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zu erwerben, daß er mit militärischen Ehren und persönlichen
Auszeichnungen überschüttet wurde. Während von der Goltz
anfänglich nur als Leiter der Kriegs- und Generalstabsschule
in Konstantinopel tätig war, wurde ihm, nachdem er es zum
Adjutanten des Sultans und nachher sogar zum Pascha gebracht
hatte, die Organisation und oberste Leitung sämtlicher Zweige
des Militärbildungswesens übertragen. Der umfangreichen und
ersprießlichen Tätigkeit dieses deutschen Offiziers verdankt die
Türkei eine vollständige Neuschöpfung ihrer bis dahin im
Argen gelegenen Armee, aus der Freiherr von der Goltz ein
tüchtiges, brauchbares und nach europäischer Disziplin geschultes
Heer zu machen verstand, obwohl er gegen große
Schwierigkeiten anzukämpfen hatte. Gegen Ende des
Jahres 1895 konnte Freiherr von der Goltz, der durch ein Frade
des Sultans zum Marschall ernannt worden war, den Orient
verlassen und wieder nach Deutschland zurückkehren. Er trat
wiederum in die Dienste der preußischen Armee und wurde
Kommandeur der 5. Division in Frankfurt a. O. Nachdem er
zwei Jahre lang diesen Kommandeurposten innegehabt hatte,
wurde er im Moai des Jahres 1898 als Generalleutnant Generalinspekteur
des Ingenieur= und Pionierkorps und der Festungen.
Das Jahr 1900 brachte seine Ernennung zum General
der Infanterie. Während der Jahre 1902—1907 ist Freiherr
von der Goltz Kommandierender General des I. Armeekorps in
Königsberg, woselbst er infolge seiner großen Verdienste auf
allen Gebieten militärischer Wissenschaften zum Ehrendoktor der
philosophischen Fakultät von der dortigen Universität ernannt
wurde. Als im Jahre 1907 die 6. Armeeinspektion neu gebildet
wurde, berief man Freiherrn von der Goltz an deren Spitze, wodurch
er den Schauplatz seiner Tätigkeit wieder nach Berlin verlegte.
Im darauffolgenden Jahre 1908 rückte er zum Generaloberst
auf.
Als gegen Ende Mai des Jahres 1909 in der deutschen und
ausländischen Presse die Nachricht von der erneuten Berufung
des Generals nach der Türkei auftauchte, ermächtigte mich