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des rheinischen Bundes war, einen so gränzenlosen Einfluß,
als damals in alle deutsche Angelegenheiten gehabt, und ein
höchst, wichtiger politischer Augenblick schien nahe zu seyn, wo
oben dieser Einfluß, einem höhern Plane gemäß, auf den man
schon Jahre lang alles vorbereitet hatte, endlich benuzt werden
konnte. Man sah dem Tode Konig Philipp's IV. von
Spanien ganz nahe entgegen, und sie hatten in Frankreich
das Recht schon erfunden, kraft dessen, trotz der bündigsien
Renunciationen, Ludwig XIV. Herr der Rheinlande werden
mußte, wenn anders nicht der Tod des Infanten Karl, der
kasi noch näher zu seyn schien als der Tod des Königs selbst,
bald noch reizendere Aussichten auf die ganze Spanische Monarchie
eröffugte. Der „Streit der beiden Brüder Georg
Wilhelm und Johann Friederich, zu dessen Vermittlung
sogleich cin Französischer Gesandter herbei cilte, mochte sich
also in friedlichen Tractaten oder in cinem Kriege endigen,
so war er höchst willkommen für Frankreich. Gab's Krieg,
so blieb Norddeutschland beschäftigt, und Ludwig XIV. hatte
nicht zu fürchten, daß endlich doch die Oesterreichische Parthie,
die, wenn sie nur fein genug war, Gelegenheit geung
hatte, auch an den Braunschweigischen Hoͤfen Einfluß zu gewinnen,
eine Theilnehmung dieser Hoͤfe an dem bevorsiehenden
Spanischniederländischen Kriege veranlasse. War aber
der Streit doch noch durch friedliche Tractaten zu schlichten,
so erschien hier wieder Frankreich mitten in Deutschland in
der vollen Glorie eines Friedensrichters, und wenigsiens einen
von beiden, sey's der ältere, sey's der jüngere, sey's der, dem
Calenberg bleiben, oder der, dem das Fürstenthum Zelle zufallen
sollte, konnte sich Frankreich auf langchin verbindlich
machen. Zwanzig Jahre vorher hätte man bei einem solchen
Streit zuersi an kaiserliche Mediation gedacht; jezt dachte