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eingeruͤckt hat: die Hoffnung, ein Bullarium Germaniæ zu
bekommen, wird dadurch nicht allein geschwächt, die Konciliensammlung
ist nicht allein unnöthig vertheuert worden, sondern
man hat das Werk wieder nur halb und nicht ganz.
Und ich möchte klagen, daß wir's nicht einmal zur Hälfte
baben, denn wie bei weitem die größte Menge der wichtigsten
ist vergessen, und wo zeigt sich auch nur ciniger Plan
von Auswahl: wo zeigen sich Absichten, warum Herr Harzheim
dieses päbsiliche Schreiben eingerückt, und jenes hinweggelassen
habe. Fasi das einzige Errathbare ist nur dieses: das
eingerückte war Herrn Hargheim und seinen Fortsetzern bekannt,
das andere aber kannten sie gar nicht. Es wäre bei
einem solchen Bullarium Germanise nicht bloß darum zu
thun, daß man das in hundert großen und kleinen Schriften
Zerstreute beisammen hätte, daß man leichter damit fertig
werden könnte, z. B. von Annaten, päbstlichen Provisionen 2c.
Alles sogleich gesammelt zu haben: sondern der abwechselnde-Kanzleistyl
des rômisches Hofes, sein von der zärtesten Bruderliebe
bis zum orientalischen Despotismus steigender Ton,
alle Herab= und Hinaufstimmungen dieses Tous, wie sie sich
immer so genau nach Zeit und Umsiänden gerichtet haben,
— würden aledann erst erkannt, und durch die ndrhige Menge
von Beispielen recht anschaulich gemacht werden. Garnier
hat in seiner Ausgabe des liber diurnus Romanorum Pontilicum
in den beigefügten Anmerkungen einen Versuch dieser
Art im Allgemeinen gemacht, und wenigsiens einige der sichtbarsten
Stufen das veränderten ddmischen Kangleitons gezeigt.
Er bemerkt, wie Leo IV. angesangen, seinen Namen in den
Briefen vorzusetzen, wie um eben diese Zeit die Paͤbste
aufgehdrt mit Dominus und Domina anzureden: Nikolaus I.
solgte ihm bald nach, und wußte noch herrischer zu sprechen.
Gregor „VII. führee es ein, denen, an welche er schrieb,