Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1836. (13)

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indirekten  Vesteuerung  unterliegenden  Gegenstaͤnde  gegenseitig  dieselben  Abgabensaͤtze
Anwendung  finden,  welche  fuͤr  die  Erzeugnisse  des  eigenen  Landes  bestehen.
Stuttgart  den  9.  Januar  1836.

Herdegen.

b))  Verfügung  in  Betreff  der  Besoldung  des  Camcral-Amts  Tettnang.

Nachdem  die,  mit  der  für  den  Staat  erkauften  Herrschaft  Weitzenau  erworbenen
Besitzungen  und  Gefälle  in  Foige  der  Verfügung  vom  19.  Januar  v.  J.  (Reg.  Bl.
S.  251)  größtentheils  dem  Cameral-Amt  Tettnang  einverleibt  worden  sind;  so  wird
dasselbe  vermöge  höchster  Entschliegung  Seiner  Königlichen  Majestät  vom  5.  d.  M.
von  der  zweiten  in  die  erste  Besoldungs-Elasse  vorgerückt.

Stuttgart  den  11.  Januar  1836.  Herdegen.

Dienst-Erledigungen.

1)  Am  7.  d.  M.  ist  der  Ober-Tribunal-Prokurator  Schweizer  in  Stuttgart
gestorben.  Die  Bewerber  um  die  hiedurch  erledigte  Stelle  haben  sich  innerhalb  drei
Wochen  bei  dem  K.  Ober-Tribunal  zu  melden.

2)  Die  Bewerber  um  die  erledigte  Stadtpfarrei  Pfullingen,  Dekanats  Reutlingen,
  welche  5777  Kirchengenossen  zählt,  und  mit  einem  bei  der  Verwandlung  auf
935  fl.  in  Sportelpreisen  berechneten  Einkommen  verbunden  ist,  haben  sich  innerhalb
vier  Wochen  vorschriftmäßig  bei  dem  evangelischen  Consistorium  zu  melden.  Die  kirchlichen
  Geschäfte  sind  zwischen  dem  Stadtpfarrer  und  dem  Diakon  auf  die  gewöhnliche
Art  getheilt.

3)  Die  Vewerber  um  die  erledigte  katholische  Pfarrei  Ringingen,  Oberamts
Blaubeuren  und  Dekanats  Ehingen,  haben  sich  innerhalb  drei  Wochen  bei  dem  akademischen
  Senate  in  Tübingen  vorschriftmäßig  zu  melden.  Dieselbe  begreift  615  Parrgenossen,
  wovon  nur  acht  außerhalb  dem  Pfarrorte  wohnen,  und  gewährt  von  eigenen

Gütern,  Zehnten,  Grundgefällen,  Besoldungen  und  Gebühren  ein  beständiges  Einkommen
  von  1155  fl.