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In den ödesten und unwirtsamsten Tälern unserer bayerischen
Alpen kann man arnmselige, schwarze Holzhütten als Wohnhäuser
treffen, die schier schlechter sind als die Ställe und Scheuern draußen
im Vorlande. Auf roher Unterlage aus Bruchsteinen ist ein Bau aus
rohem Holz errichtet. Man sieht es den Häusern an, wie sie stück—
weise gewachsen sind, d. h. nach dem Zuwachs der Familie und des
Viehstandes. Gleichwohl führen in einer solchen Hütte Familien mit
oft 5—8 Köpfen ein zufriedenes Leben. In den Bergtälern, welche
ins Borland münden, sieht man dagegen wieder stattliche Bauernhöfe
mit dreistöchigem, fast ganz aus Stein gebauten Wohngebäude mit
eigenem Zubau als Austraghaus.
Dort leben die alten Bauersleute oder auch die ledigen Geschwister,
wenn die Eltern dem ältesten Sohne ihr Anwesen übergeben haben.
Nach Bronner.
39, Die Holledau.
Zwischen Pfaffenhofen a. I., Landshut und Abensberg liegt
inmitten des Hügelrückengebietes der Hopfengarten Südbayerns,
die sog. Holledau oder Hollertau. Hier sehen wir in bachdurchrauschten
Tälern und an Hügellehnen in Abwechslung mit Ackerfeldern
große Hopfenpflanzungen, teils Stangen- teils Drahtanlagen.
Wie Bajonette ganzer Regimenter Soldaten glänzen die
Abbildung 2. Weibliche Hopfenpflfanze. Abbildung 3. Männliche Hopfenpflanze.
Spitzen der Stangen, an welchen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken.
Etwa 5000 ha des Bodens sind mit Hopfen bebaut. Der
tiefgründige, sandig-lehmige Boden dieses Gebietes ist für die