Full text : Deutsche Heerführer im Kriege 1914. Band 2. (2)

—  78  —

3.  Dezember  1913  seine  damaligen  Ausführungen  zum  Vor—
wurf  gemacht.  In  dieser  Sitzung  ergriff  nun  der  Abgeordnete
Fehrenbach  das  Wort,  um  eine  ausführliche  und  anschauliche
Charakteristik  Deimlings,  mit  dem  er  zusammen  das  Gymnasium
  besucht  und  das  Abiturium  gemacht  hatte,  dem  Hause  zu
unterbreiten.  Er  sagte  u.  a.  folgendes:  „Ich  weiß,  er  ist  ein  sehr
schneidiger  Herr;  das  ist  für  einen  Offizier  kein  Tadbel
Ich  kenne  ihn  als  einen  ebenso  einsichtigen  wie  hochintelligenten
und  bürgerlich  gesinnten  Mann,  der  in  Freiburg  das  beste  Andenken
  als  Divisionskommandant  hinterlassen  hat.“

Am  22.  März  des  Jahres  1914  wurde  der  Kommandierende
  General  des  XV.  Armeekorps  zum  General  der  Infanterie
  befördert.

Während  der  Kämpfe  auf  dem  westlichen  Kriegsschauplatz
  wurde  General  von  Deimling  bei  einem  Ritt  in  die
Schützenkette  Anfang  November  durch  einen  Granatsplitter
am  Oberschenkel  leicht  verwundet.  Trotz  dieser  Verletzung  blieb
der  tapfere  General  bei  seinem  Armeekorps.