verlängerter Todeskampf sei, und sie hatten kein anderes Bewußtsein
ihrer selbst, als daß sie sterben müßten und wollten.
Dom Rückzug der französischen Zrmee.
Eraf henckel erzählt unterm 31. Oktober 1813:
Auf allen diesen Märschen war der klägliche Sustand
der retirierenden französischen Krmee nur zu sichtbar.
Allenthalben lagen tote Menschen und Pferde, zerbrochene
Geschütze, Gewehre, Wagen aller Art und umhergestreute
Munition. halbverhungerte und durch die rauhe Witterung
am Nervenfieber erkrankte Soldaten wurden in Menge angetroffen.
Die Gutmütigkeit unserer Soldaten war überwiegend;
denn sie gaben diesen armen, wie wahnsinnig auf
dem Felde umherlaufenden Leuten Brot und Branntwein. Es
lohnte nicht, sie weiter gefangenzunehmen. Jenseits Fulda,
wo die Biegung der (haussee den Berg hinaufsteigt, lagen
mehrere halb verbrannte Leichen an einem Biwakfeuer.
(Graf Henckel von Donnersmarck, Erinnerungen.)
Blücher an seine Frau.
Weißenfels, 25. Oktober 1815.
liebes Kind Ich kann dich führ dieses mahll nichts besonderes
schreiben, als daß wihr Sigreich Fort gehen, und
ich hoffe höchstens 12 tage, so wird die große armeh in Frankfuhrt
am Maynn sein . . auß den einlagen wirst du daß
mehrere ersehen, als Frau Seldmarschallin mußt du nun
anstendig leben und sey nur nicht geizig und laß dich wasabgehen
ich kriege nun doch ein ansehnlich Gehalt, aber wir
haben leider in 2 Monate kein gehald gekrigt weil von Berlin
nichts zu uns kommen konnte. Schreib mich in ballde ich
habe 4 Schöne Schimmel vor dich, auch 2 maull Esell wenn
ich sie nuhr zu dich hin krigen könte .. .. immer dein bester
Freund Blücher.
mit die ordens weiß ich mich nun kein Raht mehr ich
bin wie ein allt kuttsch Derd behangen, aber der gedanke
lohnt mich über alles daß ich derjenige wahr der den übermüttigen
tihrannen demütigte.
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