Mann wie General Boulanger Kriegsminister in Frank-
reich war, und nicht deshalb, weil Fürst Bismarck an
der Spitze des Deutschen Reiches stand. Der Krieg ist
nicht durch die Geschicklichkeit des französischen Außen-
ministers und durch die Friedensliebe des Präsidenken
Grévy verhinderk worden, sondern durch die vom Für-
sten Bismarck veranlaßke Freilassung des französischen
Grenzkommissars. Wäre sie nichk erfolgk, so hätte die
Friedensliebe Flourens' und Grévys, an der selbst Bis-
marck nicht zweifelke, und an der wir nach der Veröffenk-
lichung der Akten des Auswärtigen Amtkes erst recht
nichk mehr zweifeln können, den Krieg nichk verhinderk,
weil sich der „General Revanche“, den Präsidenk Grévy
selbst dem Grafen Münster gegenüber nach seiner Be-
seitigung vcet animal de général démagoguece nannfe,.#
dann auf eine so starke Volksbewegung hälte stützen
können, daß er in die Lage gekommen wäre, seine lange
gehegken Absichten zu verwirklichen. Herr Goblek, der
Präsidenk des französischen Kabinekks, sagke sogar, als
am 1. Mai der Botschafter Herbette nach Paris kam und
von Grévy und Flourens mik offenen Armen empfangen
wurde: „Die Angelegenheik ist erledigk, aber es wäre
vielleicht vorzuziehen gewesen, ein für allemal durch
einen Krieg mit allen diesen 2querelles d'’Alle-
mands= ein Ende zu machen.“ Wir kennen diesen
Ausspruch aus der Anklageschrift der Herren Bourgeois
und Pags,s, also aus einer gewiß unverdächtigen Quelle.
Sie enkstammk einer Randbemerkung des SBotschafters
Herbette zu den Akken über den Fall Schnäbele., Es
1) Akeen VI, G. 204.
2) G. a. a. O. S. a229.