Regulierung natürlicher Binnenwasserstraßen. 173
Durch Gesetz vom 4. August 1904 sind zur Regulierung der schiff= Bober.
baren Strecke des Bobers Mittel in Höhe von 710000 M
zur Verfügung gestellt. Zu diesen Kosten zahlt die Provinz Brandenburg
einen Beitrag von 142 000 A. Die Arbeiten sind nahezu vollendet.
An der Lausitzer Neiße, die von Guben bis zur Mündung Lausiter Neiße.
als Schiffahrtsweg so ausgebaut ist, daß auf ihr finowkanalmäßige Schiffe
mit 100 t Ladung bei einem Mittelwasserstande von 1,14 m am Pegel zu
Guben noch verkehren können, sind auf Grund des Gesetzes vom 4. August 1004
weitere Ergänzungsbauten vorgenommen. Die erforderlichen Bauarbeiten,
für die 20 000 M vorgesehen waren, sind zum vorläufigen Abschluß gebracht.
Wenngleich das für die Warthe angestrebte Regulierungsziel von Warthe.
1,0 m Wassertiefe bei mittlerem Niedrigwasser im allgemeinen bereits
durch die früheren Arbeiten erreicht war, so ergab sich doch die Notwendigkeit,
einzelne schlechte Stellen durch 2 Durchstiche und mehrere kleinere Nach-
regulierungen zu verbessern. Diese Bauarbeiten sind mit einem Gesamt-
aufwande von 645 000 .% ausgeführt worden. Um ferner die Strecke
von dem Hauptumschlagsplatz Posen abwärts bis zur Netze-
mündung in erhöhtem Maße für die unterhalb dieser Mündung häufiger
verkehrenden 400 t-Schiffe besser nutzbar zu machen, sind im Gesetz vom
I. April 1005 Mittel im Betrage von 2 231.000.K vorgesehen. Die hieraus
vorzunehmenden Arbeiten (Durchstiche, Abstiche und Brückenerweiterungen)
sind mit einem Kostenaufwande von 310 500 A etwa zur Hälfte ausgeführt.
Die bisher nur für Finowkähne benutzbare Freie Netze — von der Freie Netee.
Mündung in die Warthe bis zur Einmündung der
Drage — erfährt auf Grund des Gesetzes vom 1. April 1005 eine Her-
richtung des Fahrwassers für 400 t-Schiffe. Die zu 1 500 000.KM veran—
schlagten Bauarbeiten sind in der Ausführung begriffen. Die bisherige Aus-
gabe beträgt 330 000 M.
Der Ausbau des Mittelwasserbetts der Weichsel durch Ergänzung Weichsel.
der Stromwerke, der aus Mitteln des Extraordinariums erfolgt, ist bis
auf unerhebliche Reste zum Abschluß gebracht worden. Verausgabt sind
insgesamt 6247 100 +. Die Erfolge der Regulierungsarbeiten bestehen
einerseits in einer Zunahme der Größe der Schiffsgefäße (vergl. die näheren