systole)
verkleinert  sich  das  Herz  in  allen  seinen  Durchmessern;
bei  der  Verlängerung  der  Muskelfasern  tritt  die  Ausdehnung
  des  Herzens  (D.)  ein.  Burdach  Anthr.  37;  Aus  der
Systole  u.  D.,  zu  der  die  Retina  gebildet  ist.  G.  3,
263  (s.  Diakrisis)  2c.;  ferner  in  der  gr.  Grammat.
ein  Trennungszeichen  2c.  olik,  f.;  —en:  Lehre
v.  den  Einschnitten  u.  Verbindungen  der  musikalischen
  Perioden.  —  Oiästr-emma  (gr.),  u.,  —#:
-ta  [8  24,  3,  n.,  tis),  ophe,  f.;  —n:  Verrenkung,
  Verzerrung  2c.,  bes.:  Verziehung  der  gelähmten
  Gesichtsmuskeln  nach  der  gesunden  Seite
hin.  —  Diäst-öl  (gr.),  n.,  —e)8;  —#e;  -plon,
lum,  n.,  —;  als  24,  2,  u.]:  weitsäulige  Halle.
—  Diasärm  ((gr.),  m.,  —(e)s;  —##;  -—os,  -us,  m.,
uv.;  0  ls  24,  2):  das  Durchziehn,  Durchhecheln,
Hohn  2c.;  die  rednerische  Figur  der  Verkleinrung
(Ggstz  Hpperbel).  —  Diät,  f.;  —en:  1)  (gr.)  gw.
in  Ez.:  mit  Rücksicht  auf  die  Gesundheit  vorgeschriebne
  Lebensordnung,  nam.  in  Bezug  auf  Essen
u.  Trinken  (vgl.  Nesotrophie):  Streng  D.  halten;
nach  der  D.  leben  2c.;  auch  elliptisch  —  wodurch  das
Hw.  den  Schein  eines  Adv.  annimmt:  Sereng  diät
leben  2c.;  Brunnen-D.,  wie  sie  bei  Brunnenkuren
vorgeschrieben  wird:  Milch-D.,  wrnach  man  nur
—  od.  fast  nur  —  Milch  u.  Mehlspeisen  genießt  rc.;
D.-Fehler  2c.  —  2)  (lat.,  s.  dies):  a)  (vralt.)
Reichs=  2mc.  Tag:  Die  D.  zu  Regensburg  ꝛc.  —  h)
(Mz.)  Tagegelder,  Gebühren,  die  tageweise  —
nam.  als  Ersatz  der  Auslagen  u.  Versäumnis  —
gezahlt  werden:  Die  D-en  (od.  Disten)  der  Abgeordneten
  2c.;  D-en-Entziehung.  Nal#  2  1,  159;  Losig-=keil.
  ebd.  2c.  -är,  m.,  —6;  —+eu;  -ärius,  m.,  uv.;
-se,  -rlen  [§  24,  2);  (Tist):  1)  ein  nicht  mit
sestem  Gchalt  Angestellter,  der  gegen  Diäten
(l.  d.  20)  arbeitet  (vgl.  Diurnist,  Journalist):  Der
bisherige  Kanzl  ei  diätarius.  Uals.  20,  239  2c.;  Die
Burean  diätarien.  21,  21  c.  —  2)  in  der  kathol.
Kirche  ein  den  Frühgottesdienst  versebender  Geistliche.
  elik,  f.;  0:  Gesundheitslehre  (Cubiötik.
liheer,  m.,  -s6;  uv.:  Lehrer,  Freund  der  Diätetif.
elisch,  a.:  auf  Diätetik  bezüglich,  ihr  gemäß  2c.
—  Diatessaron  (gr.),  n.,  —#;  —#:  s.  Diapason.
—  Oiatheke  (gr.),  f.;  —n:  der  Bund,  bes.  (religiös):
  Die  alte,  die  neue  D.  (vgl.  Testament).  —
Dialhermän  (gr.),  a.:  Wärmestrahlen  hindurchlassend,
  „durchwärmig“  (vgl.  atherman).  Pouilli
2,  378;  Uatur  15,  214.  Tilät,  f.;  O:  die  Eigenschaft,
  Wärme  durchzulassen.  ebd.  sir,  f.;  0:  die
Eigenschaft,  gewisse  Wärmestrahlen  vorzugsweise
zu  absorbieren,  andre  hingegen  vorzugsweise  durchzulassen
  (s.  Thermanismus).  ponilet  2,  381.  —
Dialh-ese  (gr.),  f.;  —m:  esis,  f.  [824,  3,  uv.  :
Disposition  (s.  d.),  Anordnung:  Beschaffenheit;
Krankheitsanlage  2c.  —  Oiäli  (Djati),  m.,  —;
—:  ein  Baum  in  Indien,  Tectöna  grändis.  durch
sein  Holz  bes.  wichtig  für  den  Schiffban:  D.
Bäume.  .  D.-Wälrer.  U##ur  14,  26  8a,  s.  Teal  2c.
—  Diälist,  m.,  -en,  —##;  -en:  Diätar  (s.  d.  1;  2).

Dichogamie

—  Diälha,  Ojälka  (russ.),  m.,  —s;  —s:  Der  D.
od.  Aufseher  der  Kinder.  Kohl  Pet.  2,  125  (Dilka.  125),
vgl.:  Igruschki  dätskija  (Kinderspielzeng).  342.  —
Dial-öm  (gr.),  a.:  (Mineral.)  nach  einer  Richtung
  hin  leicht  theilbar.  -oma,  n.,  —;  —  I/§24,
3,  n.,  -tis]:  eine  Gattung  aus  der  Zunft  der
Diatomacsen  od.  Diatomsen  (s.  Baeillaria).
Oken  3,  152;  195  2c.  —  Diafönisch,  a.:  durch  die
Töne  der  gewöhnlichen  (Dur=  od.  Moll-)  Tonleiter
sich  fortbewegend  (Ggstz  chremarisch  2c.).  —
Dialrẽs-e  (gr.),  f.;  —:  is,  f.  I§  24,  3.  uv.):
(Chir.)  Durchbohrung,  Perforation.  —  Dialr--ibe
  (gr.),  k.;  —:  Disputatien,  Diskurs,  Streit-Schrift,
  -Rede,  eifriger  Angriff  in  Wort  und
Schrift  2c.:  Lange  Parlaments=  u.  Kammer--Dn.
Falimtraher  GsW.  1,  74  2c.  -imma,  n.,  —;  -ta.
1824,  3.  u.,  -tis]:  das  Wundsein  durch  Reiben  rc.
(Frakt,  Wolf.  Intertrige).  —  Diatppös-e  (gr.),  k.;
—n  ;  Eis,  k.  [8  24,  3.  uv.]):  Veranschaulichung
durch  Vorbilder.  —  Diäaülos  (gr.),  m.,  uv.;
uv.  :  1)  Wettlauf,  wobei  die  Bahn  2mal  durchmessen
  wurde,  Doppelstadium.  Guhl  1,  239.  —
2)  Zudem  ward  jene  lgrade  Flötel  entweder  ein-  od.
zwiefach,  als  Monaulos  (s.  d.]  u.  als  D.  verwandt.
Weiss  Kost.  1,  903.  —  Diävol-élfto  (it.),  m.,  —;
tti;  -ino,  m.,  -s6;  ini:  Teufelchen;  überzuckerte
Würzkörner  (als  Aphrorisiaca).  o,  m.,  —6;  —s,
-i:  Teufel  (s.  Demonio;  Diable  2c.):  Fra  (s.  d.)  D.  2c.
—  Diazö-ma  (gr.),  n.,  —#;  men  (8  24,  3.  n.,
-tis]:  Umgürtung,  Gurt;  auch  (Bauk.)  gürtelförmiger
  Zwischenraum,  Gang  zw.  den  Sizreiben
im  Amphitheater  2c.  Ker,  m.,  —;  ur.:  (Anat.)
ein  Brustwirbel.

Dib  (ar.),  m.,  —;  —#:  arabischer  Wolfshund
(Kelb  el  Chala).  Brehm  Hab.  60,  vgl.:  Zwei  lebende
FDiuhb.  115.  —  Oiba  (türk.),  m.,  —#;  —:
reicher,  gold=  u.  silbergeslickter  Stoff.  Hammer  10,
344,  s.  Dimi.  —  Dibaph-on  (gr.),  n.,  —#;  za:
zweimal  gefärbter  Purpur.  Böniger  Sab.  359.  —
Dibidibi,  n.,  —#;  0:  Die  unter  dem  Namen  Diviriei
  od.  D.  bekannten  Schoten  der  Cesalpinia  coriäria.
witd.  (finapp  Techn.  2,  536),  als  Gärbstoff  2c.  —
Dibrachns  (gr.),  m.,  uv.;  uv.:  ein  aus  2  Kürzen
  bestehnder  Versfuß  (Porrbichius).  —  Oibs  (ar.),
m.,  uv.;  0:  eingedickte  Fruchtsäste,  nam.  Trauben=Sirup.
  Kurrer  Pal.  91:  Es  giebt  versch.  Arten  v.  D.:
aus  Weintrauben,  Nosinen,  Feigen  u.  Datteln  ic.  ..
Alle  diese  versch.  Arten  v.  D.  isst  man  mit  Brot  ed.
kocht  sie  auch  mit  Reis.  D.  ist  das  bebr.  I#*  Is.  d.
Gesenius].  Ptiermann  Or.  1,  19;  152;  310;  Mit
Dips  u.  Wasser.  Garienl.  15,  5  20à  2c.  vgl.  Böknies;
Passulatum.

Dice:  s.  Dite.  —  Dicent-ärius  (mlat.),  m.
I&  21,  2):  Schwätzer.  -s,  pl.:  unnitze  Worte,
Geschwätz,  Redensarten:  Werdet  doch  nicht  setzt  erst
viel  D.  wachen  ?  Garlenl.  14,  52  1à  ie.,  auch:  Dicintsen.
  —  Oiccephäl-isch  (gr.),  a.:  zweiföpfig
(s.  Picers).  -ium,  u.,  —:  len  [824,  2,  u.):  zweiköpfige
  Mißgeburt.  —  Dickri-um  (Diheri-on),
n.,  —;  zen  (§  24,  2,  n.  :  zwejarmiger  Leuchier  in
der  gr.  Kirche.  —  Dicho-gamié  (gr.),  f.  —ehn: