Volltext : Schaumburg-Lippische Landesverordnungen. Dreiundzwanzigster Band. (23)

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zwischen  ergangenen  sowie  künftig  ergehenden  ergänzenden  oder
abändernden  Bestimmungen  hergestellt  und  betrieben  werden.

Die  Strecke  von  Nienburg  nach  Minden  wird  von  vornherein
im  Unterbau  als  eingleisige  und  im  Grunderwerb  als  zweigleisige
Hauptbahn  vorgesehen,  vorläufig  aber  —  ebenso  wie  die  Abzweigung
  nach  Stadthagen  —  als  Nebenbahn  betrieben  werden.

Artikel  W.

Zwecks  Erwerbung  des  zum  Bahnbau  im  Fürstentum  Schaumburg-Lippe
  erforderlichen  Grund  und  Bodens  wird  gleichzeitig  mit
der  Ratifizierung  dieses  Staatsvertrags  durch  landesherrliche  Verordnung
  der  Königlich  Preußischen  Regierung  das  Enteignungsrecht
erteilt  werden,  insoweit  dasselbe  nicht  bereits  nach  den  gesetzlichen
Bestimmungen  von  selbst  Anwendung  findet.  Für  die  Ermittlung
und  Feststellung  der  Entschädigungen  werden  keine  ungünstigeren
Bestimmungen  in  Anwendung  gebracht  als  die  bei  Enteignungen
im  Fürstentum  Schaumburg-Lippe  jeweilig  geltenden.  Für  die
Verhandlungen,  die  zur  Ubertragung  des  Eigentums  oder  zur  Uberlassung
  in  die  Benutzung  an  den  preußischen  Staat  in  den  bezeichneten
  Fällen  erforderlich  sind,  namentlich  auch  für  die  Auflassung
in  den  Grundbüchern,  sind  nur  die  Auslagen  der  Gerichte  zu  erstatten.
  Im  übrigen  tritt  Freiheit  von  Stempel  und  Gerichtsgebühren
  ein.

Dieselben  Grundsätze  sollen  Geltung  haben,  wenn  die  Königlich
  Preußische  Regierung  sich  demnächst  zu  einer  Erweiterung  der
ursprünglichen  Bahnanlagen  durch  Herstellung  von  Auschlußgleisen,
Stationen  oder  zu  ähnlichen  Einrichtungen  entschließen  sollte.

Die  vertragschließenden  Regierungen  sind  darin  einig,  daß  die
Herstellung,  Unterhaltung  und  Beleuchtung  der  Zufuhrwege  zu  den
Stationen,  soweit  diese  Wege  außerhalb  der  Stationen  liegen,  nicht
Sache  der  Eisenbahnverwaltung  ist.

Artikel  V.

Die  Feststellung  der  Tarife  sowie  die  Feststellung  und  Abänderung
  der  Fahrpläne  erfolgt  —  unbeschadet  der  Zuständigkeit  des
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