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die Grenze zwischen den beiden Kreisen;
dann die alte Grenze zwischen Deutschland und Osterreich-Ungarn bis
zu einem Punkte, der an der Oder hart südlich der Eisenbahnlinie Ratibor—
Oderberg liegt;
von dort nach Nordwesten bis zu einem Punkte ungefähr 2 km südöstlich
von Katscher: «
eine im Gelände noch zu bestimmende Linie, die westlich von Kranowitz
verläuft.
Ein aus sieben Mitgliedern zusammengesetzter Ausschuß, von denen fünf
durch die alliierten und assoziierten Hauptmächte, eines von Polen und eines
von der Tschecho-Slowakei ernannt werden, tritt zwei Wochen nach dem
Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrags zusammen, um an Ort und
Stelle die Grenzlinie zwischen Polen und der Tschecho-Slowakei festzusetzen.
Dieser Ausschuß entscheidet mit Stimmenmehrheit. Seine Entscheidungen
sind für die Beteiligten bindend.
Deutschland verzichtet bereits jetzt zugunsten der Tschecho-Slowakei
auf alle Rechte und Ansprüche auf den von den nachstehend bezeichneten
Grenzen eingefaßten Teil des Kreises Leobschütz für den Fall, daß infolge
der deutsch-polnischen Grenzfestsetzung der bezeichnete Teil dieses Kreises
den Zusammenhang mit Deutschland verlieren sollte:
von dem Südostende des Vorsprungs der alten österreichischen
Grenze etwa 5 km westlich von Leobschütz in südlicher Richtung bis zum
Treffpunkt mit der Grenze der Kreise Leobschütz und Ratibor:
die alte Grenze zwischen Deutschland und Osterreich-Ungarn;
dann nach Norden die Verwaltungsgrenze zwischen den Kreisen Leobschütz
und Ratibor bis zu einem Punkte etwa 2 km südöstlich von Katscher;
von dort gegen Nordwesten bis zum Ausgangspunkt dieser Grenzbeschreibung:
eine im Gelände noch zu bestimmende Linie, die östlich von Katscher
verläuft.
Artikel 84.
Die deutschen Reichsangehörigen, die ihren Wohnsitz in irgendeinem als
Bestandteil der Tschecho-Slowakei anerkannten Gebiet haben, erwerben
von Rechts wegen die tschecho-slowakische Staatsangehörigkeit unter Verlust
der deutschen.
Artikel 85.
Zwei Jahre lang nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages sind die
überachtzehn Jahre alten deutschen Reichsangehörigen, die in irgendeinem der
als Bestandteilder Tschecho-Slowakeianerkannten Gebieteansässigsind, berechtigt,
für die deutsche Reichsangehörigkeit zu optieren. Die Tschecho-Slowaken,
die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen und in Deutschland wohnen, sind
ebenso berechtigt, für die tschecho-slowakische Staatsangehörigkeit zu optieren.
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