Der Ost-Friede
russischen Friedensvertrag bereits wertvolle technische Vorarbeit
geleistet worden. Da außerdem auf beiden Seiten
der gute Wille vorhanden war, rasch zu einem Abschluß
zu kommen, wurde in der kurzen Zeit bis zum 20. Januar
so weit Übereinstimmung über die Grundlagen des abzuschließenden
Friedens erzielt, daß die Delegationen zur
letzten Besprechung mit ihren Regierungen nach Hause
reisen konnten.
Als Ende Januar die Chefs der Delegationen nach Brest
zurückgekehrt waren und die Verhandlungen wieder aufgenommen
wurden, bot Trotzki alles auf, um das Zustandekommen
des Friedens mit der Ukraine zu verhindern. Er
führte zwei Vertreter der ukrainischen Arbeiter-, Bauernund
Soldatendeputierten, die sich inzwischen in Charkow
als Gegenregierung gegen die Zentralrada ın Kiew
konstituiert hatten, als Mitglieder der russischen Delegation
ein und erklärte, nachdem der größte Teil der
Kiewer Garnison zur ukrainischen Sowjetregierung übergegangen
sei, werde die Kiewer Rada, mit deren Delegierten
die Vertreter des Vierbundes bisher verhandelt
hatten, überhaupt nur noch wenige Tage existieren. Jedenfalls
könnten nur solche mit der Ukraine getroffenen
Abmachungen anerkannt werden, die durch die Regierung
der föderativen russischen Republik ihre formelle
Bestätigung erhielten.
Demgegenüber erklärte die ukrainische Delegation, daß
die ukrainische Volksrepublik sich ursprünglich bemüht
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