Full text: Leitfaden für das Preußische Jäger- und Förster-Examen.

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(Klemmpflanzung) auf Rabatten, Hügeln oder Grabenauswürfen sehr 
gute Resultate und ist diese Methode wegen ihrer Billigkeit vorzuziehen. 
Sollten sich in den Kämpen Binsen und dergl. Unkräuter ein- 
stellen, so ist dies meist ein Zeichen der Versaurung des Bodens; das 
beste Vorbeugungsmittel dagegen ist die oben beschriebene Rabatten- 
kultur; hat man diese versäumt, so soll man in Kämpen, die noch längere 
Zeit zur Benutzung stehen, nicht mehr zögern, so schnell wie möglich 
Gräben anzulegen und ihn zu übersanden. 
Die Behandlung des Bodens ist dieselbe wie bei anderen Saat- 
kämpen; man verschult im Frühjahr und verpflanzt die guten und 
kräftigen Pflanzen nach 2 Jahren, die schwächeren nach 3 Jahren 
ins Freie. 
Brücher werden, sobald sie zugänglich sind im Herbst, sonst im 
Frühjahr mit Loden bepflanzt, auf besonders nassen Stellen, die mit 
Gras verfilzt sind, gewinnt man die besten Resultate mit der Ale- 
mann'schen Klapppflanzung. Man sticht dabei im Herbst den 
Bodenüberzug in einem entsprechend großen Plaggen auf 3 Seiten 
durch, an der 4. Seite bleibt er fest am Boden; der abgestochene 
Plaggen wird nun bis auf etwa zwei Drittel in der Mitte eingestochen 
und zurückgeklappt. Auf die so entblößte Erde wird die Lode aufgesetzt, 
die Wurzeln werden mit wenig Erde bedeckt und dann wird der Plaggen 
wieder zurückgeklappt und fest getreten, so daß der Kerb die Pflanze 
vollständig umschließt. — Soweit noch Löcherpflanzung anwendbar ist, 
wird die Pflanze vor dem Wiederanfüllen mit Wasser schnell in das 
Pflanzloch eingesetzt; läuft das Pflanzloch dennoch voll, so muß man 
die Wurzeln mit Erde bedecken und zum Schutz gegen das Weg- 
schwemmen mit Rasenstücken beschweren. 
Auf sehr nassem Boden wendet man jedoch besser die Beet= und 
Rabattenkultur oder die Pflanzung auf Sätteln, die durch den Aus- 
wurf von 0,60 m breiten und 2 m entfernten Parallelgräben gebildet 
werden, an. 
Billiger und dabei von gutem Erfolge ist die Pflanzung auf 
60 cm breiten und 30 cm hohen Hügeln, in welche die Pflanze, nach- 
dem der Hügel in der Mitte auseinandergeschoben ist, so eingesetzt 
wird, daß er noch etwa eine Hand hoch Erde unter sich behält und 
etwas tiefer als vorher zu stehen kommt. Schließlich wird der Hügel 
mit den umgekehrten vorher abgestochenen Rasenplaggen gegen das Auf-