reichbar. Einige Tage darauf teilte mir der betreffende
Diplomat mit, er habe in einem Privatbriefe an Sir E.
Grey über meine Außerungen berichtet und von diesem
die Antwort erhalten —er las mir den Passus des Briefes
vor — wonach der englische Staatssekretär meine Absichten
begrüßte. Er werde bereitwillig an der Erreichung
des gesteckten Jieles mitarbeiten. Wenn die
deutsche Politik in diesem Sinne geführt werde, könne
das Verhältnis zwischen den beiden Mächten leiche ein
befriedigendes — und vielleicht mit der Jeit noch mehr —
werden.
In Berlin hatte ich zunächst an den Aufgaben, die die
Londoner Konferenz allen Kabinetten sfellte, zu arbeiten.
Eleichzeitig aber nahm ich, immer mit voller Justimmung
des Kaisers und des Kanzlers, die Verständigung
mit England über die Bagdadfragen in Angriff. Die Verhandlungen
gestalteten sich allmählich zu einem großzügigen
Abkommen über die wichtigsten sich berührenden
Interessen in Mesopotamien, Kleinasten und Syrien,
in das neben der Türkei auch die anderen interessierten
Staaten, Rußland und Frankreich, hineinbezogen wurden.
Es war eine Teilung der Türkei in wirtschaftliche
Interessensphären und hätte durch die Ausgleichung
der Reibungsflächen eine eminente Friedensgarantie
werden können. Daß es dabei Schwierigkeiten (namentlich
auch seitens der letztgenannten Staaten) zu überwinden
gab, versteht sich bei der Natur der Dinge. England zeigte
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