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So hatte er schon zu Aufang des Jahrs 1687 einen
Traktat mit Herzog Ernst August von Hannover geschlossen,
und gegen ein gewisses Werbegeld versprochen, ein Regiment
von tausend Mann zu errichten, das mit den Braunschweig-Lüneburgischen
Regimentern an die Republik Venedig zum
Kriege in Morea überlassen werden könnte. Hier war's um
einen Gewinn am Werbegeld zu thun, und Prinz Karl Alerander,
der älteste kaum dreijährige Sohn des Herzogs Administrator,
sollte bei dem Regiment die Obristen-Gage zu
genießen haben, auch etwa noch nebenher eine Pension von
der Republik Venedig erhalten.
Im Jahr 1688 aber schloß er einen Traktat mit der
Republik der vereinigten Niederlande, und versprach zwölf
Kavallerie-Kompagnien zu liefern. Sie wurden theils in
Wirtemberg, theils außer Wirtemberg geworben, und die Haupt-Absicht
war dabei wiederum die, einem seiner Prinzen bei den
Generalstaaten ein beständiges Regiment dadurch zu verschaffen.
Eben diese Werbung aber gab dem bei Philippsburg
stehenden franzbsischen General, der sie als Werbung für den
Feind seines Königs ansah, den erwünschtesten Borwand, dem
Herzogthum eine große Kontributson anzusetzen und das Land
feindlich zu behandeln. Noch im Dezember desselben Jahrs
besetzten die Franzosen selbst Stuttgart. Alles floh. Der Herzog
Administrator ging nach Hohentwiel; der Landprinz nach
Regensburg. Die Herzogin Mutter und drei der zurückgelassenen
Geheimenräthe hatten den Sturm auszuhalten.
Dieß war denn überdieß nur ein Anfang der Dinge.
Der Herzog Administrator, der nun einmal seine Partie genommen
hatte, trat hierauf seinem gegebenen Versprechen zuwider
in kaiserüche Kriegsdienste, und machte bald solche militärische
Anstalten im Lande selbst, die den standhaftesten Wi-