Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Rosenheimer  Anzeiger

 

Der
und  Feiertage).  —

 

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Die  ein#palig
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Amtliches  Publikalions-Organ

nof  enheinier  —

 

 

Jaeetag,  3.

Mz  1916

 

Die  Dokumente  über  die  unterwerfung  Montenegros.

Die  Zerstörungen  in  Verdun.
in  der  Duma,

Die  Rrieasiage.

WiIB.  Grosses  Hauptgquartier,
März,  vormittage.  Amtlich.

Westlicher  Krlegsschauplats.

Die  Lage  hat  im  Wesentlichen  keine  Aenderung
  ersfahren.

Im  sergebiet  war  der  Feind  mit  Artillerie
lesonders  lätig.

Auf  dem  ostlichen  Maasufer  opferten  die
Franzosen  an  der  Feste  Douaumont  abermals
ihre  Leute  einem  vergeblichen  Gegenangriffsversuch.


den

½.

Oestlicher  Kriegsschauplatz

Auf  dem  nordlichen  Teile  der  Front  erreichlen
  die  Artillerielämpfe  teilweise  größere  Lebhaftigleit.
  Kleinere  Unternehmungen  unserer
Vorgoilen  gegen  seindliche  Sicherungsabteilungen
  hatten  Erfolg.

Nordwmestlich  ron  Mitau  unterlag  im  Luftlamf
  ein  russischeo  Flugzeug  und  fiel  mit
seinen  Insassen  in  unsere  Hand.

Unsere  Flieger  griffen  mit  Erfolg  die  Bahnanlagen
  von  Molodeczno  an.

Valkankriegsschauplatz.

Nichts  Neues.  Oberste  Heeresleitung.

Große  Ereignisse  im  Frühling.

Bukarest,  2.  März.  Unter  dem  Titel  „Im
Fruhling“  veroffentlicht  TLake  Jonescu  in  seinem
Blatte  „La  Roumanie“  einen  vorisch  angehauch
en  Artikel.  „Im  Frühling“,  so  schreibt  Jo
neocu,  wird  Rumänien  die  of  licht  gegen  sich
selbst  ersüllen  müssen.  Wir  slehen  eingeklemmt
im  Norden  von  Magyaren  und  im  Süden  von
den  Bulgaren,  die  ein  von  drei  großen  Meeren
bespultes  Reich  bilden  und  eine  Bevölkerung
von  mehr  alo?  10  Millionen  Seelen  umfassen
nerden.  Im  Frühling  werden  sich  die  großen
Ereignisse  auch  für  Rumänien  abspielen.  (3.)

Die  Schlacht  vor  Verdun.

Die  Deutschen  vor  Verdun.

-  Guf.  1.  März.  Die  Zeitung  r  Genevolg.
reibt  zur  Lage  or  Verdun:  Durch  die  Bel
  ung  des  Forts  Donaumont  erreichten  die
Teutschen“  die  hauptsächlichste  Verteidigungslinie
  der  Festung.  Alles  hängt  jetzt  davon  ab,  ob
die  Deutschen  die  gewaltigen  Anstrengungen,  die
sie  bieher  gemacht  haben,  werden  fortsetzen
lonnen,  um  ihren  Ersolg  auszunützen.  Aber  die
deutschen  Armeen  haben  sich  in  solch  hohem
Grade  und  einer  so  außerordentlichen  Kräfteentfaltung
  fähig  gezeigt,  daß  die  Bewertung
ihrer  Ausdauer  unmöglich  ist.  Die  Eroberung
von  Cbampneuvilte  und  die  deutschen  Fortschritte
in  Bras  sind  eine  neue  große  Gefahr  für  die
französische  Verieldigung.  (3.)
Die  Zerstörungen  in  Verdun.
Vari#  is,  1.  März.  Das  „Petit  Journal“
G0hildert.  die  surgtdaren,  verheerenden  Wirlungen
  der  Beschießung  von  Verdun.  Besonders
  gelitten  haben  die  der  Vorstadt  Belleville
benachbarten  Stadtteile,  das  historische  Chaussee-Tor
  ist  zertrümmert,  ebenso  die  stattlichsten  Pri-Vathäuser
  und  eine  Anzahl  öffentlicher  Geläunde.
  (Z.)

 

 

Um  das  Fort  Douaumont.

Berlin,  1.  März.  Zu  den  aus  französischer
  Quelle  stammenden  Nachrichten,  daß  das
Fort  Douaumont  schon  in  den  ersten  Rriegs
monaten  vollfländig  algerüstet  wurde  und  jetzt
vollig  wertlor  fei.  ist  bolgendes  feilzustellen:
Nach  dem  Fall  von  Lüniich  nahmen  allerdinga
die  Franzosen  auo  dem  Fort  Doaumom  die
in  Beton  siehenden  Geschüne  heraus,  dagegen
llieben  die  in  den  Panzerturmen  jtehenden  Ge—
schütze  und  noch  einige  andere  vereinzelre  Ge
schütze  stehen.  Das  für  das  Fort  als  Be—
sauung  lenimmie  Insanlerieba#illon  erreichte
das  Fort  nicht  mehr  rechtzeitig,  dagegen  befan
den  sich  in  dem  Fort  einn  1½7/71  französische
Soldaten,  die  aus  der  Umgegend  dorthin  geflüchtet
  waren,  aler  nicht  den  Mut  fanden,  die
Gefechtolinien  zu  lesetzen.  Infolgedessen  blieben
auch  die  Maschi  nengenehre  lei  dem  Angriff  auf
das  Fort  unbedient.  Dagegen  trat  die  im  Fort
verbliebene  Artillerie  mit  den  vorhandenen  Ge
schunzen  in  Taligkeit.  Als  ein  weiterer  Beweis,
daß  das  Fort  von  franzöfischer  Seite  als  außerst
wichtig  angesellen  wurde,  dienen  die  wiederholt
unternommenen  Versuche.  dad  Fort  wieder  zu
gewinnen.  Für  die  Berichterstatlung  von  der
gegnerischen  Seite  ist  es  übrigens  noch  bezeichnend,
  daß  die  Wegnahme  von  fünf  Befestigungsgruppen
  bei  Dardaumom  bieher  verschwiegen
  geblieben  ist

Der  Vormarso  in  der  Woevre.

Berlin,  1.  März.  Zum  Vorstoß  im
Wocuore  meldet  der  Kriegeberichterstaner  der
„Voss.  Zig.“  unterm  29.  Februar:  Dem  ge
waltig  geführten  Vorstoß  vor  Verdun  hat  sich
in  den  leyten  Tagen  die  Angriffebewegung  in
der  Woevre-Elene  hinzugesellt.  Der  Nordteil
dieser  reichen  und  fruchtbaren  Ebene  gehorte  seit
September  1914  den  Franzosen.  Der  deutsche
Vormarsch  flulete  über  das  freie  Ackerland  und
die  ausgedehnten  Waldungen  und  trieb  die
Franzosen  vor  sich  her,  deren  Rückwärtsbewegung
  sich  sehr  verlustreich  gestalteie.  In
einem  der  Woldtezirke.  im  Bois  d'Hennemont.
sudmestlich  don  Etain,  sielen  dabei  mehrere
schuere  franzosische  Geschutze  größten  Kalibers
in  unsere  Hand.  Mit  ihren  Geschofsen  hatte  der
Feind  seit  langer  Zeit  die  Ortschaften  hinter
unserer  Front  oft  belästigt.  Aber  noch  weiler.
bie  nahe  vor  den  steilen  Hang  der  Cote  drangen
unsere  Truppen  vor.  Hier  allenthalben  ist  mit
einem  Scchlag  an  Stelle  des  langen  Stellungs
trieges  der  Beuegungslampf  getreien.  Wieder
marschieren  im  Schneegestöber  der  letzten  Tage
wie  im  frühlingswarmen  Tauwetter  von  heute
Infanterieverbände  über  Felder  und  Strahen.
fahren  Feldbatterien  im  Freien  auf,  rücken  die
schweren  Geschüge  vor.  Ungewohnte  Bilder
überall.  Unter  den  frischen  Truppen,  mit  denen
der  Feind  in  heftigen  Gegenangriffen  den
Unseren  vermutlich  den  Besitz  des  beherrschenden
Höhenrückens  von  Donaumont  bis  Hardaumont
vergeblich  streitig  zu  machen  rersucht,  *
sich  auch  marokkanische  Truppen.  In  den  steigenden
  Scharen  der  Gefangenen  tauchen  vielfach
Farbige  auf.

Der  französische  Bericht.

Parice,  1.  März.  Der  amtliche  Bericht  vom
Dienstagnachmittag  lautet:  Nördlich  von  Verdun
  ging  die  Beschießung  in  heftigerer  Weise
weiter.  In  dem  Abschnitt  östlich  der  Maas
wurden  im  Laufe  der  Nacht  die  heftigen  ört-—

  Die  Versenkang  des  Hilfskrenzers  „Provenct“.  —  Holland  und  Deutschland.  —  Herbe  Kritik
Lawinenstürze  in  Hochgebirgsstellungen  Südtirols.  —  Teuerungsunruhen  in  Madiid.

Zeichnet  die  vierte  Kriegsanleihe!

 

Das  deutsche  Heer  und  das  deutsche  Volk
Die  Waffen  aus  Stahl  und  die  silbernen  Kugeln
daß  Deutschland  vernichtet  werden  konnc,  ein
bungerungoplan  ist  gesd.eitert.  Im  zwanzigsten
Ibre  letzte  Hoffnung
Finanzen  nicht  so  lange  Nandhallen  werden  wie
lande.  Ergebnis
Antwort  geben.

nebelhafte  Ferne  entrückt.

Das  der  vierten  deutschen

Jede  der  drei  ersten  Kriegoanleihen  war  ein
Enttäuschung  der  Feinde.  JehUk#  gilt  es  aufs
Kriegemudigteit  Deutschlands  mit  wirlsamer
sein  Leben  an  die  Aerleidigung  des  Vaterlandes
dem  Reich  darbringen,  um  die  Fortsetzung  des

Die  vierte  deutiche  Kriegsanleihe,  die  laut  Be  kanntmachung

soeben  zur  Jeichnung  aufgelegt  wird,  muß

halen  eine  Zeit  gewalliger  Leinnugen  hinter  fich.
haben  das  ihre  getan,  den  Wahn  der  Feinde.
Ende  zu  bereiten.  Auch  der  englüsche  Aus-Kriegemonat
  sehen  die  Gegner  ihre  Wünsche  ##
it  noch  die  Zeit;  sie  glauben.  daß  die  deuischen
die  Vermogen  Englands,  Frankreichs  und  Ruß-Kriegsanleihe

  muß  und  mird  ihnen  die  richlige

ichrere
neue,  gegen  die  Lüge  von  der  Erichopiung  und
Wafe  anzugeben.
setzt,  so  munß  der  Burger  zu  Hausfe  sein
Ende  zu  ermoglichen.
Reichsban!  D

Triumph  des  Deutschen  Reicher,  eine
So  wie  der  Krieger  in  Felde
Ersparter

Krieges  bis  zun:  siegreichen

des  irenorinni:

 

der  großk  deutsche  Frühjahrssieg
auf  dem  finanziellen  Schlachtfelde

werden.  Bleibe  Keiner  zurück!  Auch  der  kleinste
und  hochverzinslich  angelegt.

Betrag  im  nünlich:  Das  Geld  in  unbedingt  sicher

 

lichen  Angriffe  mehrmals  in  der  Gegend  des
Dorseo  Donuaumo#  erneuert.  dabei  kam  es
zumn  Handgemenge.  Die  Angrifie  murden  von
unferen  Truppen  abgeschlagen.  In  Woevore  gelang
  es  den  Deutschen  nach  einer  kräftigen  Arü#lerierorlereitung,
  das  Dorf  Mauheulles  zu
erobern.  Ein  sofortiger  Gegenungrif  brachte
und  wieder  an  den  Westrand  des  Dorfes.  das
Wir  unter  Feuer  Balten.  Am  Dienslagabend
murde  folgender  Bericht  ausgegeben:  In  der
Gegend  von  Verdun  dauerte  der  Geschunkampf
an  der  Nordfront  mil  geringerer  Heftigkeit  als
in  den  letzien  Tagen  an.  Infanteriegesecht  ist
nicht  gemeldet.  Am  Laufe  des  Tages  ver

schunzten  sich  die  Deutschen  auf  dem  nordlichen
Albhange  der  Cote  Poivre,  deren  rorderster
Kannn  durch  unsere  Voriruppen  besetzt  ist.  Wir
unterhielten  ein  hefliges  Feuer  auf  Samogneur.
no  ein  feindliches  Bataillon  versammelt  war.
An  verschiedenen  Punkten  unserer  Front  im
Woevre  hinderte  unjer  Artilleriefeuer  die  vor
lereiteten  feindlichen  Angrisse  an  der  Ent
wicklung.

Eine  monfenegrinische  Erllärung.

Wien,  1.  März.  Prinz  Mirko,  Sordar  Voukotic
  und  vdie  in  Montenegro  zurückgebliebenen
Minister,  Justizminister  Radulovic,  Minister  des
Jnnern,  Popovic  und  Kriegeminister  Viosovic
erließen  auf  die  durch  die  Agence  Havas  unter
dem  11.  Februar  veröffentlichte  Erllärung  des
montenegrinischen  Ministerpräsidenten  Miuslovic
  eine  Gegenerklärung,  in  der  sie  die  Er
llärung  des  Ministerpräsidenten  als  durchweg
unrichtig  bezeichnen.  In  der  Gegenerklärung
heißt  es:

Nach  längeren  Beratungen  bat  die  konigliche
Regierung  mit  einem  Telegramm  vom  31.  De
zember  um  Frieden.  Eleichzeitig  wendete  sich

 

 

der  König  mit  der  telegraphischen  Bitte  an

 

den  Kaiser  Franz
Am  J.  Jaruar  erhielie  nuwir  di  de
worl.  das  ʒ  die  Friedensverhandlur
Nlictern)  g  der  Wafen  und  der  Nuaut  eiern
der  jerlischen  Truppen,  welche  sich  noch  in  un
ierem  Ge  iele  befanden.  in  Angriff  deiter  2
merden.  Die  Bedingungen  waren  zwei  sfellr
sch####r#.  in  jehr  schwere,  al#er  auch  die  Lage  ge
umer  schwieriger,  und  ermiter  #e#

*§v  oh

  
  

 

italtete  ich:

  

stand  lonnte  nirgendr  geleinelt  werden.  Schlieh
lich  wurde  die  erite  Bedingu#n  ange:  tommmen:
hinsichtlich  der  zweilen  Bedingunz  wurde  er
llärt,  datz  iich  keine  serbischen  Trunpen  auf
unierem  Territorinm  defänden.  Wiussfovic
lehrlte  am  Abend  de  #.  Januar  nach  Elntar:
zuruck,  worauf  am  P.  Januar  eine  Note  ###
gesandt,  in  welcher  teion:  wurde,  daß  die  vor
geichriebene  Art  und  Weise  der  Wastennabliese

rung  praktisch  undurchfuhrbar  und  de##aticnn
sjei.  (Bon  einer  beab'sckhtiglten  Demungun  6  der
Montenegriner  war  keine  Rede.  Es  harde.
sich  einsach  um  militarische  Nonend  n
Anm.  des  Wiener  k.  k.  Tel.  Korr.  Bur.,
Denselten  Tag  reine  der  Konig  obre  2611
ien  der  Regierung  nach  Simtari  und  von  22#
uber  Medua  nach  Italien,  aus  weicher  lIrr
die  eben  in  dem  Artikel  16  der  Landes  vera
sung  vorgeschriebenen  Formalitaten  nicht  erf  en
werden  konnten.  Ein  solcher  Abgang  des  55
nigs  machte  einen  niederschmetterrden  Eindr.:
auf  Heer  und  Volk.  Es  entstand  eine  à#
meine  Vermirrung  und  die  Gefahr  innerer  ##
ordnungen,  was  uns  drei  Minister  lewog.  u
sere  Regierungssunktionen  auch  weiterhin  3.
zuüdben  und  die  begonnenen  Verhandlun
welche  erfolgreich  beendigt  wur  den,  sortzusen..
indem  die  Wasfsen  als  Staaleeigentum
Lande  verblieben  und  Heer  und  Bo#ll##un
nach  Hause  zuruckkehren  konnten.  Ein  derar::  1
Lauf  der  Ereignisse  dementiert  am  beiten  de
offizielle  Note  Miuskovics,  ueil  dadurch  12.