Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1807. (2)

1123

aͤlteren  Lehen-Pekunial  Foderungen  haben
moͤchte,  ihre  Wirksambkeit  irgend  auf  eine  Weise
zu  erschweren.

Dieses  wird  hiermit  vermoͤg  allerhoͤchsten
Reseriptes  vom  11.  vorigen,  und  19.  dieses
Monats  und  Jahres  saͤmtlichen  in  den  koͤniglichen
  Erblanden  gesessenen,  bisher  Hochstift
Regensburgischen  Vasallen  eroͤfnet,  denselben
aber  zugleich  erklaͤret,  daß  Seine  koͤnigliche
Majestaͤt  durch  obige  allerhoͤchste  Entschließung
denjenigen  Vasallen,  welche  gegen  diese  Art
von  Anfoderung  bereits  im  Jahre  1789  bei
den  geeigneten  königlichen  Landes-Justizstellen
den  Rechtsweg  angetreten  haben,  oder  denselben
  hierunter  noch  serners  antreten  zu  können,
oder  zu  müßen  vermeinen,  die  Fortsezung  oder
den  Antritd  dieses  lezteren  auf  irgend  eine  Weise
zu  hemmen,  zu  verkürzen,  oder  zu  versagen  nicht
gedächten.  München  den  20.  Juni  18307.

Königliche  Vandes-Direktion

in  Baiern.
Freiherr  von  Weichs.
von  Mayr.

 

(Die  lehenherrlichen  Verpfündungs-Konsense  der.
"  mediatisirten.  Gutsberrschaften  betreffend.)
Im  Namen  Seiner  Majestät  des  Königs.
Obgleich  der  größte  Theil  der  jezt  mediatisirten
  Gutaherrsch  asten  der  Provinz  Bamberg
schon  unter  den  ehemaligen  staatsrechtlichen
Verhälenissen  den  in  dem  Bambergischen  Landrechte
  Seite  35  r.  u.  f.  f.  rücksichtlich  der  Ertheilung
  lehenherrlicher  Verrfändungs-Kensense,
  und  deren  Vorzugrechtes  enthaltenen
gesezlichen  Normen  theils  ausdruͤcklich,  theils

1124

stillschweigend  beigetreten  ist,  und  obgleich  es
bei  der  nun  eingetretenen  Subjektion  keinem
Anstande  unterliegen  kann,  daß  saͤmtliche  Gutsherrschaften
  jene  dem  Kredit  ihrer  angehörigen
Lehenleute  so  sehr  zum  Nuzen  gereichende  Vorschriften
  genau  zu  beobachten  haben,  so  siehr
man  sich  doch  veranlaße,  mehrermeldete  Gutsherrschaften
  hiemit  öffentlich  hierauf  aufmerksam
  zu  machen,  und  auf  die  erwähnten  Geseze
ausdrücklich  mit  dem  Anhange  hinzuweisen,
daß  sie  sich  es  im  Unterbleibungsfalle  würden
zuschreiben,  und  dafür  verantwortlich  seyn

müssen,  wenn  ihren  Lehenleuten  aus  den  Kassen

  der  öffentlichen  Stiftungen  und  der  Gemeinden
  ohne  dergleichen  beigebrachte  hinreie
chende  Sicherheits-Urkunde  mit  Geldanlehen
nicht  wird  an  Handen  gegangen  werden.
Bamberg  den  22.  Juni  1807.

Königliche  Landes-Direktion

in  Bamberg.
Freiherr  von  Stengel.
Wevermann.

 

(Die  Ausscheidung  der  Schulantheile  aus  den  un--kultivirten

  Gemeindegründen  betrefsend.)
Nachfolgende  allerhöchste  Verordnung,  die
Ausscheidung  der  Schulantheile  aus  den  unkukeivirten
  Gemeinde-Gründen  betreffend,  wird
hierdurch  öffentlich  bekannt  gemacht,  damit
sämrliche  Gerichtsstellen  des  Landes,  so  wie
die  Ubrigen  betreffenden  Theile  sich  danach  zu
achten  wissen.  München  den  26.  Juni  1307.

Königliche  Landesdirektion

in  Baiern.
Creiherr  von  Weichs.

von  Maler.