Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1882. (59)

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hauer,  Zeugschmiede  und  Sporer,  und  bei  den  Kaminen  für  Backöfen  der  Bäcker,  Calcinir—
öfen  der  Pottaschesieder  und  Gemeindebacköfen,  für  die  größeren  der  in  §.  32  bezeichneten
  Kesselfenerungen,  namentlich  Kesselfeuerungen  der  Bad=  oder  Waschanstalten,  der
Brauereien,  Färbereien  und  Bleichen,  für  Malzdörren  und  für  die  in  §.  24  Abs.  1  genaunten
  Schmelzöfen  sollen  die  Wände  überall,  soweit  sie  nicht  mit  ihrer  Außenseite
mindestens  15  cm  vom  Holzwerk  abstehen,  von  diesem  mittelst  einer  10  cm  dicken  Ummauerung
  geschieden  werden.  Außerdem  müssen  die  Wände  dieser  Kamine  auf  die  Höhe
zweier  Stockwerke  wenigstens  15  cm  stark  angelegt  werden,  wogegen  im  Uebrigen  eine
Wandstärke  derselben  von  10  cm  zuläßig  ist.

Kamine,  welche  sich  stärker  erhitzen,  als  die  oben  genannten,  z.  B.  Kamine  von
Ziegel  und  Kalköfen,  Hafner-Oefen,  größeren  Schmelzöfen,  Flammöfen  und  dergl.  müssen
mit  stärkeren  Wänden  errichtet,  und  von  Holzwerk  mindestens  60  cm,  von  der  inneren
Seite  des  Kamins  gemessen,  entfernt  werden.

S.  52.

In  Absicht  auf  die  Kamine  von  Dampfkessel-Anlagen  sind  die  hierüber  bestehenden
besonderen  Vorschriften  maßgebend  (vergl.  Ministerial-Verfügung  vom  14.  Dezember  1871,
Reg.  Blatt  S.  350  ff).

F.  53.
Vorstehende  Bestimmungen  treten  mit  dem  Tage  der  Verkündigung  in  Wirksamkeit.
Stuttgart,  den  23.  November  1882.
Hölder.

Gedruckt  bei  G.  Hasselbrink  (hr.  Sbeufel)