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ergötzten aich weidlich an seinem aussehweifenden geberdenspic
CF Meyer Pese. 173.— Wedidling, m.
1) mhd. weidelinc, Kahn, ursprünglich für den Fischfang
(vgl. oben unter weide), daun kleiner Nachen überbaupt:
hat er nin waidling am gestad gefunden, darin
er uber Rhein gelaren Zimm. Chron. 1, 34; jetzt noch
allgemein oberdcutsch. 2) anderes weidling, Name des
Champignons, als auf Weiden wachsend. Z
Weisc, k. Gerät zum Garnwinden; spät mhd. weite,
zu mhd. wifen schwingen, winden gehörig: lange mir
dort die weise zu Weiße kom. Op. 3, 95. — weifen,
mhd. weilen, Garn winden, haspeln.
Weigern, nicht willfahren wollen; nur hoch= und
niederd. Wort, ahd. weigeron, mhd. weigeren, weigero,
mnd. weigeren, weieren, wegeren, Bildung zu dem Adj.
ahd. weigar, mhd. weiger, widerstrebend, halsstarrig:;
die Nebenform wegern, die zufrühest unnd. erscheint,
findet sich häufig im 16. Ih. (ausschließlich bei Luther)
und dauert bis ins 18. hinein: sie wegert sichs Simpl.
2, 5; wegern als Nebensorm noch bei Adelung; in
der Schreibung wügern: Sara hat sieb nit gewägert.
sein gtört zu sein Herold Ee 1635; in älterer Spr.
mit fächlichem Gen.: kampfes mag ein man weigeren
Sachsenfp. 1, 63, 3, dafür neuer mit einsachem Acc.,
etwas weigern: weigerte er wiederholt seine mitwirkung
Häuffer d. Gesch. 14, 267; dazu mit persönl. Datio:
einem cin recht (Hiob 31, 5), eine bitte, erklürung,
den gehorsam (Häuffer d. Gesch. 3, 64) weigern; mit
abhäng. Satz: er weigerte vicht, dusz anch er demselben
glauhen sich unterwinden werde Freytag Bild.
1, 256; — reflexiv: er aber wegert sich 1. Sam. 28, 23;
mit Gen. der Sache: wiretu dich des wegern 2. Mos.
4, 23; kein schönes weib darf sich der sitte weigern
Schiller Jungfr. 3,3; mit Gen. der Sache: das jr
euch des nicht wegert, der da redet Hebr. 12, 25; mit
Dativ der Sache: der alte bat ihn um das gewehr.
dem aber weigerte sich der junge mann Immermann
Münchh. 1, 151; mit Dativ der Person: sich einem
manne weigern, von einer Jungfrau, ihm nicht zu
Willen sein; mit zu und Inf.: mein schwager wegert
sich seinem bruder einen namen zu erwecken 5. Mos.
25, 7.
Weih, Weihe, m., in letzterer Form auch k., eine
Fallenart, /o mikvus, ahd. wiho, wiwo, mhd wige,
wie, wihe, dunkler Herkunst: der weihe 5. Mos. 14, 13;
werden die wethen dueclbs zusamen komen Jes.34, 15;
wie im reieh der lufte könig ist der weih Schiller
Tell 3, 1. — weih, heilig, geheiligt; gemeingermanisches,
altn. nicht erhaltenes Adjectiv ungewisser Herkunft,
goth. veihs, altengl. altsächs. ahd. wih, mhd. wich;
als einfaches Wort schon früb untergegangen, aber in
Zusammenrückungen, die aus älterer freierer Stellung der
Wortteile erwachsen sind, bis jetzt geblleben: Weihbischof,
m. Suffragan, vertretender Bischof, aus mhd.
der wihe bischok, der zum Bischof gesalbt ist (ohne
einen Sprengel empsangen zu haben).—Weihbrunnen, m.
Weihwasser, aus mhd. der wihe brunne. — Weihkessel,
m. Kessel für das Weihwasser. — Weihnacht, l.
Fest der Geburt Christi, mhd. diu wihe nacht; plurale
Zeilbestimmung zu vweihnachten, ans mhd. 2e den
wihen nahten entstanden, die aber fpäter sich als zufammenfassender
Sing. entwickelt hat, vgl. Gleiches bei
rostern, plungeien. — Weihrauch, m. heiliges Nauchwerk,
schon in alter Spr. als Zusammenrückung erscheinend,
ahd. mhd. wihrouch, wirouch, altsächs. wihrog;
zu gotteddienstlichen Zwecken, beim Opfer: schenkten
Im gold, weyrauch und mFrrhen Matth. 2, 11; du
willt ein opfer haben: hie bring ich meine gaben.
mein weirauch und mein widder aind mein gebet und
lieder PGerhardt 59, 23; frei: die hirken streun mit
neigen ihr den auszsten weibrauch auf Goethe die
schöne Nacht; einem weihrauch streuen, ihn übertrieben
Weidling — Weihranch.
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loben; es wird von den eingeweihten, von den eigentlicheu
priestern der börsengeheimnisse, ein weibrauch
um die sache verbreitet, der ibre bedentung verdunkelt
Bismarck Red. 14, 422. Dazu: weihräuchern,
Weihrauch streuen und anzünden, jetzt gern in sreier
ironischer Anwendung: einem weihräuchern, sich beweihräuchern
lassen. — Weihwasser, n. heiliges, geweihtes
Wasser, mhd. wihwazzer, entstanden aus daxz
wihe wazzer.
Weihe, k. 1) Handlung des Weihens, ahd. wihst
(aus wihin), mhd. wihe und wihene; in gottesdienstlichem
Sinne: kleider machen zu seiner weihe, dus er
mein pricster sei 2. Mos. 28, 3; die weihen der kirche
verrichten, geben; hab ich die eieben weihn auf meinem
haupt empfangen Schiller M. Stuart 5, 7; vgl.
auch kirchwerbe; nach heidnischer Art von Priestern cdie
weihen uben Grillparzer 6, 25; frei: diese unersehrockenheit
gab ihm die rechte weibe fur seinen
berul. 2) Zustand des Heiligen und Geheiligten, ahd.
wĩhĩ, mhd. wihe; in freiem Sinne erst in neuerer Spr.:
mit weihe und salbung sprechen, mit weihe dichten,
die weihe des dichters Campe; dazu weihevoller ton
(Treitschke 5, 93), weiherolle kirche (215), stunde,
stimmung, u. a. — weihen, heiligend zu eigen geben,
ahd. wihan, mbd. wihen; in gottesdienstlichem oder
lirchlichem Sinne: altar (1. Mof. 7, 88), haus (1. Kön.
5, 63), kirche (2. Mace. 2, 9), kerzen, glocken, taufstein,
friedhof; eine nonne, einen priester, einen zum
priester (2. Mos. 29, 1) weihen; ein abt den wöllen
wir weihen Garg. 86; an dem oster ubent, da sie dio
fladen geweicht habent H Sachs Fab. 2, 36; hostie
vom beilgen vater, die er sclbst geweihet Schiller
M. Stuart 5, 7; mannigfach in freierem Gebrauche:
haupt. .das dem tod geweiht ist 2, 4; einer arbeit, einem
dienst, einer person (Benedix rel. Stud. 4, d) das
leben weihen; aie (die deutsche Sprache) weibe sich
dabin, wo der freie fur recht, für freiheit apricht
Uhland 76; der mutter seis (das Blatt) geweiht zu
eigen Geibel 1, 228; Part. ein geweihter, Priester;
in freierem Sinne: Sie zählen sich zu den geweihten
hier auf erden Kotzebue Freimaurer 6; geweihte räume,
stunden, heilige, u. a.
Weihel, m. Nonneuschleier, umdentende Veränderung
des lat. velum, älter wil. wile, wicle der closterfrauweu,
weyle Dief. — Weiher, m. Teich, Fischteich, ahte
VWuari, wihiri, wiari, mhd. wiwer, wiger, vier, frühes
Lehnwort aus lat. virarium: in den weyer H Sachs
Fab. 2, 126; pförtchen, das auf den weiher sieht
Matthis son Ged. 17; an dem schattigen weiher
Eichendorff Taug. 4. ·
Weil, Kürzung aus dieweil (s. d.), seit dem 16. Ih.
gewöhnlich geworden; als Conj. — so lange als: dus
menschliche leben wüurdt ao lange in rühe und erbarkeit
bleiben, weil gottseliger fleise verbanden ist
Frölich Siob. 566; frisch mit den Turken aue Asien,
weils eisen noch warm ist Schiller Ränb. 1,2; —
während: weil sich die fursten gutlich besprechen,
wWollen auch wir jetzt werte des friedens vechseln
Br. v. Mess. 165; sonst in neuerer Spr. zur Bezeichnung
eines Grundes: dasz er meinem bedienten nicht
getraut batte, weil er ein verdächtiges gesicht babe
Cronegk 1, /5. — weiland, vormals, vor Zeiten, entstanden
aus dem Adverb ahd. wilon bisweilen (eigentlich
Dativ Plur. zum Subst. wila Zeitdauer), mhd. wüln,
das sich daselbst, zugleich mit Bedeutungswechsel, in
die Form wilent, wilont, wilunt umsetzt, seit dem
16. Ih. in unserer beutigen erscheint: (Mensch) der weiland
blind war Joh. 9, 13; beute nur außerhalb gewöhnlicher
Rede: das fohlen Wittekinds, ein schlachtrosk
weiland, sank zum ackerpferde Freiligrath
2, 135; wie er selbst weiland: verschiedene male
desertirt Moltke s, 325; titelhaft: mein weiland vater;
weihräuchern — weiland.