der Tat auch nichts erfolgt, man ließ das Übel ruhig
weiterfressen. —
Nur mit einem von hartem Siegeswillen und Sie—
gesglauben erfüllten Volke hinter sich konnte die Regie—
rung Schritte zur Herbeiführung eines Sonderfriedens,
einer Verständigung mit dem einen oder dem anderen
unserer Gegner wagen. Zwecklos und geradezu verderb—
lich und schädigend für unsere Lage war jeder Versuch,
wenn wir dabei den Eindruck machten, als ob wir etwa
ein dringendes Friedensbedürfnis hätken und den Krieg
nicht lange aushallen könnten. Zweck= und sinnlos waren
daher unsere offen in die Welk hinausgeschrieenen Friedensangeboke
— die überdies noch keinerlei klares Bild
von dem gaben, was wir eigenklich wollten. Sie hatken
nur den Erfolg, daß sie der Hoffnung der feindlichen
Völker auf unseren baldigen Zusammenbruch psochologische
Stützen gaben und daß sie damik den Siegesglauben
und den Willen der Gegner, bis zum „knock
out blow“ durchzuhalken, stärkten — uns zum Schaden,
uns zum Verhängnis.
Umgekehrk aber waren Siegeswille und Siegeszuversicht
für die Dauer und bis zum glücklichen Ende nur in
einem Volke und in einem Heere aufrechk zu erhalten,
die an ihrer Spitze nicht nur eine kraftvolle kühne Heeresleikung
wußken, sondern gleichzeitig, und dieser völlig
ebenbürkig, auch eine Regierung, die während des blutigen
Ringens zu Lande, zu Wasser und in der Luft
keine Sekunde lang die Beherrschung der zahllosen
Fäden und Drähte der äußeren Polikik aus dem Auge
verlor, deren zum starken Zugriff bereiter Hand nichf
die leiseste, etwa für unser Schicksal nutzbare Bewegung
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