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Vortrage zulösen; ausserdem sind einzelne Fragen zu stellen,
aus deren Beantwortung ersehen werden kann, ob die Schüler
die wichtigsten Thatsachen und Jahreszahlen der allgemeinen
Weltgeschichte inne haben. Die Brandenburgisch-Preussische
Geschichte ist jedesmal zum Gegenstande
derPrüfung zu machen. Bei der geschichtlichen Prüfung
ist stets auch die Geographie zu berücksichtigen '),
diese aber nicht als ein für sich bestehender Prüfungsgegenstand
zu behandeln.“
Anmerkung 1. Die Abiturienten, welche sich dem Studium
der Theologie oder Philologie widmen wollen, haben
Behufs der mündlichen Prüfung im Hebräischen eine Stelle
aus einem der historischen Bücher des alten Testaments zu
übersetzen und grammatisch zu analysiren.
Anmerkung 2. Durch tieferes Eingehen in diejenigen
Unterrichts-Gegenstände, worin der eine oder der andere Abiturient
mehr als das Geforderte glaubt leisten zu können, ist
auch bei der mündlichen Prüfung der im $.16. Anmerkung 3.
angenommene Fall zu berücksichtigen.
$. 24. Erlass der mündlichen Prüfung.
„Eine Dispensation von der mündlichen Prüfun g ist
nicht für einzelne Fächer, sondern für die ganze
mündliche Prüfung, jedoch nur in dem Falle zulässig,
wenn die Mitglieder der Prüfungs-Commission
nach den früheren Leistungen eines Abiturienten
und aufGrund seiner vorliegenden schriftlichen
Arbeiten ihn einstimmig für reif erklären.“
Circular-Verfügung vom 2. November 1865. „Es
ist zu meiner Kenntniss gekommen, dass die unter dem 12.
Januar 1856 getroffene Bestimmung über die Dispensation von der
mündlichen Abiturienten - Prüfung an einzelnen Gymnasien nicht
genan ‚befolgt, sondern von den Prfüungscommissarien bisweilen
ie Dispensation von einzelnen Gegenständen der mündlichen
Prüfung beschlossen wird. Ich veranlasse die K. Prov. Schulcollegien,
dies Verfabren, wodurch die Intention der Massregel,
welche eine besondere Auszeichnung in sich schliesst, verfehlt
wird, ferner nicht zu gestatten.“ - Eine Min.-Verf. v. 3.
Januar 1867 rügt die grosse Verschiedenheit, mit welcher in
einer Provinz hinsichtlich der Dipensation verfahren werde, indem
sie bei einem Theil der Gymnasien unverhältnissmässig oft, bei
einem andern äusserst selten gewährt worden sei. „Hiernach
veranlasse ich die K. Schulcollegien dafür Sorge zu tragen, dass
in Zukunft die paedagogischen Rücksichten beim Abiturienten-Examen
der verschiedenen Gymnasien der Provinz nicht so weit
wie bisher auseinandergehen, und dass also einerseits die Dispen-R
Die Berücksichtigung der G hie nebenbei während und bei
dem Geschichtsexamen macht es nothwendig, dass die geographischen Fraen
in engem Zusammenhange mit den geschichtlichen stehen, sie weren
also mehr orographischer, hydographischer, topographischer Art sein
müssen, und sich kaum auf mathematische Geographie einlassen können.