Full text : Lehrpläne und Lehraufgaben für die höheren Schulen.

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biblische  Geschichtsunterricht  stets  auf  die  Glaubenswahrheiten
und  sittlichen  Vorschriften  zurückgehen.  In  dieser  Wechselbeiehung
  kann  auf  der  Oberstufe,  sofern  insbesondere  auch  die
Heit  dies  gestattet,  die  Besprechung  der  Glaubens=  und  Sittenlehre
  bei  einzelnen  Gelegenheiten  füglich  an  die  Lesung  oder
Mittheilung  ausgewählter  kleiner  Abschnitte  der  heiligen  Schrift,
beispielsweise  an  die  Bergpredigt,  an  einzelne  Gleichnisreden
und  Begebenheiten  aus  dem  Leben  Jesu  angeknüpft  werden.

An  die  erste  Einführung  in  die  Kirchengeschichte  auf  der
Mittelstufe  schließen  sich  auf  der  Oberstufe  ausführ  ichere  Mittheilungen
  aus  diesem  Unterrichtsgebiete  an,  hier  wie  dort  vorwiegend
  in  Form  von  Charakterbildern.  Das  Hauptziel  dieses
Unterrichtes  liegt  nicht  darin,  eine  möglichst  große  Summe
von  Einzelheiten  zu  bieten  und  dem  Gedächtnisse  der  Schüler
einzuprägen,  sondern  die  Kirche  hochachten  und  lieben  zu
lehren,  in  ihrer  Geschichte  insbesondere  die  Entfaltung,  eines
Planes  der  göttlichen  Vorsehung  erkennen  zu  lassen.  Die  erziehliche
  Anwendung  und  Bedeutsamkeit  dieses  Unterrichtsgegenstandes
  ergiebt  sich  daraus  von  selbst.

2.  Deutsch.

Vorbemerkung.  Lehrziel.  gehraufgaben  und  methodische
Bemerkungen  gelten  im  Wesentlichen  für  die  entsprechenden
Stufen  aller  Arten  von  höheren  Schulen.

a.  Allgemeines  Tehrziel.

Fertigkeit  im  richtigen  mündlichen  und  schriftlichen  Gebrauche
  der  Muttersprache,  W’y–.  mit  den  wichtigsten
Sschniteen  der  Geschichte  unserer  Dichtung  an  der  Hand  des
Gelesenen  und  Belebung  des  vaterländischen  Sinnes  insbesondere
  durch  Einführung  in  die  germanische  Sagenwelt  und
die  für  die  Schule  bedeutsamsten  Meisterwerke  unserer

eratur.

b.  Tehraufgaben.
VI.  4  bezw.  5  Stunden  wöchentlich.

Grammatik.  Redetheile  und  Glieder  des  einfachen  Satzes;
Unterscheidung  der  starken  und  schwachen  Flexion.  (Terminobosie
  urchaus  in  Uebereinstimmung  mit  dem  lateinischen

nterricht.
b  Mechtschreibelbungen  in  wöchentlichen  Diktaten  in
er  Klasse.

Lesen  von  Gedichten  und  Prosastücken  (Fabel,  Märchen,
Erzählungen  aus  der  vaterländischen  Sage  und  Geschichte).

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