Full text : Deutsche Heerführer im Kriege 1914. Band 2. (2)

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des  Hottentottenführers  Jakob  Morenga  bekämpfen.  Nachdem
Deimling  am  31.  Oktober  1904  in  Rehoboth  eingetroffen  war
und  den  Oberbefehl  im  Süden  übernommen  hatte,  sehen  wir  ihn
am  4.  Dezember  an  der  Spitze  der  Schutztruppe  in  dem  gegen
Witboi  geführten  Gefecht  bei  Naris.  Am  7.  Januar  des  folgenden
  Jahres  leitete  er  wiederum  gegen  Witboi  das  Gefecht  bei
Zwartfontein.  Gegen  die  Anhänger  Morengas  kämpfte  er  zum
erstenmal  am  11.  März  in  der  Narudasschlucht.  Nach  diesen
Kämpfen  zog  er  sich  eine  Verletzung  des  rechten  Armes  zu,  die
ihn  im  März  des  Jahres  1905  zur  Niederlegung  seines  Kommandos
  nötigte.

Nachdem  Deimling  am  18.  Mai  1905  von  Südwestafrika
zurückgekehrt  war,  wurde  er  unter  gleichzeitiger  Verleihung  des
Ranges  eines  Brigadekommandeurs  in  den  Großen  Generalstab
  berufen,  um  dort  die  Funktion  eines  Abteilungschefs  zu
versehen.  Kurze  Zeit  später  verlieh  ihm  mit  Patent  vom
19.  November  1905  der  Kaiser  den  erblichen  Adel.  Infolge
seiner  hervorragenden  Verdienste,  die  er  sich  während  seiner
Betätigung  in  Südwestafrika  erworben  hatte,  wurde  Oberst
von  Deimling  am  20.  Mai  1906  Kommandeur  der  deutschen
Schutztruppen  in  Südwestafrika.  Er  traf  am  6.  Juli  bereits  in
Keetmanshoop  ein  und  übernahm  sofort  den  Oberbefehl  über
unsere  Truppen.  Nachdem  er  am  22.  März  Generalmajor  geworden
  war,  konnte  er  schon  eine  Woche  später  am  31.  März
1907  die  Niederwerfung  des  Aufstandes  und  die  Beendigung
des  Kriegszustandes  nach  Berlin  melden.  Am  4.  April  verließ
er  nun  Windhuk,  um  die  Heimreise  anzutreten.

Nach  seiner  am  2.  Mai  1907  erfolgten  Rückkunft  sehen  wir
den  Generalmajor  von  Deimling  als  Kommandeur  der  58.  Infanteriebrigade,
  in  welcher  Stellung  er  bis  zum  April  des
Jahres  1910  verblieb.  Um  diese  Zeit  wurde  er  Kommandeur
der  29.  Division  in  Freiburg,  die  er  schon  als  Generalleutnant
vertretungsweise  befehligt  hatte.  Als  im  März  des  Jahres
1913  der  General  Max  von  Fabeck,  der  bis  dahin  als  Kommandierender
  General  des  XV.  Armeekorps  gewirkt  hatte,  das