Vom U-Bootkrieg bis zur Friedensresoiution
psychischen Druckes des Krieges fähig und willig zu
Kampf und Arbeit zu erhalten.
Dieses Ziel war nur erreichbar, wenn sich die breitesten
Schichten des Volkes davon überzeugten, daß der Friede
nicht an uferlosen Eroberungsplänen scheiterte, sondern
an dem Vernichtungswillen unsrer Gegner. Die Aufgabe
war eine schwierige und heikle. Denn die Beruhigung
des deutschen Volkes darüber, daß seine besten Söhne
nicht für Eroberungs- und Unterjochungsziele bluteten,
daß alle Leiden des Krieges um unserer Verteidigung
und Erhaltung willen getragen werden müßten, durfte
nicht zur Ermutigung des Feindes und zur Zermürbung
der eigenen Kampfkraft werden, wenn anders sie nicht
geradezu kriegsverlängernd wirken sollte. Deshalb bedurfte
das deutliche Abrücken von überspannten Kriegszielen
als Gegengewicht eine ebenso kräftige Abweisung der
übertriebenen Schwarzseherei und des Geistes der Niederlage.
Die schwierige Lage der Reichsleitung, deren an das
eigene Volk sich richtenden Worte stets auch vom Ausland
gehört und dort geschickt ausgenutzt wurden, fand
weder rechts noch links volles Verständnis. Der Kanzler
sah sich bald in eine Kampfstellung gegenüber den ihn
scharf angreifenden „Alldeutschen‘‘ gedrängt, während ich
als Stellvertreter des Reichskanzlers in meinem Bestreben,
hier ergänzend zu wirken, je länger desto mehr die Angriffe
der pazifistisch gerichteten Gruppen, namentlich der
Sozialdemokraten beider Richtungen, auf mich zog.
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