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besinnungslos auf dem Platze liegen. Inzwischen
kam ein durch den Besitzer S. herbeigerufener
Instmann auf den Schauplatz,
welcher sich auf den Eindringling stürzte.
Mit Aufwendung aller Kräfte gelang es
ihm, den Wüterich von weiteren Schlägen
auf sein Opfer abzuhalten. Doch konnte
er sich nur mit äußerster Kraftanstrengung
selbst gegen den fürchterlichen Merschen
schützen. In seiner größten Angst rief er
dem Besitzer S. zu, schleunigst das Gewehr
zu holen und den Unhold zu erschießen.
Kaum hatte letzterer diesen Ruf vernommen,
als er den mit ihm kämpfenden Instmann
mit kräftigem Ruck zurückstieß und mit katzenartiger
Geschwindigkeit sich durch das zweite
Kammerfenster stürzte, wobei er sich durch
das Glas bedeutend verletzte. Jetzt war er
verschwunden und konnte in der Nacht nicht
mehr aufgefunden werden, trotz vielen
Suchens. Die beiden Mädchen wurden in
ärztliche Behandlung gegeben. C. M. ist
jedoch kurz darnach in Folge der fürchterlichen
Verletzungen gestorben, während
M. P. voraussichtlich wird geheilt werden
können.
Am folgenden Tage den 7. d. M. erschien
ich an Ort und Stelle. Es wurde
noch einmal das Suchen des Mörders vorgenommen,
da im Garten hinter dem Zaune
das mit Blut getränkte Jaquett desselben
gefunden wurde. Endlich sand man den
Wüterich auf dem Heuboden unter Kleehen
versteckt. Er wurde gefesselt und dem hiesigen
Amtsgerichtsgefängnisse zugeführt.
Die Entrüstung der Bevölkerung war
so groß, daß er, wenn er ohne polizeiliche
Bedeckung gewesen wäre, gelyncht worden
wäre.
Rudolf Fischer,
perittener Gendarm der 12. Gendarmerie-Brigade.