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Jahre 1827 auf. Jährlich wurde der neunte Teil der Dienstpferde
durch Remonten ersetzt, ein Regiment erhielt also 60. Bei den
Offizier-Chargenpferden rechnete man mit fünfjähriger Dauer 2838).
Die Artillerie erhielt ihre endgültige Organisation durch A. K. O.
vom 29. Februar 1816. An ihrer Spitze stand zunächst ein „General--kommando
der Artillerie“ unter dem Prinzen August von Preußen
als kommandierenden General. Am 3. April 1820 erhielt der Prinz
aber den seinen Wirkungskreis besser bezeichnenden Titel als Generalinspekteur
und Chef der Artillerie. Er bekleidete diese Stellung bis
zu seinem Tode 1843. Jedes Armeekorps erhielt eine Artilleriebrigade
unter einem Brigadier ?2). Bei der Umbenennung des
IV., V. und VI. Armeekorps tauschten 1818 auch die zugehörigen
Artilleriebrigaden ihre Nummern. Je drei Artilleriebrigaden standen
unter einem Brigadechef, seit 3. April 1820 Artillerie-Inspekteur.
Die Zahl der Artillerie-Inspektionen wurde am 13. September 1839
um eine vierte vermehrt.
Jede Artilleriebrigade zerfiel in 3 Abteilungen zu 1 reitenden
und 4 Fußkompagnien mit einer Gesamtstärke von 72 Offizieren,
1350 Mann. Eine Kompagnie hatte 4 Offiziere und 90 Mann, nämlich
12 Unteroffiziere, 16 Bombardiere, 2 Tambours (reitende
Artillerie Trompeter), 60 Kanoniere. Sie durfte außer den Unteroffizieren
30 Kapitulanten haben, jedoch mit Einrechnung der Bombardierc.
Im Winterhalbjahre waren bei den Fußkompagnien jeder
Brigade seit 1820 120 Mann, seit 1828 nur 100 Mann beurlaubt.
Am 26. November 1831 wurde der Etat der Fußkompagnien von
90 auf 115 Mann erhöht, am 3. Mai 1833 aber auf 110 herabgesetzt.
Die Winterbeurlaubung in der bisherigen Form fiel laut A. K. O.
vom 8. Juli 1832 fort, dagegen wurde der Ersatz bei der Fußartillerie
statt wie bisher im Herbst ebenso wie bei der Infanterie am
1. April eingestellt, sodaß die Dienstzeit 2½ Jahre dauerte und während
der sechs Wintermonate 256 Mann bei jeder Brigade ausschl.
Garde fehlten. Von diesen wurden zufolge A. K. O. vom 8. September
1836 bei den Artilleriebrigaden, die keine Königsrevue hatten,
156 Mann statt am 1. Oktober schon am 20. August entlassen. Zugleich
wurde das unter 3 Feuerwerkslieutenants (Artillerieoffizieren)
stehende Laboratorienpersonal (30 Oberfeuerwerker, und Feuerwerker)
aus den Kompagnien herausgenommen und dem Brigadestabe
zugeteilt. Eine reitende Kompagnie hatte seitdem 88, eine
Fußkompagnie 108 Mann. Die Gesamtstärke einer Brigade betrug
71 Offizierc, 1594 Mann. Die Fußkompagnien hatten seit 1832
Hornisten statt der Tambours.
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2368) Mentzel, Die Remonticrung der Preußischen Armec, Berlin 1845.
2309) Zusammensetzung der Artilleriebrigaden aus den Batterien usw. der
Befreiungskriege s. v. Decker, Geschichtliche Rückblicke auf die Formation der Preuß.
Artilleric, Berlin 1866 S. 46ff.; (Schwertfeger), Die Preuß. Artillerie 1809—1816,
Urkundliche Beiträgc und Forschungen, Heft 14/15.