Full text : Die Gefahren des Geburtenrückganges.

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16.  Jahrhundert  die  gleiche  Zahl  annimmt.  Von  da  an
ging  es  in  die  Höhe.  Ende  des  17.  Jahrhunderts  zählte
man  5  Millionen,  1750  7  Millionen,  1801  wurden  ordentlich
  gezählt  9,8  Millionen  und  gleichzeitig  in  Schottland
  1,6  Millionen,  in  Irland  bereits  4  Millionen.  Das
letztere  ging  dann  bis  1842  auf  8,2  Millionen  in  die
Höhe,  ist  dann  aber,  weil  die  Pächter  unter  dem  Großgrundbesitz
  nicht  vorwärts  kamen,  sondern  teilweise  auswanderten,
  fast  bis  auf  den  Stand  von  1801  zurückgegangen.
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Deutschland  ist  im  Altertum  und  früher  nur  sehr
schwach  bevölkert  gewesen.  Von  800  bis  1300  zeigt  sich
ein  starker  Aufschwung.  Dann  brachte  der  schwarze
Tod  eine  große  Verheerung.  Aber  zur  Zeit  der  Reformation
  hatten  Stadt  und  Land  wieder  eine  viel
dichtere  Besiedlung  erlangt.  Man  schätzt  15  bis  16  Millionen.
  Dann  schmolz  das  deutsche  Volk  durch  den
dreißigjährigen  Krieg  vielleicht  auf  den  dritten  Teil
seiner  Beyölkerung  zusammen  und  konnte  sich  nur  langsam
  erholen.  Am  dichtesten  bevölkert  waren  schon  früh
Rheinland,  Westfalen,  Hessen  und  Württemberg.  Württemberg
  zählte  Ende  des  18.  Jahrhunderts  schon  70  Einwohner
  auf  den  Quadratkilometer,  Hessen  53,  Rheinland
  49,  Westfalen  36,  das  Königreich  Sachsen  76,  dagegen
  z.  B.  Pommern  nur  18.  ..

Von  besonderem  Interesse  ist  es,  die  Bevölkerungsverhältnisse
  in  den  Städten  der  früheren  Zeit  zu
verfolgen.  Die  Volkszahl  Roms  wird  um  1600.  auf
110  000,  die  Venedigs  um  die  Mitte  des  16.  Jahrhunderts
  auf  165  000,  von  Florenz  zur  selben  Zeit  auf
59  000  angegeben.  Venedig  zählte  um  1642  nur  noch
117  000  und  befand  sich,  weil  der  Orienthandel  jetzt  über
den  Atlantischen  Ozean  ging,  im  Rückgange,  erholte  sich
aber  wieder  und  zählte  um  1750  140  000,  Rom  um
diese  Zeit  153  000,  Florenz  81  000.  Die  größte  Stadt
im  Mittelalter  war  Paris.  Es  zählte  schon  am  Ende
des  13.  Jahrhunderts  200  000  Seelen,  1687  415  000.