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ausfuhr einstellte.e Da die Bank durch die vermehrte Banknotenausgabe
dem Verkehr mit Zirkulationsmitteln zu Hilfe kommen
konnte, ging die Geldausfuhr, begünstigt durch den niedrigen
Diskontsatz von 4%, ohne Beschränkung des Kapitalmarktes
vor sich. |
Welche aussergewöhnlichen Anforderungen die ungünstige
Zahlungsbilanz an die Preussische Bank stellte, zeigt am besten
die Bewegung ihrer Metallbestände. Während sich der durchschnittliche
Banknotenumlauf um 60 % vermehrte, verminderte
sich der durchschnittliche Metallbestand um 39,48 %. Es stand
also der bedeutenden Vermehrung des Banknotenumlaufes nicht
nur keine entsprechende Vermehrung der durchschnittlichen
Metalldeckung, sondern deren erhebliche Verminderung gegenüber.
Sıe sank von 122%, % ım Jahre 1855 auf 6115 %
im Jahre 1856. Diese Deckung war an sich ımmer noch als gut
zu bezeichnen, andererseits musste aber die Bankverwaltung, der
das Verschwinden der Edelmetalle aus der Zirkulation und aus
dem Lande nicht verborgen bleiben konnte, darauf bedacht sein,
bei Zeiten auf den Kapitalmarkt einzuwirken, um späterhin zu
gewaltsame und plötzliche Beschränkungen in der Kreditgewährung
zu vermeiden. Hierzu war die Bank mit ihrem ausgedehnten
Filialnetze, das sıch im Jahre 1856 noch um 7 Unteranstalten
erweiterte, und dem Einflusse, den sie auf den Kreditverkehr
überhaupt hatte — ım Jahre 1856 betrug die Gesamtanlage
im Wechsel- und Lombardgeschäft 387,5 Mill. Thlr. —,
sehr wohl in der Lage.
Trotzdem geschah zunächst von Seiten der Bank nichts.
Während in Hamburg schon ein Diskontsatz von 7 und 71%
herrschte, hielt sie noch immer an ihrem Diskontsatze von 4 %
fest. Es kann daher der Bank der Vorwurf nicht erspart werden,
durch starke Notenemission und erleichterte Geldausfuhr. die
Spekulationslust noch genährt zu haben, statt sie durch Beschränkung
des Kredits zu unterdrücken. Hierzu kam noch, dass
die Regierung, so zurückhaltend sie in der Konzessionserteilung
neuer Bankanstalten war, hierin sehr liberal war, sobald es sich
darum handelte, neue Industriegesellschaften, wie Eisenbahnen,
Bergwerks- und Hüttengesellschaften usw. ins Leben zu rufen.
Als schliesslich dıe Bank nach viermonatlichem niedrigem Zinsfuss
im September 1856 den Diskontsatz und Lombardzinsfuss um
je 1% erhöhte und schon kurze Zeit darauf dieser Erhöhung eine
weitere folgen liess, war es bereits zu spät. Die Krise, dıe von
Nordamerika auf Buropa übergesprungen war, liess sich nicht
mehr zurückhalten, sondern kam nunmehr auch nach Preussen.
Der Bank hatte das Jahr 1856 mit seinem regen geschäftlichen
Verkehr guten Gewinn gebracht. Fast alle Geschäftszweige
hatten bedeutend zugenommen, so die Gesamtumsätze um 35 %,
der Wechselverkehr um 39% und vor allen Dingen die Bank-